Bild: Salzburg AG/Verbund

Neues Salzach-Kraftwerk von Salzburg AG und Verbund feierlich eröffnet

Sichere Stromversorgung aus heimischer Erzeugung

Die Wasserkraft ist das stabile Fundament der heimischen, erneuerbaren Stromerzeugung. Das neue Gemeinschaftskraftwerk von Salzburg AG und Verbund an der Salzach in Bruck an der Großglocknerstraße, Ortsteil Gries, ist in der Lage, 10.000 Haushalte mit Strom zu versorgen. Es leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Erreichung von Klima- und Energiezielen.

Der Spatenstich für das Gemeinschaftsprojekt von Salzburg AG und Verbund erfolgte im September 2016. Möglich wurde das Projekt, bei dessen Umsetzung an die 100 Unternehmen beteiligt waren, durch die Unterstützung des Landes bei der Umsetzung von Infrastrukturmaßnahmen für die Gemeinde, die in Zusammenhang mit dem Kraftwerk stehen. So konnte etwa dank der Mittel aus dem Gemeindeausgleichsfonds (GAF) bei Oberhof eine dauerhafte Abfahrt von der B311 errichtet werden.

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Salzburg AG Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer betonte die Bedeutung des Kraftwerkes für das Land Salzburg: „Das Kraftwerk Gries ist ein wichtiger Beitrag zur Umsetzung unserer Klima- und Energiestrategie. Die Wasserkraft hat in Salzburg einen hohen Stellenwert. Die Kraftwerks-Investitionen in der Größenordnung von rund 50 Millionen Euro setzen einen starken regionalen Wirtschaftsimpuls, schaffen und sichern Arbeitsplätze, liefern saubere Energie und tragen zur Erreichung der Klimaziele bei. Das Land unterstützt daher mit rund 4,2 Millionen Euro aus dem Gemeindeausgleichsfonds (GAF) Infrastrukturmaßnahmen der Gemeinde, die in Zusammenhang mit dem Kraftwerk stehen. Das ist ein wesentlicher Beitrag zur Ermöglichung dieses bedeutenden Projektes.

Leonhard Schitter, Vorstandssprecher der Salzburg AG, über die Eröffnung des neuen Salzach-Kraftwerkes Gries: „Für Salzburg ist das Kraftwerk Gries ein entscheidender Beitrag zur Energiewende. Es ist unser 30. Wasserkraftwerk. Der Strom, den wir an unsere Kunden liefern, stammt bereits heute zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen. Davon gewinnen wir knapp über 50 Prozent aus regionalen Quellen. Bis 2020 wollen wir diesen Anteil der Eigenerzeugung bei Strom auf 60 Prozent steigern, bei Strom und Wärme zusammen auf 50 Prozent. Damit könnten wir die Treibhausgas-Emissionen fast um ein Drittel senken. Das Kraftwerk Gries leistet hierzu einen wichtigen Beitrag.

Wolfgang Anzengruber, CEO von Verbund, freute sich über die erfolgreiche und unfallfreie Projektumsetzung: „Wasserkraft ist unser Antrieb und unsere Energie. Die Wasserkraft ist die wichtigste, heimische Energiequelle und macht die saubere Energiezukunft möglich – und sie macht uns unabhängiger von Importen. Verbund-Strom stammt zu annähernd 100 % aus erneuerbaren Quellen, rund 130 Verbund-Wasserkraftwerken in Österreich leisten dazu einen wichtigen Beitrag. 2018 konnte das Klima so um 22.411.000 Tonnen an schädlichen Emissionen entlastet werden . Die mit dem Bau des Kraftwerks verbundenen Emissionen können mit 3 Monaten Kraftwerksbetrieb ausgeglichen werden.

Einen besonderen Dank galt bei der Eröffnungsfeier den Anwohnerinnen und Anwohner des Kraftwerks Gries. Einhelliger Tenor aller Rednerinnen und Redner: „Eine Baustelle in der Nachbarschaft ist eine Herausforderung. Den Anrainern gilt unser Dank für ihr Verständnis und ihre Geduld – auch wenn dieses manchmal strapaziert wurde.

Partnerschaft mit Tradition

Gries ist nicht das erste Gemeinschaftsprojekt von Salzburg AG und Verbund. Alle fünf Kraftwerke zwischen St. Johann und Pfarrwerfen an der Salzach sind im Rahmen einer bereits 40 Jahre andauernden Partnerschaft entstanden. Diese Salzachkraftwerke sind Beispiele dafür, dass man Kraftwerksbauten nachhaltig entwickeln und umsetzen kann – trotz großer Baumaßnahmen und Erdbewegungen.

Durchgängigkeit für Wasserlebewesen und Geschiebe

Die Barrierefreiheit für Wasserlebewesen ist an der Salzach mittlerweile eine Selbstverständlichkeit. So ist auch das Kraftwerk Gries mit einer modernen Fischwanderhilfe ausgestattet und die Salzach bleibt durchgängig. Durch die Erweiterung um ein naturnahes Teilstück parallel zum Stauraum soll sie zudem nicht nur die Fischwanderung gewährleisten, sondern auch einen neuen Lebensraum schaffen. Um die Funktion der Fischwanderhilfe zu belegen, erfolgt in den kommenden Monaten ein Monitoring.

Wasserkraft – die verlässliche Partnerin

Vergleicht man die Stromerzeugung aus Wasserkraft mit anderen Arten, wie die Stromgewinnung aus Sonne oder Wind, weist die Stromerzeugung aus Wasserkraft den höchsten Wirkungsgrad auf. Bis zu 90 Prozent der eingesetzten Wasserkraft können die Turbinen und Generatoren in Strom umwandeln und direkt ins Stromnetz einspeisen. Die Wasserkraft ist zudem planbar und berechenbar, stellt also die Grundversorgung mit Strom auf ein solides Fundament.

Quelle: APA


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