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EVN investiert Millionen in Windkraft, Netzsicherheit und Wasserversorgung

EVN pumpt erneuerbare Energien auf

Rund 300 Millionen Euro wird die EVN AG 2019 in Niederösterreich zur Modernisierung und zum Ausbau des Stromleitungsnetzes, zum Ausbau von Windkraftanlagen und zur Verbesserung der Trinkwasserversorgung investieren. Das kündigte EVN-Vorstandssprecher Stefan Szyszkowitz bei der Vorlage des Berichts über das Geschäftsjahr 2017/18 an. In der abgelaufenen Periode hat der NÖ Landesenergieversorger einen Umsatz von knapp 2,1 Milliarden Euro erwirtschaftet.

Die geplanten Investitionen hat der für Technik zuständige EVN-Vorstandsdirektor Franz Mittermayer erläutert. „Derzeit halten wir in Niederösterreich bei einer Winderzeugungskapazität von 318 Megawatt, die den jährlichen Stromverbrauch von 195.000 Haushalten decken“, rechnet er vor. „Bis 2019/20 wollen wir diese Energiemenge auf 370 Megawatt, mittelfristig auf 500 Megawatt steigern.“ So werde man u.a. im kommenden Jahr den Windpark Au am Leithagebirge mit einer Leistung von 18 Megawatt neu in Betrieb nehmen. Und die bestehende Anlage Gänserndorf-West erhält ab August drei wesentlich leistungsstärkere Turbinen.

Einen großen Brocken machen auch die Investitionen in die Netzinfrastruktur aus. Dabei geht es vor allem um den Neubau und die Erweiterung von Umspannwerken und Trafostationen. Sie sollen Ökostrom, wie er z.B. aus Windkraft- und Photovoltaikanlagen erzeugt wird, gezielt in die Netze einspeisen. So kann erneuerbare Energie aus dezentralen Produktionsstandorten in den nachfrageintensiven NÖ Zentralraum fließen. Weil der Anteil an Ökostrom weiter steigt, diese Form der Elektrizität jedoch starken Frequenzschwankungen unterworfen ist, „brauchen wir umso mehr flexible Backup-Kraftwerke, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten“, betont Mittermayer.

Ein kleiner Teil der geplanten Investitionen kommt der EVN Wasser zugute. Das Unternehmen, das ein 2.600 Kilometer langes Leitungsnetz betreibt, ist mit 570.000 Abnehmern der größte Wasserversorger Niederösterreichs und der zweitgrößte Österreichs nach Wiener Wasser. Bis 2030 wird das Unternehmen 165 Millionen Euro in den Ausbau der überregionalen Versorgungsnetze investieren. „Ein großes Projekt, das wir umsetzen, ist der Bau einer 20 Kilometer langen Trinkwasserleitung von der Naturfilteranlage Wienerherberg in den Raum Mödling“, informiert Mittermayer.

Quelle: NÖ Wirtschaftspressedienst


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