Österreichischer Strompreisindex auf höchstem Stand seit Juli 2015. Bild: Österreichische Energieagentur

Strompreis in Österreich im Februar 2018 um 19% teurer als 2017

Strompreis steigt wieder

Der Österreichische Strompreisindex (ÖSPI) steigt im Februar das fünfte Monat in Folge: Lag der ÖSPI im Jänner 2018 noch um 2,2 % höher als im Vormonat Dezember, so steigt er im Februar 2018 mit 2,6 % so stark wie zuletzt im April 2017 (+3,3 %). Damit befindet er sich auf dem höchsten Stand seit Juli 2015.

Im Jahresvergleich gibt es von Jänner auf Februar nur geringe Veränderungen. Die Strom-Großhandelspreise liegen im Februar 2018 um 19 % über dem Vorjahresmonat. Im Jänner betrug der Preisabstand zum Vorjahr 20,3 %.

Der ÖSPI erreicht im Februar 2018 somit 64,38 Punkte (Basisjahr 2006 = 100). Der Grundlastpreis (Index 66,89 Punkte) steigt gegenüber dem Vormonat um 2,6 % und im Jahresvergleich um 19,3 %. Der Spitzenlastpreis (Index 59,04 Punkte) weist im Monatsvergleich ein Plus von 2,4 % und im Jahresvergleich von 18,3 % auf.

Methodik

Der ÖSPI wird nach einer standardisierten Methode und auf Basis der Notierungen an der Energie-Börse EEX (European Energy Exchange) in Leipzig berechnet. Grundlage des ÖSPI sind die Marktpreise für Strompreis-Futures der kommenden vier Quartale. Sie sind gleichzeitig ein Indikator für die zu erwartende Entwicklung des Strompreises. Konkret werden neben den Werten für Grundlast, also der regelmäßigen, bandförmigen Stromlieferung auch die Werte für Spitzenlast zur Berechnung herangezogen.
Der ÖSPI zeigt an, um wie viel Prozent sich der Einkaufspreis für Strom im kommenden Monat gegenüber der Basisperiode, dem Vormonat und dem Vorjahr auf Grundlage eines fiktiven Beschaffungsverhaltens verändert. Der Durchschnitt der Strompreise aus dem Jahr 2006 ist die Ausgangsbasis für den Strompreisindex. Der ÖSPI bildet nur die reine Energiekomponente ab. Der Gesamtpreis für Strom teilt sich beim Endkonsumenten mit knapp 40 % auf die Energiekomponente und zu 60 % auf Netzgebühren, Steuern und Abgaben auf. Weitere Faktoren, die den Strompreis beeinflussen – wie beispielsweise die Beschaffungsstrategien der Energieversorger – werden im ÖSPI nicht berücksichtigt. Ein Steigen bzw. Fallen des ÖSPI lässt daher nur eine entsprechend geringere Erhöhung bzw. Senkung des gesamten Strompreises erwarten. Mit dem ÖSPI kann keine Aussage getroffen werden, wie die Energieanbieter ihre Preise gegenüber den Endkunden tatsächlich gestalten.
Quelle: Österreichische Energieagentur


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