BPW-Antriebsachse für Fahrzeuge bis zu 7,5 Tonnen Gesamtgewicht mit 6.580 Nm Drehmoment an der Hinterachse und 84 kWh Batterieleistung. (Bild: Bergische Achsen Kommanditgesellschaft)

BPW nutzt BMW i Batterietechnologie für elektrischen LKW-Antrieb

Vom BMW zum LKW

Die BPW Bergische Achsen KG gibt anläßlich der IAA Nutzfahrzeuge die Zusammenarbeit mit BMW i für den Antrieb elektrischer Nutzfahrzeuge bekannt: BPW nutzt Batterietechnologie von BMW i für seine besonders leistungsstarke Antriebsachse, die für schwere Transporter und LKW bis 7,5 Tonnen Gesamtgewicht ausgelegt ist. Der Antrieb geht bereits ab Jahresanfang 2019 für die Umrüstung von MB Varios, beispielsweise im kommunalen Einsatz, in die Kleinserie. Ein Antriebskonzept für 26 Tonnen Gesamtgewicht ist bereits in Planung.

Elektromobilität ist eines der Top-Themen der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover (20. – 27. September) – als buchstäblich schwerwiegende Herausforderung gelten dabei vor allem die benötigten hohen Nutzlasten der Fahrzeuge.

Die BPW Gruppe entwickelt, produziert und vertreibt alles, was den Transport bewegt, sichert, beleuchtet und digital vernetzt. Im Bereich der Elektromobilität entwickelte die BPW Bergische Achsen KG deshalb eine elektrische Achse, die Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen Gesamtgewicht mit mächtigen 6.580 Nm Drehmoment an der Hinterachse antreibt und sogar nachgerüstet werden kann. Dabei koppelt BPW pro Fahrzeug zwei der aus dem BMW i3 bekannten Lithium-Ionen-Hochvoltsystemen zu einer Gesamtleistung von 84 kWh. Das Batterie-Management inklusive Verkabelung, Sensoren sowie das Heiz- und Kühlsystem stammen von BMW. Je nach gewünschter Reichweite können zusätzliche Batteriesysteme verbaut werden; ebenso werden je nach Einsatzzweck und Kundenanforderung verschiedene Ladesysteme angeboten.

Ab Anfang 2019 wird der BPW-Achsantrieb mit BMW i-Batterietechnologie erstmals in Serie gehen: Paul Nutzfahrzeuge, europäischer Marktführer bei Spezialfahrzeugen, startet auf dieser Basis den Umbau von schweren Transportern und leichten LKW von Diesel- auf Elektroantrieb. Weil schwere Komponenten wie Dieselmotor, Getriebe, Kardanwelle und Abgasreinigung dabei restlos entfernt werden, wird das Fahrzeug dabei dennoch nicht schwerer. Dies ermöglicht insbesondere Kommunen, teure Spezialfahrzeuge ihrer Stadtwerke, Polizei und Feuerwehr für viele weitere Jahre emissionsfrei und kosteneffizient zu nutzen. Aber auch Logistiker können von der gleichbleibenden Nutzlast der Elektrofahrzeuge profitieren.

Markus Schell, persönlich haftender geschäftsführender Gesellschafter von BPW: „Wir freuen uns, dass BMW i zu unserem leistungsstarken, achsintegrierten Antriebskonzept eine vielfach erprobtes und zuverlässiges Batteriesystem beisteuert. Der Achsantrieb ermöglicht nicht nur eine Integration in bestehende Plattformen, sondern bietet auch einen gewichtsneutralen Ersatz zu konventionellen Antrieben und damit eine Beibehaltung der maximalen Nutzlast.

(Quelle: Bergische Achsen Kommanditgesellschaft)


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