Inländischer Auftragseingang der deutschen Hersteller bei rein batterieelektrischen Pkw 62 Prozent im Plus – Produktion im bisherigen Jahresverlauf rückläufig – Pkw-Neuzulassungen legen zu.
Im August wurden 229.900 Pkw in Deutschland produziert. Dies sind 4 Prozent weniger als im August des Jahres 2025. Der Rückgang ist teilweise auf die gegenüber dem Vorjahr veränderte Lage der Werksferien zurückzuführen, die in diesem Jahr stärker im August lagen. Im bisherigen Jahresverlauf wurden 2,65 Mio. Pkw in Deutschland hergestellt, ebenfalls 4 Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Damit liegt die Produktion nach den ersten acht Monaten des laufenden Jahres um 16 Prozent unter dem Niveau des Vorkrisenjahres 2019.
Der Export lag im August bei 168.300 Einheiten um 12 Prozent unter dem Wert des Vorjahresmonats. Seit Januar dieses Jahres wurden 2 Mio. Pkw und damit 5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum exportiert.
Die Auftragseingänge aus dem Inland stiegen im August um gut 4 Prozent über das Niveau des Vorjahresmonats. Gleichzeitig lagen die Bestellungen aus dem Ausland um 13 Prozent unter dem Vorjahreswert. Insgesamt – die Eingänge aus dem Inland sowie dem Ausland zusammengenommen – wurden damit im August 11 Prozent weniger Orders registriert als im August 2025.
Bei den deutschen Herstellern legten die inländischen Auftragseingänge für rein batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) im August um 62 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zu. Seit Jahresbeginn gingen aus dem Inland 64 Prozent mehr BEV-Bestellungen ein als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Die Zahl der Pkw-Neuzulassungen stieg im August im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3 Prozent auf ein Volumen von 212.600 Einheiten. In den ersten acht Monaten dieses Jahres wurden insgesamt 1,97 Mio. Einheiten neu zugelassen, 5 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Das Vorkrisenniveau des Jahres 2019 wird jedoch weiter deutlich unterschritten: Der Markt liegt nach den ersten acht Monaten um rund 21 Prozent darunter. Die Förderung von Elektrofahrzeugen für Privatpersonen ließ den Anteil privater Neuzulassungen am Pkw-Gesamtmarkt auf 40,5 Prozent steigen. Damit wurde die Marke von 40 Prozent erstmals seit dem Jahr 2020 wieder überschritten.
Die Neuzulassungen von Elektrofahrzeugen (BEV, PHEV, FCEV) stiegen im abgelaufenen Monat um 49 Prozent auf ein Volumen von 94.300 Einheiten. Der Elektroanteil an den Gesamtzulassungen erreichte mit 44 Prozent den höchsten Wert seit der Reduktion des Umweltbonus Ende 2022 und den zweithöchsten Wert überhaupt. Im Detail: Die Registrierungen von BEV stiegen überdurchschnittlich um 75 Prozent auf 68.900 Einheiten. Die Neuzulassungen der PHEV verzeichneten ein moderateres Wachstum von 6 Prozent auf 25.400 Fahrzeuge. In den ersten acht Monaten des laufenden Jahres erreichte der E-Pkw-Markt ein Volumen von 735.400 Einheiten, ein Plus von 40 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Dabei ergibt sich für den Jahresverlauf ein Anstieg der BEV-Neuzulassungen um 53 Prozent auf 515.500 Einheiten. Das PHEV-Segment wuchs in den ersten acht Monaten des laufenden Jahres um 16 Prozent auf ein Volumen von 219.800 Fahrzeugen.
Quelle: VDA