Der Deutsche Wetterdienst sammelte Daten aus 20 Jahren um zu beobachten wo die mittlere Energieproduktion aus Wind und Sonne unter zehn Prozent der Nennleistung blieb. (Bild: Fotolia)

Projekt um den Einsatz von Energien in Deutschland effizienter zu gestalten

Erneuerbare Energien effizienter einsetzen

Ein Ausbau der Erneuerbaren Energien zur Erreichung der Klimaschutzziele ist unabdingbar. Doch wie kann Energie aus Wind, Sonne und Biomasse effizienter und flexibler eingesetzt und in Gemeinden und Städten besser verwertet werden? Das von BMBF und BMWi geförderte Leuchtturmprojekt Quarree100 wird genau dieser Fragestellung nachgehen. Das im Rahmen der Förderinitiative “SolaresBauen / Energieeffiziente Stadt” mit 24 Millionen Euro geförderte Projekt wird am 26. Februar 2018 mit einer Auftaktveranstaltung in Heide, Schleswig-Holstein auf den Weg gebracht.

Zentraler Aspekt des Projektes ist die Erforschung und Umsetzung einer widerstands- und zukunftsfähigen Energieversorgung im Stadtquartier “Rüsdorfer Kamp” im Herzen der Dithmarscher Kreisstadt. Das Projekt knüpft direkt an einen integrierten Quartiersentwicklungsprozess an, in den Bürger, Stadtplaner, Energiefachleute sowie örtliche Unternehmen eingebunden sind. Die Projektpartner aus Heide, unter Führung der Entwicklungsagentur Region Heide, haben viele, der für eine erfolgreiche Umsetzung notwendigen Kernkompetenzen bei sich gebündelt. Gemeinsam mit weiteren hochkarätigen Projektpartnern aus Forschung und Wirtschaft legen sie das Augenmerk darauf, die regional erzeugte Windenergie ökonomisch und systemdienlich für das regionale Energiesystem einzusetzen – Wärme, Strom und Mobilität sollen mit der überschüssigen Windenergie gespeist werden. Sowohl technisch ausgereifte als auch neue Möglichkeiten der Sektorenkopplung und Speichertechnologien werden im Projekt erforscht, modelliert, weiterentwickelt und im Stadtquartier implementiert.

Die windenergiereiche Region an der Westküste Schleswig-Holsteins bietet dabei allerbeste Voraussetzungen: Mehr als 1,5 GW installierte Kapazität mit hoher Bürgerbeteiligung, ein dynamisch wachsendes Industrie- und Forschungscluster im Bereich der Wasserstoffbereitstellung, -logistik und -nutzung.

Wenn sich alles entwickelt, wie von den 22 Projektpartnern vorgesehen, werden hier neue Betreiber- und Geschäftsmodelle für Energieversorgung und Energiemanagement entstehen, die nicht nur die Attraktivität des Standortes Region Heide erhöhen, sondern auch nationale und internationale Nachahmer finden.
Quelle: Presseportal.de


Kommentar verfassen