Expertinneneinschätzung zur Energiewende-Stimmung in Deutschland. Bild: EUMB Pöschk/Energietage 2018

Energiewende 2018 – Umfrageergebnisse liegen vor

Skepsis bei Energiewendepolitik

Die gesellschaftliche Akzeptanz von Energiewende und Klimaschutz wird von Expertinnen und Fachleuten aus den Energiewende-nahen Branchen überaus skeptisch beurteilt. Im Rahmen der Befragung “Klartext: Energiewende 2018” (Ende April – Anfang Mai) gaben zwei Drittel der Teilnehmerinnen an, dass sie davon ausgehen, dass die Energiewende bei der breiten Bevölkerung Deutschlands ihrer Einschätzung nach auf Desinteresse stoße oder sogar als Belastung empfunden würde.

Rund 1.000 im Kontext der Berliner Energietage 2018 befragte Expertinnen sehen zentrale Elemente der Energiewende zunehmend kritisch.

Die soziale Ausgewogenheit als auch die Beteiligungsmöglichkeiten an der Energiewende erhielten sogar deutlich schlechtere Bewertungen als noch in 2017, als die Klartext-Umfrage erstmalig durchgeführt wurde. Rund 70 Prozent der Befragten gaben in diesen Bereichen jeweils negative Einschätzungen ab. Ebenso steht es um die ökologische Ausgestaltung der Energiewende, die im Mittel und in Schulnoten gesprochen gerade einmal mit einer guten 4 plus bewertet wird. Die Einschätzung der wirtschaftlichen Ausgestaltung der Energiewende erhält “immerhin” eine 3 minus.

Konkrete Maßnahmenkataloge: Quartierskonzepte Gebot der Stunde

Im Bereich der Stromwirtschaft werden Kohleausstieg, CO2-Bepreisung und der Ausbau Erneuerbarer Energien nahezu gleichwertig für besonders relevant erachtet. Im Gebäudebereich werden – anders als in 2017 – Quartierskonzepte als vordringliche Maßnahme zur Umsetzung der Energiewende erachtet. Erst dann folgen mit einigem Abstand Erneuerbare Energien, “smarte” Gebäudetechnik sowie die Modernisierung der Heizungsanlage – letztere war im Vorjahr noch als Top-Maßnahme benannt.
Quelle: Presseportal.de


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