Mann an Ladestation vor Elektroauto
Die Entscheidung über die Stromart ist auch vom Ort abhängig, an dem sich einen Ladestation befinden soll. (Bild: Schneider Electric)

Orientierungshilfe von Schneider Electric:

Die Unterschiede zwischen AC- und DC-Ladestationen

Die Planung einer Ladeinfrastruktur ist immer auch mit persönlichen Vorstellungen und individuellen Abwägungen verbunden. So muss beispielsweise die Frage nach der geeigneten Ladetechnik beantwortet werden: Wechselstrom (AC) oder Gleichstrom (DC)?

Unabhängig davon, ob die Entscheidung zugunsten einer AC- oder einer DC-Ladestation fällt, im Vergleich zum Anschluss über die 2,3-kW-Haushaltssteckdose sind beide Varianten die deutlich bessere Möglichkeit, elektrische Fahrzeuge über einen längeren Zeitraum schnell und sicher zu laden. Die dennoch großen Unterschiede zwischen den beiden Ladetechnologien resultieren aus der Funktionsweise der E-Auto-Batterie. Denn da diese nur zur Speicherung von Gleichstrom befähigt ist, muss der Wechselstrom des Versorgungsnetzes gleichgerichtet werden. Während bei der AC-Ladung dieser Vorgang erst im Onboard-Ladegerät des E-Autos stattfindet, erfolgt die Umwandlung bei der DC-Ladung direkt in der Ladestation.

Eine Frage von Leistung und Zeit

Mit AC-Ladestationen wie der EVlink Wallbox G4 Smart von Schneider Electric können bis zu 22 kW für das Aufladen genutzt werden, wohingegen sich mit DC-Ladestationen deutlich höhere Ladeleistungen und bis zu 350 kW realisieren lassen. Die Lademöglichkeit mit Wechselstrom ist daher prädestiniert für Standorte, an denen mehrstündige Aufenthalte geplant sind, wie zum Beispiel am Arbeitsplatz oder im privaten Bereich. Die zweite Variante mit Gleichstrom empfiehlt sich indes bei kurzen Stopps – wird ein elektrisches Fahrzeug mit einer Batteriekapazität von 24 kWh an die EVlink 24 kW DC-Schnellladestation angeschlossen, ist es nach einer Stunde wieder voll aufgeladen.

EVlink Wallbox G4 Smart

Anbindung an die Mittelspannung

AC-Ladestationen mit bis zu 22 kW – vergleichbar mit der Leistung eines Durchlauferhitzers – können häufig ins Niederspannungsnetz integriert und direkt im Zählerschrank angeschlossen werden. Die hohen Leistungen des DC-Laders erfordern währenddessen meist eine direkte Anbindung an das Mittelspannungsnetz. Wie diese Transformation von der Mittel- zur Niederspannung mit höchster Ladeleistung aussehen kann, demonstriert Schneider Electric als Partner des Joint Ventures Ionity seit 2017 erfolgreich. Aktuell werden mit den Kompaktstationen des Energiespezialisten bis Ende 2020 neue Schnellladestationen an 400 Standorten in ganz Europa aufgebaut. Der integrierte Trihal-Transformator erlaubt die parallele Mittelspannungsanbindung von bis zu sechs Schnellladepunkten (High Performance Charging) und liefert 350 kW für Ladesäulen.

Mehr Informationen dazu unter www.se.com/at


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