Neuer Elektrolyseur: Anionenaustauschmembran
Mit einem von Enapters AEM-Elektrolyseuren in der Megawattklasse könnte man 450 Kilogramm Wasserstoff pro Tag produzieren. (Bild: Enapter)

Wasserstoffproduktion mittels AEM Multicore:

Enapter erschließt Megawattklasse

Der Name ist sperrig, die Wirkung vielversprechend: Die Anionenaustauschmembran-Technologie (kurz AEM) wird zur Wasserstoffproduktion eingesetzt. Auf dieser Basis stellt das Unternehmen Enapter modulare Wasserstoffgeneratoren her. Mittels einer neuen Entwicklung sollen diese Generatoren noch effizienter werden.

Enapter erschließt mit dem neu entwickelten AEM Multicore die Megawattklasse in der Wasserstoffproduktion. Am Standort Saerbeck startet nun die Entwicklung des neuen Modells, das das innovative Potential der Anionenaustauschmembran-Technologie weiter ausschöpft. Der AEM Multicore soll im nächsten Jahr auf den Markt kommen und eine kostengünstige, flexible und zuverlässige grüne Wasserstoffproduktion im großen Maßstab ermöglichen.

Grüner, günstiger Wasserstoff statt 9,5 Barrel Rohöl

Das Unternehmen will die Kosten für grünen Wasserstoff rapide senken – und setzt dabei auf die Massenfertigung standardisierter Produkte. So wird der AEM Multicore zur kosteneffizienten Alternative zu traditionellen Elektrolyseuren in der Megawattklasse: Enapter kombiniert 440 in Masse gefertigte Kernmodule – sogenannte AEM Stacks – zu einem Gesamtsystem. Diese in Reihe geschalteten Module können etwa 450 Kilogramm Wasserstoff pro Tag produzieren. Das entspricht einem Energieäquivalent von 9,5 Barrel Rohöl. Dank dem modularen Ansatz ist der Multicore eine kostengünstige und wartungsarme Alternative und reagiert flexibel auf die schwankende Energiezufuhr aus erneuerbaren Energiequellen.

„Der AEM Multicore wird günstiger als vergleichbare Produkte am Markt – die Verwendung von standardisierten, in Masse gefertigten Stack-Modulen macht den Unterschied“, ist Sebastian-Justus Schmidt überzeugt. „Unsere Anlagen passen sich flexibel den unterschiedlichen Anforderungen sowie den Schwankungsbreiten regenerativer Energiequellen wie Wind oder Solar an.”

Enapter trifft mit dieser Produktinnovation einen Nerv der Klimapolitik: AEM wird in der Wissenschaft inzwischen weithin als kosteneffizienteste Elektrolysetechnologie gesehen. Mit dem Bau der Massenproduktionsanlage in Saerbeck setzt Enapter dieses Potential in Masse um, die Errichtung des »Enapter Campus« ist hierfür ein wichtiger Meilenstein. Baubeginn soll im Herbst sein.

280 MW von 5 GW in Deutschland

Der AEM Multicore wird als Megawatt-Elektrolyseur einen wesentlichen Beitrag zum schnellen Ausbau der Elektrolysekapazitäten leisten – alleine in Deutschland sollen 5 Gigawatt bis 2025 installiert werden. Mit einer vorgesehenen jährlichen Produktionskapazität von 280 Megawatt kann der Enapter Campus einen signifikanten Beitrag zum Ausbau einer flächendeckenden Wasserstoffinfrastruktur und zur Dekarbonisierung der Energiewirtschaft beitragen.

www.enapter.com


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