Škoda plant, den Vision mit der Fähigkeit, induktiv zu laden auszustatten. (Bilder: obs / Skoda Auto Deutschland GmbH)

Škoda auf dem Genfer Auto-Salon:

Elektrisch, smart, innovativ und emotional

2019 markiert für Škoda einen besonderen Moment in der 124-jährigen Geschichte des Unternehmens: Der tschechische Autobauer startet in die E-Mobilität. In den kommenden vier Jahren investiert das Unternehmen rund zwei Milliarden Euro in alternative Antriebe und neue Mobilitätsdienste – die größte Investition in der Geschichte der Marke – und wird bis Ende 2022 zehn elektrifizierte Modelle einführen. Darüber hinaus baut der Automobilhersteller sein Angebot an neuen Mobilitätsdienstleistungen konsequent weiter aus. Beispiele sind die Carsharing-Plattform HoppyGo oder der Mobilitäts-und Sozialservice CareDriver. Das hohe Level der Vernetzung zwischen Fahrzeug, Fahrer und Umwelt erlaubt es, Škoda-Fahrzeuge auch in Smart-Home-Netzwerke einzubinden oder die Škoda Connect App über den Amazon-Sprachassistenten Alexa zu steuern. Auf dem Škoda-Stand in Genf können sich die Messebesucher multimedial unterstützt mit den Škoda-Mobilitätsdiensten vertraut machen und am User Experience Table einen Avatar erstellen.

Škoda Auto startet 2019 in die E-Mobilität

Im Jahr 2019 startet Škoda Auto in die E-Mobilität. Der Škoda Superb mit Plug-In-Hybridantrieb und der rein elektrische Škoda Citigo sind die ersten elektrifizierten Modelle des tschechischen Herstellers. 2020 folgt das erste Modell auf Basis des Modularen Elektrifizierungsbaukastens (MEB) des Volkswagen-Konzerns. Škoda investiert in den kommenden vier Jahren rund zwei Milliarden Euro in alternative Antriebe sowie neue Mobilitätsdienste – die größte Investition in der Geschichte der Škoda – und wird bis Ende 2022 zehn elektrifizierte Modelle einführen. Bernhard Maier, Vorstandsvorsitzender von Škoda, sagt: „In diesem Jahrstartet Škoda in die E-Mobilität – ein ganz besonderer Moment in der Geschichte des Unternehmens, das im nächsten Jahr sein 125-jähriges Jubiläum feiert. Los geht es mit dem Superb mit Plug-In-Hybrid-Antrieb und der vollelektrischen Version des Citigo. Bis Ende 2022 bringen wir über zehn teilweise oder vollständig elektrifizierte Modelle auf den Markt.“ Das Zeitalter der E-Mobilität beginnt in Kvasiny und Mladá Boleslav. In Kvasiny läuft 2019 die Produktion des ersten Plug-In-Hybridfahrzeugs der Marke an. Die rein elektrischen Škoda-Modelle auf Basis des MEB rollen ab 2020 im Stammwerk in Mladá Boleslav vom Band. Bis Ende 2022 wird Škoda insgesamt zehn Fahrzeuge einführen, die entweder als Plug-In-Hybrid oder rein elektrisch unterwegs sind. Die Konzeptstudie Vision iV ist der nächste Schritt von Škoda hin zu einem breit aufgestellten E-Mobilitäts-Anbieter. Škoda will beim Thema E-Mobilität Prioritäten setzen. Das Fahren mit einem elektrifizierten Škoda soll vor allem Spaß machen, außerdem bieten die einzelnen Modelle ein attraktives und emotionales Design, modernste Fahrerassistenzsysteme und umfangreiche Vernetzung. Großen Wert legt Škoda zudem auf eine hohe Reichweite und nicht zuletzt auf ein überzeugendes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Bernhard Maier, Vorstandsvorsitzender von Škoda, erläutert: „Wir bringen die E-Mobilität dann zu unseren Kunden, wenn sie wirklich simply clever ist und wir alle Vorteile ausspielen können, sprich: hohe Reichweiten, kurze Ladezeiten, flächendeckende Ladeinfrastruktur und vertretbare Preise. Und wir richten sie konsequent nach unseren drei Markenwerten »simplifying«, »surprising« und »human« aus: Für das bequeme Laden zu Hause zum Beispiel entwickeln wir in Zusammenarbeit mit dem Volkswagen-Konzern intuitiv bedienbare Wallboxen. Und für unterwegs gibt es die Škoda e-Charge Karte, mit der die Kunden ihr Auto europaweit an öffentlichen Ladepunkten schnell und einfach aufladen können. Damit begeistern wir möglichst viele Kunden für die E-Mobilität.“

