KTM Adaptive Cruise Control Demonstration
KTM führt Adaptive Cruise Control und Blind Spot Detection bei künftigen Modellen ein: Beide Funktionen sind noch im Entwicklungsprozess und nutzen eine Sensortechnologie, um eine Front- oder Heckkollision zu erkennen und zu verhindern. (Copyright: Chippy Wood)

Adaptive Cruise Control und Blind Spot Detection bei künftigen Modellen:

Verbesserung der Sicherheit von Motorrädern

KTM hat als erster Motorradhersteller sein Engagement für mehr Sicherheit für Motorradfahrer und Unfallvermeidung unter Beweis gestellt. Beide Funktionen sind noch im Entwicklungsprozess und nutzen eine Sensortechnologie, um eine Front- oder Heckkollision zu erkennen und zu verhindern. Die Prototypen wurden auf einer modifizierten KTM 1290 Super Adventure S einer ausgewählten Mediengruppe vorgestellt, bevor sie am 2. Mai im ÖAMTC-Fahrtechnikzentrum in Marchtrenk, Österreich, live vorgeführt wurden.

Die Adaptive Cruise Control (ACC) ist nicht als Notbremssystem ausgelegt, sondern kommt zum Einsatz, wenn die Geschwindigkeitsregelanlage des Motorrads oberhalb einer gewissen Geschwindigkeit verwendet wird. Das System kann ein vorausfahrendes Fahrzeug in der Größe eines Motorrads und darüber erkennen und betätigt automatisch das Gas und – falls erforderlich – auch leicht die Vorderradbremse, um einen Abstand von zwei Sekunden einzuhalten.

Die endgültige Version des Systems befindet sich noch in der Entwicklung, und wird es dem Fahrer ermöglichen, den Abstand und die Geschwindigkeit anzupassen. Es wird erwartet, dass ACC in einer solchen Situation schneller als jeder Fahrer reagieren kann.

Der »tote Winkel« wird beim Motorradfahren in der Regel durch einen langen, nach hinten gerichteten Blick kontrolliert, der bei starkem Verkehr gefährlich sein kann. Blind Spot Detection (BSD) stellt bei solch anspruchsvollen Fahrbedingungen oder während einer besonders langen Fahrt ein weiteres Augenpaar zur Verfügung. BSD arbeitet mit einem Kurzstreckenradar: Der Fahrer wird durch eine visuelle Warnung auf dem TFT-Display sowie durch die im Rückspiegelglas integrierten superhellen LEDs, die ebenfalls durch ein akustisches Signal verstärkt werden, auf das Potenzial eines unbemerkten Heckaufpralls aufmerksam gemacht – etwa beim Spurwechsel.

Diese neuen Funktionen werden ab Modelljahr 2021 in den neuen Elektronikpaketen bestimmter KTM-Modelle enthalten sein. Diese Technologie wird auch in Zukunft weitere, bereits in der Entwicklung befindliche, sensorbasierte Systeme ermöglichen.

Gerald Matschl, Vice President für KTM Forschung & Entwicklung demonstrierte den Journalisten die Wirksamkeit dieser Systeme persönlich, indem er die KTM 1290 Super Adventure S fuhr, ohne den rechten Arm und das rechte Bein auf den Bedienelementen der Maschine zu haben und erklärte danach: „Als Unternehmen setzt sich KTM dafür ein, die Sicherheit der Fahrer zu verbessern und Unfälle zu reduzieren. Mehr Entwicklungsarbeit und viele tausend Kilometer auf echten Straßen werden noch in diese Systeme gesteckt werden, bevor wir sie bei Serienmotorrädern einsetzen können. Sie kommen aber in naher Zukunft und wir sind sicher, dass sie einen wesentlichen Unterschied machen werden”.

KTM PR Manager (Street), Luke Brackenbury sagte: „Wenn es darum geht, bei KTM elektronische Fahrhilfen für unsere Sportmotorräder einzusetzen, war es schon immer derselbe Ansatz, Funktionen anzubieten, die dem Fahrer helfen, sein Motorrad zu steuern, ohne die Freude am Fahren zu verlieren. Die Verbesserung der Sicherheit für Motorradfahrer ist Teil unserer Verantwortung als Hersteller und KTM hat dies in der Vergangenheit als erstes Unternehmen bewiesen, das seit dem Jahr 2014 mit der KTM 125 Duke zweikanaliges ABS serienmäßig auf einer 125ccm-Maschine anbietet, im selben Jahr wie die Einführung der wegweisenden Kurven-ABS-Funktion. Mit ACC und BSD wollen wir das Motorradfahren noch sicherer machen.”

Als »Technologieführer« im Motorradbereich bietet KTM derzeit eine breite Palette an führenden elektronischen Fahrhilfen für den Großteil des Street-Sortiments des Modelljahres 2018 an. Das Ziel solcher Systeme ist es, entweder die Sicherheit des Fahrers zu verbessern oder den Fahrspaß zu erhöhen.

Auf der neuen KTM 790 Duke und allen mit dem 1290er-Motor angetriebenen Maschinen sind schräglagenabhängig regelnde Systemen zu finden, die neben der Motorschlupfregelung (MSR) und der mehrstufigen Traktionskontrolle auch die Motorrad-Stabilitätskontrolle (MSC) mit der »revolutionären« Kurven-ABS-Funktion beinhalten. Bei einigen Modellen wird eine semi-aktive Federung zusammen mit Hill Hold Control (HHC), Automatic Turn Indicator Reset (ATIR), Quickshifter+ und Kurvenlicht angeboten.

Weitere Informationen:

www.ktm.com/de-int/techguide2018

Blind Spot Detection System

Der »tote Winkel« wird beim Motorradfahren in der Regel durch einen langen, nach hinten gerichteten Blick kontrolliert, der bei starkem Verkehr gefährlich sein kann. Blind Spot Detection (BSD) stellt bei solch anspruchsvollen Fahrbedingungen oder während einer besonders langen Fahrt ein weiteres Augenpaar zur Verfügung. (Copyright: Chippy Wood)


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