Ohne Ladepunkte auf Fernstraßen wird sich die Elektromobilität kaum durchsetzen. (Bild: Fotolia)

Deutsche Automobilindustrie erreicht Ziele für Ladepunkte früher als zunächst kommuniziert:

E-zapft is!

Die Automobilindustrie hat zugesagt, an all ihren Liegenschaften, Betriebsstätten und Handelsbetrieben bis Ende 2022 mindestens 15.000 Ladepunkte entstehen zu lassen. Dieses Ziel wird nun bereits zwei Jahre früher zum Ende dieses Jahres erreicht.

„Der rasche Ausbau unserer eigenen Ladeinfrastruktur zeigt, dass die Automobilindustrie alles tut, um die Elektromobilität auf die Straße zu bringen. Deutschland ist bereits Europameister bei E-Autos, nun erreichen wir auch die selbstgesteckten Ausbauziele für die Ladeinfrastruktur zwei Jahre früher als geplant“, zeigt sich Hildegard Müller, Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie, glücklich und überzeugt über die aktuellen Zahlen.

Darüber hinaus bauen die deutschen Unternehmen über die gemeinsame Firma Ionity ein eigenes dichtes Netz von öffentlichen Ladepunkten an den europäischen Fernverkehrsachsen, das den Kunden aller Fahrzeughersteller zur Verfügung steht. Ionity ist ein Joint Venture der BMW Group, Ford Motor Company, Mercedes-Benz AG, Volkswagen Group und, seit November 2020, auch der Hyundai Motor Group.

305 von 400 Standorten errichtet

Von den geplanten 400 Ladestandorten in Europa sind bereits 305 Standorte errichtet, der Abschluss des Aufbaus ist für Mitte nächsten Jahres geplant. Von den für Deutschland vorgesehen 101 Standorten sind bereits 94 in Betrieb, bis zum Jahresende 100. Damit wird das aktuelle Ziel für Deutschland erreicht. Das Netz wird stetig weiter verdichtet, „synchron“ zur Zahl der in Betrieb kommenden E-Autos, wie der Verband verspricht.

Das Netz von Ionity steht auch den Kunden von Tesla zu Verfügung und füllt Lücken im Netz. Ionity baut seine Standorte grundsätzlich mit einer 350kW-CCS-Ladetechnik auf, was aktuell die technische Leistungsspitze darstellt. Tesla-Standorte verfügen in der Regel über Ladepunkte mit 150 kW Ladeleistung und mit zunehmendem Anteil auch über Ladepunkte mit 250 kW.

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