Elektrische Zukunft der Marke

Die Škoda Vision iV gibt Ausblick auf elektrische Zukunft der Marke. Den emissionsfreien Antrieb der Škoda Vision iV übernehmen zwei Elektromotoren – einer an der Vorder- und einer an der Hinterachse. Dadurch wird die Vision iV zum Allradler, die Systemleistung von 225kW (306PS) wird je nach Anforderung verteilt. Das sorgt für dynamische und sichere Fahreigenschaften. Die maximale Reichweite beträgt bis zu 500 Kilometer im WLTP-Zyklus, die Batterie lässt sich in 30 Minuten auf 80 Prozent ihrer Speicherkapazität aufladen. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 180 km/h. Dank des jederzeit verzögerungsfrei zur Verfügung stehenden maximalen Drehmoments erreicht die Vision iV Tempo 100 aus dem Stand bereits nach 5,9 Sekunden. Ein Zwischenspurt von 80 auf 120 km/h dauert weniger als vier Sekunden. Die Studie kann sich mit Laserscannern, Radarsensoren und Kameras perfekt orientieren, in entsprechenden Situationen fährt sie autonom oder parkt selbstständig. Eine umfassende Vernetzung ermöglicht die direkte Kommunikation mit anderen Verkehrsteilnehmern, Fahrzeugen und Infrastruktursystemen. Das Infotainmentsystem der neusten Generation bietet Zugriff auf zahlreiche mobile Onlinedienste von Škoda, zudem beherrscht es Gesten und natürliche Sprachsteuerung und bindet auch Smartphones von Fahrer und Beifahrer ins Bedienkonzept ein. Per digitalem Schlüssel lässt sich die Vision iV per Smartphone öffnen und starten. Außerdem überwacht die Studie die Herzfrequenz des Fahrers. So sorgt sie für zusätzliche Sicherheit und bremst notfalls automatisch bis zum Stillstand ab.

Fokus auf Dynamik und Raumgefühl

Das reduzierte Design der Vision iV verdeutlicht, wie einfach die Bedienung der Elektrofahrzeuge im Alltag von der Hand geht. Sportliche und dynamische Linien stehen für Fahrspaß, das großzügige Raumgefühl zeichnet die Konzeptstudie als echten Škoda aus. Neue Akzente setzen im Interieur die Anordnung von Instrumententafel und Mittelkonsole in verschiedenen Lagen und Ebenen sowie ein scheinbar frei schwebender zentraler Bildschirm. Oliver Stefani, Leiter Škoda Design, erklärt: „Das markante Gesicht dieser Konzeptstudie mit der Lichtleiste verleiht ihr einen sehr modernen Look und unterstützt ihren starken, selbstbewussten Auftritt.“ Die Škoda Vision iV ist 4.665 Millimeter lang, 1.926 Millimeter breit und 1.613 Millimeter hoch, der Radstand beträgt 2.765 Millimeter. Die Studie ist in Ultra Yellow lackiert, einer mehrschichtigen Farbe, die organische Goldpigmente enthält und so den Eindruck eines Farbverlaufs vermittelt. Ergänzt wird die schimmernde Oberfläche durch matte anthrazitfarbene Elemente, die der Studie einen robusten, modernen Look verleihen. Das Design der Škoda Vision iV kombiniert eine athletisch gezeichnete Karosserie und kräftig ausgestellte Kotflügel mit einer coupéhaften, fließenden Dachlinie. Die Seitenansicht prägt eine Tornadolinie, die Front und Heck verbindet. Sie betont die klaren Flächen der ohne Griffe gestalteten Türen, die sich bei Berührung automatisch öffnen – die gegenläufigen hinteren Türen sogar elektrisch. Statt klassischer Außenspiegel kommen Kameras zum Einsatz, die eine 180-Grad-Ansicht in den Innenspiegel projizieren. Die aerodynamisch optimierten 22-Zoll-Räder wirken offen und leicht. Je eine Speiche jeder Felge trägt einen beleuchteten Škoda-Schriftzug.

