Kleiner Sensor macht Häuser smarter
Erweiterung der bestehenden ERP- und WMS-Installation (Bild: Fotolia)

illwerke vkw und University of Cambridge starten Blockchain-Projekt

Die Blockchain für die Energiewirtschaft

Einen Monat lang ist ein interdisziplinäres Team der Judge Business School der University of Cambrige zu Gast in Bregenz, dem Hauptstandort des Vorarlberger Energiedienstleisters illwerke vkw. Das Ziel: Gemeinsam mit dem Innovation Lab des Energieversorgers ein zukunftsfähiges Blockchain-Projekt zu entwickeln.

Bereits seit zwei Jahren arbeitet illwerke vkw in mehreren Projekten mit der neuen Blockchain-Technologie, der Experten eine wesentliche Rolle in der Energiewirtschaft der Zukunft vorhersagen. Eine Blockchain ist ein dezentral organisiertes, online vernetztes und öffentliches Register – am ehesten vergleichbar mit einem öffentlichen Kassenbuch. Weil dieses Kassenbuch chronologisch linear erweitert wird, entsteht eine Kette (Chain) von Datenblöcken. Jeder Eintrag in diesem Kassenbuch ist eindeutig nachvollziehbar, an mehreren Orten abgelegt und mit dem vorherigen Eintrag verknüpft. Das macht Betrug nahezu unmöglich und einen Mittelsmann bei einer Transaktion zukünftig überflüssig. Der hohe Sicherheitsstandard, simple und transparente Abläufe machen die Technologie in vielen Lebensbereichen interessant. Als bestes Beispiel gilt die so genannte Kryptowährung Bitcoin, die auf der Blockchain basiert.

„Neue Technologien miteinbeziehen“

Wir sind im Bereich Blockchain bereits sehr aktiv. Von der Kooperation mit Cambridge erwarten wir uns wertvollen Input und Know-how im Bereich der Methodik. Es geht darum, als innovatives Unternehmen am Puls der Zeit zu sein und neue Technologien vom Start weg miteinzubeziehen. Diese Vorgehensweise hat sich bereits vielfach in anderen Bereichen – wie etwa der Elektromobilität – ausgezahlt. Als Pioniere in diesem Bereich profitieren wir auch heute noch vom Technologievorsprung“, so illwerke vkw Vorstandsmitglied Helmut Mennel.

Das international besetzte Team aus Cambridge besteht aus fünf Mitgliedern. Die Wissenschaftler stammen aus Brasilien, den USA, Deutschland, den Philippinen und Indien und verfügen über Erfahrung in unterschiedlichsten Disziplinen. „Wir freuen uns auf einen intensiven Austausch und die Arbeit an unserem gemeinsamen Projekt. Wir sind überzeugt davon, dass wir in der Zeit hier bei illwerke vkw ein außergewöhnliches Projekt auf den Weg bringen werden“, so J. Luiz de Andrade, Business-Experte aus Brasilien.

Im Rahmen des Projekts „Gridchain“ hat illwerke vkw bereits bewiesen, dass das Konzept funktioniert. Bei diesem Pilotprojekt geht es konkret um den Energiewirtschaftlichen Datenaustausch zwischen Übertragungsnetz- und Verteilnetzbetreibern. Zukünftig können diese Prozesse mittels Blockchain abgebildet werden.
Quelle: APA


Kommentar verfassen