Daimler Truck:

Produktionsstart des ersten Serien-Elektro-LKW

von Moritz Hell

Wörth am Rhein – Im größten Montagewerk von Mercedes-Benz LKW herrscht ab sofort Hochspannung! Denn seit vergangenem Donnerstag wird in Wörth am Rhein der erste rein elektrisch angetriebene Mercedes-LKW in Serie produziert. Die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerien Daniela Schmitt sowie Karin Rådström, Vorstandsmitglied der Daimler Truck AG, eröffneten die neue Produktionslinie für das eActros genannte Modell und gaben damit den Startschuss für die Serienproduktion des Mercedes-Benz eActros.

Landeswirtschaftsministerin Schmitt kommentiert den notwendigen Schritt in Richtung eines CO2-neutralen Transports: „Mit dem Start der Serienproduktion des eActros fügt Daimler seiner Erfolgsgeschichte in Rheinland-Pfalz einen weiteren großen Meilenstein hinzu. Es ist, wie ich finde, ein starker Vertrauensbeweis in den Standort Wörth und ein ganz wichtiges Signal für die Zukunft der Mobilität im Nutzfahrzeugbereich. Wir wollen dabei eine moderne und vielseitige Verkehrspolitik verfolgen. Und so setzen wir auf neue Technologien: alternative Antriebe, auf autonomes Fahren und eine gut ausgebaute und bedarfsgerechte Infrastruktur. Und es ist mir sehr wichtig, auch an der Stelle Daimler Truck an unserer Seite zu wissen.“

Alles auf einem Band – unabhängig von der Antriebsart

Herzstück der eActros-Serienfertigung ist das neue Future Truck Center auf dem Werksgelände. Dort werden die Fahrzeuge elektrifiziert, sprich die Hochvoltbatterien und weitere Hochvoltkomponenten montiert, unter anderem die Ladeeinheit. Sie bildet die Schnittstelle, durch die die Fahrzeugbatterie mit der Ladestation verbunden wird. Bevor der eActros aber ins Future Truck Center kommt, wird er auf der bereits bestehenden Montagelinie flexibel neben den LKW mit konventionellen Antrieben gefertigt. Grundsätzlich sollen alle Fahrzeuge auf einem Band gebaut werden. Und zwar unabhängig davon, ob ein konventioneller Verbrennungsmotor oder ein elektrischer Antriebsstrang eingebaut wird, erläutert Dr. Andreas Bachhofer, Leiter Standort und Produktion im Mercedes-Benz Werk Wörth:

„Wir haben eine große Mannschaft, die bereits geübt ist in der Erzeugung der notwendigen Qualität, die wir für uns als Marke an der Stelle für sehr wichtig halten. Und wir wollten diese Mitarbeiter einbinden in das, was wir jetzt hier mit den neuen Produkten machen. Von daher sind einige Komponenten in dem Fahrzeug voll integriert in unsere Fertigung. Wir haben jetzt ein voll flexibles Fertigungskonzept, sodass wir einerseits neben den Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor jetzt auch gleichzeitig die Fahrzeuge mit Elektromotor verbauen können. Von daher wird uns das sicherlich auch noch einige Jahre so begleiten. Und auch aus dem Grund heraus, dass es sicherlich sinnvoll ist, das integriert auf einer Linie machen zu können, um entsprechend flexibel in die eine oder andere Richtung reagieren zu können.“

Aus den neuen Produktionsprozessen ergeben sich natürlich auch neue Anforderungen für die Belegschaft. So haben sich am standorteigenen Aus- und Weiterbildungszentrum in Wörth bis zum heutigen Tag über 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Umgang mit Hochvolt-Fahrzeugen und Hochvolt-Komponenten weiterqualifiziert und sich die notwendigen Kompetenzen für die Montage elektrisch angetriebener LKW angeeignet.

Ängste nehmen

„Ich glaube, es war ein ganz großer Schritt, denn Elektrifizierung ist immer etwas, was aufgrund der hohen Spannungen, die wir dort haben, durchaus etwas abschreckend. Aber ich glaube, wir haben es geschafft, die Kollegen sukzessive an diese neue Technologie heranzuführen, auch die Ängste zu nehmen und sie so zu qualifizieren, dass sie mit Begeisterung und Energie an diesem Thema jetzt tagtäglich bereits arbeiten. Und ich halte es für einen epochalen Wandel, den wir hier an der Stelle einleiten mit dem Bau eines ersten eActros“, sagt Bachhofer.

Weitere Modelle folgen

Der Produktionsstart des eActros macht in Wörth übrigens nur den Anfang. Weitere Modelle, wie der für den Kommunaleinsatz entwickelte eEconic sowie des batterieelektrischen eActros LongHaul für den Fernverkehr, sollen 2022 beziehungsweise 2024 folgen. Daimler Truck bekennt sich damit klar zum Standort Wörth, der mit Blick auf die Transformation hin zum CO2-neutralen Transport langfristig eine wichtige Rolle im Unternehmen übernehmen wird.

„Zukünftig wird Wörth der Dreh- und Angelpunkt sein für die elektrischen Fahrzeuge von Mercedes-Benz Trucks. Mit dem heutigen Schritt beginnen wir etwas, das uns sicherlich weit in die Zukunft tragen wird. Wir sehen uns definitiv als das Kompetenzzentrum für den elektrischen Antrieb bei Mercedes-Benz Trucks“, verspricht der Produktionsleiter von Wörth.

Weitere Informationen auf www.daimler.com

Quelle: Presseportal

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