Der neue Rekordhalter am Pikes Peak: Elektrisch, leicht und schnell. (Bild: Screenshot youtube Volkswagen USA News)

Alles elektrisch am Pikes Peak

I.D.R. – Der die Verbrenner verbrennt

Höhe am Ziel: 4.301 Meter, über 1.200 Höhenmeter, 19,9 km Strecke bergauf durch 156 Kurven – das sind die Eckdaten von Pikes Peak. Eine legendäre Bergstrecke in den Rocky Mountains, Magnet für Motorsportler aus der ganzen Welt. Doch nun machen sich auch die elektrischen Gefährte dort wichtig. Und wie.

Cedric Delnatte, Projektmanager für VW Motorsport in Hannover, kommt aus dem Schwärmen nicht heraus. Der Traum jedes Ingenieurs: Einen Sportwagen zu bauen, um einen Rekord zu brechen. Einen elektrischen Rekord. Am Pikes Peak. Ohne vorgegebenes Reglement. Quasi ein free ride.

Genau das hat Volkswagen mit dem I.D.R. verwirklicht. Grundidee war laut dem Franzosen ein möglichst leichtes Auto zu bauen, das dementsprechend schnell ist, maximalen Anpressdruck hat und dadurch schnell durch die Kurven geht. Und das gelang eindrucksvoll.

Das Monocoque der E-Rakete ist aus Carbon, der Rest des Chassis und der Aufhängung allerdings aus Alu und Stahl. Zwei Motoren vorne und hinten sorgen für den nahezu perfekten Antrieb, sie leisten 500 kW (670 PS). Auch bei der maximalen Geschwindigkeit stellte man die Ansprüche zugunsten der höheren Kurvengeschwindigkeit zurück.

Der elektrisch angetriebene VW I.D.R. stellte mit 7:57 Minuten einen neuen Streckenrekord beim legendären Bergrennen zum Gipfel des Pikes Peak im US-Bundesstaat Colorado auf. Damit pulverisierte der französische Fahrer Romain Dumas den 2013 aufgestellten Rekord von Sébastien Loeb um über 15 Sekunden. Schneller war auf der fast 20 Kilometer langen Serpentinenstraße in 102 Jahren kein anderer Rennwagen je zuvor…

Und ein Vorteil für die Konsumenten ist auch nicht zu verachten: Alle Neuerungen für Pikes Peak fließen auch künftig in die Serien-Weiterentwicklung ein.

Volkswagen USA News


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