Nach weniger als vier Monaten Bauzeit ist es so weit: In Amstetten, direkt an der A1-Abfahrt Amstetten West, hat einer der größten E-Ladeparks Österreichs eröffnet. Auf mehr als 3.000 Quadratmetern Fläche stehen ab 1. August 2025 insgesamt 38 Ladeplätze mit ultraschnellen DC-Ladestationen zur Verfügung – im Vollausbau werden es sogar 50 sein. Die Ladeleistung reicht je nach Fahrzeugmodell bis zu 400 kW und deckt damit auch die Anforderungen moderner Hochvolt-Fahrzeuge ab.
Drei Anbieter, ein Standort
Besonders bemerkenswert: In Amstetten sind gleich drei große Anbieter vertreten – Tesla, EVN und Ionity. Damit ist der Standort nicht nur für regionale E-Mobilist:innen, sondern auch für Durchreisende optimal. Wer hier abfährt, findet praktisch immer einen freien Ladeplatz und muss sich nicht auf einen Betreiber beschränken.
Ladezeit wird Aufenthaltszeit
Neben der Ladeinfrastruktur wurde auch an den Komfort gedacht: Ein Bistro („In the Box 21“), WC-Anlagen, Grünflächen, ein Spielplatz für Kinder und sogar ein eigener Hundeauslaufplatz machen den Ladepark familienfreundlich. So wird die Ladezeit zur Pause für alle Mitreisenden – nicht nur für das Auto.
Ein Projekt mit Signalwirkung
Der Ladepark ist das erste große Projekt der neu gegründeten Ladewerke Amstetten GmbH, einer Tochterfirma der Stadtwerke Amstetten. Bürgermeister Christian Haberhauer betont die Bedeutung: „Mit den 40 Schnellladeplätzen schaffen wir eine moderne Infrastruktur mit großer Bedeutung für die Region und für Reisende.“ Auch Prokurist Harald Stressler sieht den Standort als Pilotprojekt: „Hier evaluieren wir den Betrieb und können geeignete Maßnahmen für mögliche Erweiterungen oder weitere Standorte ableiten.“
Regionale Wertschöpfung & Nachhaltigkeit
Bei Bau und Betrieb wurde stark auf regionale Partner gesetzt – von der PORR Bau GmbH bis zu lokalen Betrieben für Planung, Zaunanlagen oder Spielplätze. Versorgt wird der Ladepark mit Strom aus dem Photovoltaiknetz der Stadtwerke Amstetten sowie dem Kraftwerk Ybbs-Persenbeug. Damit fließt nicht nur Strom, sondern auch Wertschöpfung in die Region zurück.
Fazit
Amstetten zeigt, wie moderner Ladeinfrastruktur-Ausbau aussehen kann: leistungsstark, familienfreundlich und nachhaltig. Mit 40 Ladeplätzen, breitem Aufenthaltsangebot und mehreren Betreibern setzt der Standort Maßstäbe – und könnte Vorbild für weitere Projekte in Österreich werden.