Bosch Geschäftsjahr 2017
2017 betrugen die Aufwendungen für »Forschung und Entwicklung« 7,3 Milliarden Euro. In den nächsten fünf Jahren will das Unternehmen rund 300 Millionen Euro in den Ausbau der Kompetenzen im Bereich künstlicher Intelligenz investieren. (Bild: Bosch)

Bosch Geschäftsjahr 2017:

Neue Wege für Mobilität und Umweltschutz

„Wie kein anderes Unternehmen können wir umfangreiche Vernetzungskompetenz mit breitem Branchen- und Produkt-Know-how kombinieren. Das ist das Alleinstellungsmerkmal von Bosch”, erklärte Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Bosch-Geschäftsführung, anlässlich der Bilanzpressekonferenz in Renningen. Insbesondere die Verbesserung der Lebensqualität sowie den Umwelt- und Klimaschutz sieht Denner als wesentliche Aufgaben für Bosch: „Unser Leitmotiv »Technik fürs Leben« motiviert uns, die bestmögliche Technik für den Umweltschutz zu entwickeln und einzusetzen. Wir wollen Menschen Mobilität und gleichzeitig gute Luftqualität ermöglichen.” Um den möglichst emissionsfreien Verkehr zu verwirklichen, investiert das Unternehmen deshalb hohe Summen sowohl in den Markterfolg der Elektromobilität als auch in die Weiterentwicklung des Verbrennungsmotors.

Elektrisches Fahren: Marktführerschaft im Blick

2017 hat das Unternehmen 20 Serienaufträge für elektrische Antriebssysteme im Wert von vier Milliarden Euro akquiriert. Von 2020 an erwartet Bosch den Massenmarkt für elektrisches Fahren und will dort führend sein. Am Serieneinsatz der Brennstoffzelle in Nutzfahrzeugen arbeitet Bosch gemeinsam mit dem amerikanischen Start-up Nikola Motor Company und dem chinesischen Hersteller von Nutzfahrzeug-Motoren Weichai Power. Neben dem Geschäft mit Komponenten setzt Bosch auch auf internetbasierte Services wie das kürzlich vorgestellte »system!e«, um die Alltagstauglichkeit des elektrischen Fahrens zu steigern.

Automatisiertes Fahren: Vom Komponenten- zum Systemgeschäft

Bereits für 2019 erwartet Bosch zwei Milliarden Euro Umsatz mit Fahrerassistenzsystemen. Der Absatz von Bosch-Radar- und Videosensoren soll um 40 Prozent zulegen. „Mit zunehmender Automatisierung steigt die technische Komplexität. Unsere Kunden werden künftig neben Komponenten verstärkt auch komplette Lösungen nachfragen. Auch hier profitieren wir von unserem System-Know-how”, erklärte Denner. Rund 4.000 Entwickler arbeiten am automatisierten Fahren. Das sind 1.000 mehr als noch im Jahr zuvor.

Vernetztes Fahren: Einstieg ins Geschäft mit Mitfahrservices

Großes geschäftliches Potenzial verspricht sich Bosch auch von der vernetzten Mobilität. Bereits 2022 soll das Marktvolumen bei weltweit 140 Milliarden Euro liegen. 2025 sollen weltweit mehr als 450 Millionen vernetzte Fahrzeuge unterwegs sein. Mit der Übernahme des US-Start-Ups Splitting Fares (SPLT) ist Bosch in den Markt für Mitfahrservices eingestiegen. SPLT und mehr als 20 weitere Mobilitätsdienste hat Bosch im neuen Geschäftsbereich »Connected Mobility Solutions« gebündelt. Dazu gehört auch der künftig auf Madrid erweiterte eScooter Sharing-Dienst »COUP«.

 

Weitere Informationen: bosch.at


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