Seit Ionity das Laden für Marken, die nicht beim Joint Venture involviert sind, teurer gemacht hat, hat das Argument der geringen Betriebskosten eines Elektroautos an Kraft verloren. Plugsurfing könnte dem Abhilfe schaffen. (Bild: Fotolia)

Festpreis-Laden mit Plugsurfing Plus:

Ausweg aus dem Preisdilemma?

Zu Jahresbeginn hat das Joint Venture Ionity seine Preise an den Ladesäulen massiv erhöht und erntete dafür heftige Kritik. Es mag sein, dass man damit die Marken der an Ionity beteiligten Hersteller – BMW, Porsche, Daimler, VW – stärken wollte, denn lediglich Besitzer anderer Modelle zahlen an Ionity-Ladesäulen nun 79 Cent für die Kilowattstunde statt bisher rund 11 Cent. Das Laden eines elektrischen BMW, Porsche, Mercedes oder VW kostet hingegen »nur« ungefähr das Dreifache des vormaligen Preises.

Diese Preissteigerung könnte entschärft werden. Allerdings nicht direkt durch Ionity selbst, sondern durch Plugsurfing. Das deutsche Unternehmen ist bereits vor geraumer Zeit mit dem Vorhaben gestartet, die vielen verschiedenen Ladestationsbetreiber unter einen Hut zu bringen. Statt mehreren Ladekarten reicht eine einzige App, die Abrechnung am Monatsende besteht nur mehr aus einer Rechnung.

Nun bietet das Unternehmen in Deutschland die Mitgliedschaft Plugsurfing Plus an. Diese kostet 19,99 Euro pro Monat und ermöglicht das Laden zum festen Preis von 34 Cent/kWh, unabhängig davon, ob an einem AC- oder einem DC-Ladepunkt geladen wird. Ladevorgänge mit Gleichstrom dauern in der Regel kürzer, da die Batterie des Elektroautos mit Gleichstrom arbeitet, das europäische Stromnetz aber mit Wechselstrom. Derzeit steht das Abo laut Plugsurfing lediglich einem eingeschränkten Nutzerkreis zur Verfügung. Das Unternehmen weist aber ausdrücklich darauf hin, dass das Angebot auch für Ionity-Ladestationen gilt. Hoffentlich auch bald außerhalb Deutschlands.

www.plugsurfing.com


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