(Bild: Österreichische Energieagentur)

Österreichischer Strompreisindex auf höchstem Stand seit August 2012

Strom im Großhandel

Wien, 16. Jänner 2019 – Der Österreichische Strompreisindex (ÖSPI) steigt auch im Februar weiter. Insgesamt befindet er sich damit auf dem höchsten Stand seit August 2012. Gegenüber dem Vormonat Jänner beträgt der Anstieg 4,2 %. Im Vergleich zum Februar des Vorjahres liegt der ÖSPI um 48,6 % höher. Bezogen auf das Basisjahr (2006 = 100) erreicht der ÖSPI für den Februar 2019 einen Indexstand von 95,7Punkten.

Der Grundlastpreis (Index 100,1 Punkte) steigt gegenüber dem Vormonat um 4,2 % und im Jahresvergleich um 49,7%. Der Spitzenlastpreis (Index 86,28 Punkte) weist im Monatsvergleich ein Plus von 4,2 % und im Jahresvergleich ein Plus von 46,1 % auf.

Der ÖSPI erfasst nur das Produkt Strom (Strom-Großhandelspreise) und berücksichtigt keine Netzgebühren, Steuern oder Abgaben. Der Gesamtpreis für Strom teilt sich beim Endkonsumenten mit knapp 40 % auf die Energiekomponente und zu 60 % auf Netzgebühren, Steuern und Abgaben auf.

Methodik

Der ÖSPI wird nach einer standardisierten Methode und auf Basis der Notierungen an der Energiebörse EEX (European Energy Exchange) in Leipzig berechnet. Grundlage des ÖSPI sind die Marktpreise für Strompreis-Futures der kommenden vier Quartale. Sie sind gleichzeitig ein Indikator für die zu erwartende Entwicklung des Strompreises. Konkret werden neben den Werten für Grundlast, also der regelmäßigen, bandförmigen Stromlieferung, auch die Werte für Spitzenlast zur Berechnung herangezogen.
Der ÖSPI zeigt an, um wie viel Prozent sich der Einkaufspreis für Strom im kommenden Monat gegenüber der Basisperiode, dem Vormonat und dem Vorjahr auf Grundlage eines fiktiven Beschaffungsverhaltens verändert. Der Durchschnitt der Strompreise aus dem Jahr 2006 ist die Ausgangsbasis für den Strompreisindex. Der ÖSPI bildet nur die reine Energiekomponente ab. Der Gesamtpreis für Strom teilt sich beim Endkonsumenten mit knapp 40 % auf die Energiekomponente und zu 60 % auf Netzgebühren, Steuern und Abgaben auf. Weitere Faktoren, die den Strompreis beeinflussen – wie beispielsweise die Beschaffungsstrategien der Energieversorger – werden im ÖSPI nicht berücksichtigt. Ein Steigen bzw. Fallen des ÖSPI lässt daher nur eine entsprechend geringere Erhöhung bzw. Senkung des gesamten Strompreises erwarten. Mit dem ÖSPI kann keine Aussage getroffen werden, wie die Energieanbieter ihre Preise gegenüber den Endkunden tatsächlich gestalten.

Quelle: Österreichische Energieagentur


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