Fryte und Smatrics vernetzen Ladepunkte für den elektrischen Güterverkehr:

E-LKW-Laden wird besser planbar

von Nakisa Kaltenbach
Foto: © Smatrics EnBW

Die Partner verbinden Depot- und öffentliche Ladeinfrastruktur für E-LKW in Österreich und Deutschland. Damit entsteht ein offenes, betreiberübergreifendes Netzwerk für den elektrischen Güterverkehr.

Mit dem Smatrics Depot Club existiert bereits ein Netzwerk, das Logistikunternehmen miteinander verbindet. Durch die Kooperation mit Fryte können Depotinhaber nun ihre Infrastruktur auch über die Grenzen des Smatrics Clubs hinaus anbieten. Fryte integriert nicht nur die Standorte des Smatrics Depot Clubs, sondern auch von Smatrics betriebene öffentliche Ladepunkte in die Routen- und Ladeplanung der Logistiker. Mit Smatrics gewinnt Fryte einen Full-Service Betreiber für Planung, Bau, Betrieb und Vermarktung von Schnellladeinfrastruktur, der auf über zehn Jahre Erfahrung in der Elektromobilität zurückgreift. Smatrics ist ein Tochterunternehmen von Verbund und EnBW Energie Baden-Württemberg AG und betreibt rund 20.000 Ladepunkte.

Depot und öffentliches Netz wachsen zusammen

Logistikunternehmen stehen nicht nur öffentliche Ladepunkte für ihre Routenplanung zur Verfügung, sondern auch Ladepunkte an teilöffentlichen Depotstandorten. Fryte macht beide Ebenen in der Routen- und Ladeplanung der Logistiker sichtbar: Depot Club Mitglieder stellen ihre Ladeinfrastruktur über Fryte zur Verfügung, Fahrer:innen und Disponent:innen finden passende Ladepunkte. Die Partnerschaft erweitert damit das betreiberübergreifende Fryte-Netzwerk um einen weiteren starken Full-Service-CPO, statt ein geschlossenes System zu schaffen.

Karte von Deutschland und Österreich mit vernetzten Lade- und Depotstandorten für E-LKW im SMATRICS Depot Club und FRYTE-Netzwerk.

Smatrics und Fritte vernetzen Depot- und Ladeinfrastruktur für E-LKW in Deutschland und Österreich. (Bild: © Smatrics)

Das Depot als wirtschaftlicher Energiehub

Im Depot steht für Logistikunternehmen an erster Stelle, E-LKW bedarfsgerecht geladen und terminsicher bereitzustellen. Für Mitglieder des Depot Clubs schafft die Anbindung zusätzliche Sichtbarkeit und eröffnet das Potential einer besseren Auslastung der vorhandenen Infrastruktur. Damit kann sich Depot Ladeinfrastruktur schrittweise von einem reinen Kostenfaktor zu einem wirtschaftlichen Energiehub entwickeln.

Standardprotokolle als Basis für ein offenes E-Logistik-Ökosystem

Technische Grundlage der Zusammenarbeit ist OCPI, ein offener, standardisierter Kommunikationsstandard in der Elektromobilität. Da beide Partner auf diesen Branchenstandard setzen, konnte die Integration der Ladepunkte rasch umgesetzt werden.

In einem ersten Schritt wurden die Standorte in der Routenplanung sichtbar und nutzbar gemacht. Ab 2027 soll auch die Reservierung ausgewählter Ladepunkte möglich sein. Perspektivisch sollen Reservierungsdaten zudem an das Energiemanagementsystem der Standorte übergeben werden, um Netz- und Ladeprozesse zusätzlich abzusichern.

Grafik zur Partnerschaft von FRYTE und SMATRICS mit digitaler E-LKW-Routenplanung, Ladestopp und Informationen zu Ladeleistung und Ladezeit.

Fryte integriert Ladepunkte von Smatrics in die digitale Routenplanung für E-LKW und erleichtert damit die Planung von Ladestopps. (Bild: © Mercedes-Benz Österreich GmbH)

Maximilian Zähringer, CEO von Fryte Mobility, erklärt:

„Ladeinfrastruktur für E-LKW funktioniert nur, wenn sie über Betreibergrenzen hinweg planbar ist – für die Disposition zählt nicht, wer den Ladepunkt betreibt, sondern dass er zur Route passt. Mit Smatrics öffnen wir den Zugang zu Ladepunkten vom Depot bis zur öffentlichen Schnellladesäule in Deutschland und Österreich. Die Reservierung ist der nächste Schritt, an dem wir gemeinsam arbeiten.“

Sita Meek, Head of Product bei Smatrics, ergänzt:

„Viele unserer Depot-Kunden möchten ihre Ladeinfrastruktur zeitlich gezielt für externe Nutzung öffnen, um ihre Auslastung zu maximieren. Gleichzeitig soll der Zugang aber nur bestimmten Nutzergruppen offenstehen, und sich auf den LKW konzentrieren. Durch die Kooperation mit Fryte verbessert sich die Sichtbarkeit und die Planbarkeit. Genau so muss ein offenes Peer-to-Peer-Ökosystem in der E-Logistik funktionieren.“

Quelle: Smatrics

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