Der Deutsche Wetterdienst sammelte Daten aus 20 Jahren um zu beobachten wo die mittlere Energieproduktion aus Wind und Sonne unter zehn Prozent der Nennleistung blieb. (Bild: Fotolia)

Vorhersagemodell optimiert Erzeugung von erneuerbaren Energien

Erneuerbare-Energien-Vorhersage

Durch Partnerschaft sollen fortschrittlichen Technologien bei Vorhersagemethoden und -modellen auf den Weg gebracht werden.

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Envision Energy, ein weltweit führender Anbieter von intelligenten Energielösungen, hat heute eine neue strategische Partnerschaft für Forschungsarbeit auf dem Gebiet der Erneuerbare-Energien-Vorhersage angekündigt.

Diese auf mehrere Jahre angelegte, wegbereitende Kollaboration zwischen Envision Energy, dem Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersagen (ECMWF), dem Met Office (nationaler Wetterdienst in Großbritannien) und der Universität Aarhus (BTECH CET) soll neue Methoden, Modelle und Technologien hervorbringen, um die Forschung auf dem Gebiet der Erneuerbare-Energien-Vorhersage voranzubringen.

Bei dieser Allianz geht es um die gemeinsame Arbeit an wissenschaftlichen Erkenntnissen auf dem Gebiet der Erneuerbare-Energien-Vorhersage, damit sich nachhaltige Energielösungen weltweit besser durchsetzen können. Envision sieht sich in der Pflicht, durch einen offenen und kollaborativen Ansatz und die Entwicklung fortschrittlicher Technologien zu einer nachhaltigen Zukunft beizutragen. Wir wollen dafür sorgen, dass eine saubere, bezahlbare und nachhaltige Energieversorgung Realität wird“, sagte Lei Zhang, Gründer und CEO von Envision.

Durch die Optimierung von Vorhersagemodellen lassen sich Energieressourcen besser abschätzen, und die Planbarkeit hinsichtlich der Einspeisung erneuerbarer Energien in das Stromnetz verbessert sich ebenfalls, wodurch die Stromgestehungskosten bei Wind- und Solarenergie gesenkt werden können. Mit ihrer Forschungsexpertise, ihren Supercomputing-Ressourcen, ihren Daten zur Wind- und Solarenergieerzeugung und ihren jeweiligen Ökosystemen wollen die Partner innovative neue Vorhersagemethoden und -modelle für erneuerbare Energien entwickeln und validieren.

Erik Andersson, Deputy Director of Forecasts am Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersagen, sagte: “Durch die Kombination von Technologie, Forschungserkenntnissen und Datenerhebung können die Partner bei diesem Gemeinschaftsprojekt die Erneuerbare-Energien-Vorhersage verbessern. Auf lange Sicht versetzt dies die Energieversorger in die Lage, regenerative Energiequellen besser zu verwerten. Diese Forschung wird den Nutzen der Ensemblevorhersage untermauern und die Akzeptanz von ECMWF-Wettervorhersagen im Erneuerbare-Energien-Sektor weiter verbessern. Davon profitieren Versorgungsbetriebe, Netzbetreiber und in erster Linie die Stromkunden.

Arwel Griffiths, Business Group Director beim Met Office, sagte: “Genauere Wind- und Solarvorhersagen bedeuten einen direkten Nutzen für die Energiewirtschaft, beispielsweise durch eine effizientere Nutzung der nationalen Netzinfrastruktur angesichts des weltweiten Vormarschs regenerativer Energiequellen. Durch die Kollaboration mit Envision, ECMWF und der Universität Aarhus kombinieren wir umfassende Markt-, Industrie und technische Expertise mit erstklassiger Wetter- und Klimaforschung, um das Angebot an Produkten und Dienstleistungen für alle Beteiligten zu verbessern.

Peter Enevoldsen, Assistant Professor an der Universität Aarhus (BTECH CET), kommentierte: “Aus dieser fächerübergreifenden Kollaboration zwischen führenden Vertretern aus Industrie, Technologie und Forschung sollten Vorhersagemethoden hervorgehen, die das Risiko von Instabilitäten des Stromnetzes sowie unberechenbaren Preisänderungen eindämmen und in letzter Konsequenz zu einer Senkung der Stromgestehungskosten bei Wind- und Solartechnologien führen. Darüber hinaus wird mit diesem Forschungsprojekt das Ziel verfolgt, hochmoderne wissenschaftlichen Ansätze zu entwickeln und zu realisieren, die den gesamten Energiesektor radikal transformieren und hoffentlich weitere fächerübergreifende Studien inspirieren.

In der ersten Phase der Forschungspartnerschaft wurde der Schwerpunkt auf die Optimierung der Vorhersagegenauigkeit bei der Wind- und Solarenergieerzeugung durch Modelle, Algorithmen und Supercomputing-Technologien auf dem Stand der Wissenschaft gelegt. In nachfolgenden Phasen wird an diese Arbeit angeknüpft, und es sollen zukunftsweisende Vorhersagemodelle für Stromnetze, E-Mobilität sowie optimiertes Energiemanagement für Gebäude, industrielle Mikronetze und Smart Citys entstehen.
Quelle: Presseportal.de


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