Batterieelektrische Pkw wachsen, Plug-in-Hybride verlieren:

Elektroauto-Zulassungen in Deutschland: BEV erreichen im Oktober 2026 37 Prozent

von Thomas Buchbauer
von Redaktion – Recherche, Konzept und Kuration Foto: © Volkswagen Gruppe

In Deutschland wurden im Oktober 2026 insgesamt 326.300 Pkw produziert, 7 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Gleichzeitig stiegen die Neuzulassungen rein batterieelektrischer Pkw (BEV) um 79 Prozent auf 94.100 Fahrzeuge. Ihr Marktanteil erreichte 37 Prozent. Der gesamte Elektroanteil einschließlich Plug-in-Hybriden (PHEV) und Brennstoffzellenfahrzeugen (FCEV) lag dagegen bei 48,2 Prozent. Auf diese drei Antriebsarten entfielen zusammen 122.600 Neuzulassungen, ein Zuwachs von 47 Prozent gegenüber Oktober 2025.

Wie entwickeln sich die Zulassungen von BEV und Plug-in-Hybriden?

Während batterieelektrische Pkw deutlich zulegten, sanken die PHEV-Neuzulassungen im Oktober 2026 um 8 Prozent auf 28.500 Fahrzeuge. Für das Plug-in-Hybrid-Segment war das der erste Rückgang seit September 2024. Der gesamte Elektroanteil erreichte hingegen den höchsten Stand seit der Reduktion des Umweltbonus Ende 2022 und den zweithöchsten Wert überhaupt.

In den ersten zehn Monaten summierten sich die Elektroauto-Neuzulassungen auf 974.200 Einheiten, 43 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Davon waren 698.200 rein batterieelektrische Pkw, ein Plus von 61 Prozent. Plug-in-Hybride kamen trotz des Rückgangs im Oktober seit Jahresbeginn auf 276.000 Neuzulassungen und damit auf einen Zuwachs von 11 Prozent.

BEV-Bestellungen deutscher Hersteller steigen im Inland um 68 Prozent

Bei den deutschen Herstellern nahmen die inländischen Auftragseingänge für BEV im Oktober um 68 Prozent zu. Über die ersten zehn Monate betrug der Zuwachs 66 Prozent. Diese Bestellungen sind von den Neuzulassungen zu unterscheiden: Sie betreffen die Nachfrage aus dem Inland bei deutschen Herstellern, nicht die im jeweiligen Zeitraum neu registrierten Pkw.

Über alle Antriebsarten hinweg stagnierten die inländischen Auftragseingänge im Oktober gegenüber dem Vorjahresmonat. Aus dem Ausland gingen 16 Prozent weniger Bestellungen ein. Zusammen lagen die Orders damit um 14 Prozent unter dem Wert vom Oktober 2025.

Pkw-Gesamtmarkt wächst, Produktion und Export bleiben rückläufig

Der deutsche Pkw-Markt erreichte im Oktober 254.500 Neuzulassungen, 2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Seit Januar wurden 2,48 Millionen Pkw neu zugelassen, ein Plus von 5 Prozent. Gegenüber den ersten zehn Monaten 2019 blieb jedoch eine Lücke von 18 Prozent. Der Anteil privater Neuzulassungen lag im Oktober bei 40,7 Prozent. Nach Einschätzung des VDA trug dazu auch die Elektrofahrzeugförderung für Privatpersonen bei.

Die Pkw-Produktion erreichte seit Jahresbeginn 3,37 Millionen Fahrzeuge. Das waren 4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum und 15 Prozent weniger als 2019. Der Export sank im Oktober um knapp 10 Prozent auf 246.500 Pkw; über zehn Monate ging er um 5 Prozent auf 2,54 Millionen Fahrzeuge zurück.

Quelle: VDA

Häufig gestellte Fragen

Wie hoch war der BEV-Marktanteil in Deutschland im Oktober 2026?

Batterieelektrische Pkw erreichten im Oktober 2026 einen Marktanteil von 37 Prozent. Ihre Neuzulassungen stiegen gegenüber dem Vorjahresmonat um 79 Prozent auf 94.100 Fahrzeuge.

Wie entwickelten sich die Plug-in-Hybrid-Neuzulassungen im Oktober 2026?

Die Neuzulassungen von Plug-in-Hybriden sanken in Deutschland im Oktober 2026 um 8 Prozent auf 28.500 Fahrzeuge. Das war der erste Rückgang des Segments seit September 2024.

Was unterscheidet die BEV-Bestellungen deutscher Hersteller von den Neuzulassungen?

Die BEV-Bestellungen deutscher Hersteller betreffen die Nachfrage aus dem Inland bei diesen Herstellern, nicht die im jeweiligen Zeitraum neu registrierten Pkw. Im Oktober 2026 stiegen diese Auftragseingänge um 68 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, über die ersten zehn Monate um 66 Prozent.

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