Kristalline Form und minimalistisches Design

Die Front prägt eine Neuinterpretation des typischen, breit abgedeckten ŠKODA Grills mit feinen vertikalen Rippen und kristallinen, beleuchteten Strukturen. Eine auffällige horizontale Lichtleiste im oberen Bereich des Grills verbindet die pfeilförmigen Hauptscheinwerfer, die in innovativer LED-Matrix-Technik erstrahlen. Die Scheinwerfer erinnern an drei Glassteine und verfügen markentypisch über weitere kristalline Elemente. Markante große Lufteinlässe in der Frontschürze unterstreichen den sportlichen Auftritt. Die klar modellierte, kurze Fronthaube trägt ein beleuchtetes Škoda-Logo aus Kristall. Die lange Fahrgastzelle lässt bereits von außen die großzügigen Platzverhältnisse im Innenraum erahnen. Das Kofferraumvolumen beläuft sich auf 550 Liter. Am kräftigen Heck finden sich aerodynamische Abrisskanten sowie kristalline LED-Rückleuchten. Sie interpretieren die Škoda-typische C-Form neu und betonen zusammen mit einem Leuchtstreifen über dem Heckdiffusor die Breite des Fahrzeugs. Ein weiterer Blickfang an der flach auslaufenden, elektrisch bedienbaren Heckklappe ist der Škoda-Schriftzug, dessen einzelne Buchstaben rot leuchten. Oliver Stefani erläutert: „Das reduzierte Design, das auch die Kameras anstelle der Außenspiegel oder die fehlenden Türgriffe unterstreichen, steht symbolisch für die einfache Bedienung unserer Elektrofahrzeuge.“

Neu gestaltetes Lenkrad und drehbare Sitze

In einem neuen Design präsentiert sich auch das Lenkrad der Vision iV. Es kommt mit zwei Speichen aus und trägt statt des gewohnten Škoda-Logos jetzt den Škoda-Schriftzug in Einzelbuchstaben, darunter zitiert eine Metallspange die Fahrzeugfront. Tasten und besonders wertig ausgeführte, scheinbar schwebende Knöpfe am Lenkrad verbinden edles Design und einfache Bedienbarkeit. Die Fahrprofilauswahl erfolgt vom Lenkrad aus, damit liegen alle Bedienelemente zentral beisammen und sind für den Fahrer einfach zu erreichen. Auch die besonders leichten, drehbaren Sitze tragen zum luftigen Raumgefühl bei. Die Sitzflächen sind aus der künstlichen Velourlederalternative Dinamica gefertigt, die ohne tierische Bestandteile auskommt und deren Perforation goldschimmernde Akzente zeigt. Dinamica besteht zu einem Teil aus recycelten Polyesterfasern wie sie beispielsweise in T-Shirts oder PET-Flaschen verwendet werden. Recycelte Polyesterfasern reduzieren den CO2-Ausstoß während der Produktion um rund 80 Prozent, verglichen mit dem Produktionsprozess bei herkömmlichen Materialien. Die Rückenlehnen sind mit einem Material aus veganen Vinylfasern bezogen, während die Sitzeinlagen eine perforierte Oberfläche mit goldenen Akzenten tragen. Der Fußraum ist mit Tuftfußmatten aus reiner Wolle ausgelegt, die biologisch abbaubar sind.

Für den Innenraum verspricht Skoda eine ganze Menge an Innovationen.

Innovative Technologien für Sicherheit und Komfort

Die Vision iV verbessert mit innovativen Technologien sowohl Sicherheit als auch Komfort der Passagiere. Sie ist mit verschiedenen Laserscannern, Radarsensoren und Kameras ausgerüstet, um sich in ihrer Umgebung orientieren und auf ihr Umfeld reagieren zu können. Zudem ermöglicht eine umfassende Vernetzung der Konzeptstudie den direkten Austausch mit anderen Verkehrsteilnehmern, Fahrzeugen und Infrastruktursystemen. So ist die Vision iV in der Lage, in entsprechenden Situationen autonom zu fahren oder selbstständig zu parken. Škoda bietet in der Vision iV Technologien für ein neues Level an Sicherheit und Komfort. Eine umfassende Vernetzung ermöglicht die Kommunikation mit anderen Verkehrsteilnehmern, Fahrzeugen und Infrastruktureinrichtungen wie Verkehrsleitzentralen und kann dadurch auf das Geschehen im Straßenverkehr schneller und präziser reagieren. Zudem unterstützen zahlreiche Assistenten die Vision iV, wenn der Fahrer entweder selbst steuert oder autonom fahren und parken lässt. Moderne Laserscanner und Radarsensoren ermöglichen es, das Umfeld genau zu erfassen. Die Datenverarbeitet dabei eine leistungsfähige Recheneinheit mit höchster Prozessorkapazität. Assistenzsysteme wie der Stauassistent arbeiten daher besonders präzise und zügig. Das Konzeptauto ermöglicht autonomes Fahren auf Level 3. Das bedeutet, es kann beispielsweise auf Autobahnen die komplette Steuerung übernehmen. Die Systeme regeln dabei Überholvorgänge und Ausweichmanöver, geben Gas und bremsen. In Gefahrensituationen wird der Fahrer aufgefordert, innerhalb einer definierten Zeit das Lenkrad wieder zu übernehmen. Ab Level 3 kommunizieren Fahrzeuge auch selbstständig mit anderen Fahrzeugen und tauschen sich dabei über potenzielle Gefahren aus. Die Škoda Vision iV kann darüber hinaus bereits mit der jeweiligen Infrastruktur kommunizieren.


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