Bild: Ford-Werke GmbH

CO2-Reduktionsziel früher erreicht

Im Rahmen seines 19. Nachhaltigkeitsberichtes gab Ford bekannt, seine ursprünglich für 2025 vorgesehenen Ziele zur Reduzierung von CO2-Emissionen in der Fertigung bereits acht Jahre früher als geplant erreicht zu haben. Im Jahr 2010 kündigte der Automobilhersteller an, die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2025 um 30 Prozent pro hergestelltem Fahrzeug reduzieren zu wollen.

Der Autobauer erreichte das Ziel doppelt so schnell wie erwartet. An den weltweiten Standorten wurden in der Zeit von 2010 bis 2017 die CO2-Emissionen insgesamt um mehr als 3,4 Tonnen reduziert, dies entspricht dem jährlichen Kohlendioxid-Ausstoß von mehr als 728.000 Personenkraftwagen.

Wir sind stolz auf die Arbeit aller Beteiligten, die zur Erreichung unserer Unternehmensziele beigetragen haben“, sagte Bruce Hettle, Group Vice President, Manufacturing and Labor Affairs, Ford Motor Company. “Wir haben zahlreiche Verbesserungen in unseren Produktionsbetrieben vorgenommen, angefangen bei der Beleuchtung bis hin zur Konsolidierung von Anlagen. Alle Maßnahmen zusammen haben dazu beigetragen, unseren ökologischen Fußabdruck deutlich zu mindern“.

Ford hat unterschiedliche Energiesparmaßnahmen und Effizienzsteigerungen in den Fertigungsstätten verwirklicht, beispielsweise durch die Installation von mehr als 100.000 LED-Leuchten sowie die Modernisierung von Prozessen bei der Fahrzeuglackierung.

Das Fahrzeuglackieren verbraucht große Mengen an Energie“, sagte Andy Hobbs, Director, Environmental Quality Office, Ford Motor Company. “Die Einführung einer Technologie, die einen Nass-auf-Nass-Farbauftrag ermöglicht und Trockenöfen überflüssig macht, hat den Energieverbrauch bei gleichbleibender Qualität deutlich reduziert“.

Minimalmengenschmierung ist eine weitere Technologie zur Reduzierung des Energiebedarfs. Dabei wird ein Bearbeitungswerkzeug mit einer sehr geringen Menge an Öl geschmiert, das in Form eines fein zerstäubten Nebels direkt auf die Werkzeugspitze gesprüht wird, anstelle einer vormals üblichen großen Menge an Kühl- und Schmiermittel.

Neues Ziel: Konzentration auf erneuerbare Energien

Wir werden uns auch weiterhin ambitionierte Ziele setzen, und wir werden innovative Praktiken entwickeln, um diese Ziele zu erreichen“, sagte Hettle. “Unsere Strategie sieht vor, zunehmend erneuerbare Energien zu nutzen, bei gleichzeitiger Steigerung der Effizienz unserer Standorte“.

Ford konzentriert sich natürlich auch weiterhin auf die Reduzierung der CO2-Emissionen von Fahrzeugen, auch im Einklang mit dem Pariser Klimaabkommen. Das Unternehmen stellt die Weichen für die Zukunft und investiert 11 Milliarden US-Dollar, um bis 2022 insgesamt 40 Hybrid- und rein batterie-elektrische Fahrzeugmodelle auf die Straße zu bringen.

Mobilitäts-Lösungen

Im Jahr 2018 startete Ford ein bahnbrechendes Programm in Jeddah, Saudi-Arabien: Mithilfe der Effat University wurde ein Programm mit dem Namen »Driving Skills for Life For Her« ins Leben gerufen. Nach dem königlichen Dekret, das Verbot für Frauen, einen Führerschein im Land zu erwerben, aufzuheben, bietet Ford ein kostenloses Fahrsicherheitstraining speziell für Frauen an. Mehr als 250 Studentinnen nahmen daran teil.

Elektrifizierung

In Zusammenarbeit mit der BMW Group, der Daimler AG und dem Volkswagen Konzern mit Audi und Porsche ist Ford einer der Gründer von Ionity, einem europaweiten Joint Venture zur Entwicklung eines Schnellladesystems für Elektrofahrzeuge. Ziel von Ionity ist es, bis 2020 an europäischen Schlüsselstandorten 400 Schnellladestationen mit einer Ladekapazität von 350 kW zu errichten. Dies ermöglicht eine deutliche Reduzierung der Ladezeiten gegenüber bestehenden Systemen. Der Aufbau von 20 Stationen in mehreren europäischen Ländern begann bereits im Jahr 2017. Die erste Ladestation in Deutschland wurde 2018 in Betrieb genommen. Diese Bemühungen werden die Einführung von Elektrofahrzeugen unterstützen, die viel Potenzial für die Reduzierung von CO2-Emissionen haben.

Produkte und Standorte

Zusätzlich zum ehrgeizigen Ziel des Unternehmens, die Treibhausgas-Emissionen im Bereich der Fertigung um 32 Prozent zu reduzieren, produziert Ford bereits rund 300 Fahrzeugteile aus nachwachsenden Rohstoffen. Acht nachhaltige Materialien kommen bislang zum Einsatz: Soja, Weizen, Reis, Rizinus, Kenaf (Hibiskus), Zellstoff aus Bäumen, Jute und Kokosnuss. Durch weniger Energieverbrauch, weniger Abfall und reduzierte Nutzung fossiler Brennstoffe hat das Unternehmen seit 2011 eine CO2-Reduktion von etwa 100 Millionen Kilogramm erreicht, das entspricht der jährlichen Kohlenstoffbindung von vier Millionen Bäumen in Australien.

Soziales Engagement

Ford ist weltweit bestrebt, sich sozial zu engagieren. Im Jahr 2017 wurden über den Ford Motor Company Fund Spenden in Höhe von insgesamt 63 Millionen US-Dollar gewährt. Beschäftigte und Pensionäre in 40 Ländern leisteten mehr als 237.000 ehrenamtliche Stunden in mehr als 1.700 gemeinnützigen Projekten. Ford- und Lincoln-Händler steuerten außerdem mehr als 110 Millionen US-Dollar sowie 50.000 Arbeitsstunden bei, zum Beispiel für Katastrophenhilfe und gemeinnützige Zwecke in den Gemeinden, in denen sie tätig sind.

Quelle: Presseportal.de


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