Der innovative Tower in Tel Aviv (Bild: ecario)

Tel Aviv Alliance für E-Mobility

Mazel tov e-car

Renault und Nissan forschen in einem Open Innovation Lab an E-Mobilität, autonomem Fahren und Cyber Security. Ein geheimes E-Mobilitäts-Labor befindet sich in Tel Aviv, dem Silicon Valley der Levante, wo einiges an technischen Innovationen zu finden ist.

Zentrale Bereiche der Forschung werden im Moment mit zwei Start-up Kooperationen abgewickelt, die sich interessanten Themen widmen:

Laden während der Fahrt

Vor allem für Busse ist dies ein wichtiges Thema. Dies ist eine Möglichkeit, um die Batteriegröße zu reduzieren, und die Reichweite ist dann auch kein Thema mehr. Ein elektrisches Auto steht zur Verfügung, um alles zu testen, und dann zu entscheiden, ob es einen Anwendungsfall gibt oder nicht.

Motorsteuerung

Das Problem ist bekannt – die Hauptfrage des Kunden ist immer die Reichweite, dies wird jetzt immer besser, 300-400 km mit der Zoe oder dem Leaf sind machbar, aber in einigen Fällen ist das nicht genug. Wenn die Effizienz von Elektromotoren erhöht wird, würde sich jeder darüber freuen.

Antoine Basseville vom Innovation Lab über das Projekt: “Also arbeiten wir mit dieser Firma zusammen, die an einer besonderen Art der Motorsteuerung arbeitet, welche die Effizienz des Motors erhöht. So können wir die Leistung, das Drehmoment und die Reichweite erhöhen, diese verschiedenen Komponenten ausbalancieren. Das würde für den Kunden bedeuten, etwa 500-600 km ohne Laden fahren zu können und ich denke, das wollen wir alle. Es wird eine echte Freude sein, überall diese leisen, smoothen Autos zu haben.”

Viele E-Autos gibt es in Tel Aviv nicht, weiß Basseville zu berichten. Die größte Flotte in Israel gibt es in Haifa, im Norden von Tel Aviv, da fahren 130-150 Zoes durch die Gegend. Diese werden von der Stadt Haifa betrieben. Heutzutage schaue der Kunde hauptsächlich auf den Kaufpreis des Autos und denke nicht so sehr an die monatlichen Kosten bzw. an den TCO (Total Cost of ownership). Der Kunde habe nicht das Gefühl dafür, dass E-Autos in Wirklichkeit günstiger sind als normale Autos. Also muss Aufklärungsarbeit geleistet werden.

Viele Dinge betreffend Elektromobilität seien noch nicht in den Köpfen der Leute, meint Basseville weiter. Und so können die Menschen teilweise diese Punkte nicht richtig einschätzen, die Parameter sind naturgemäß etwas anders als bei herkömmlichen Verbrennern.

Ich habe einen Twizy hier und wenn ich den fahre, sprechen mich jeden Tag mindestens 4-5 Leute an und fragen „ma ze?“ (hebräisch für: Was ist das?) und dann versuche ich zu erklären, dass das elektrisch ist, ohne Fenster. Das ist eigenartig für die Leute hier, weil es im Sommer ziemlich heiß ist und alle sagen, das ist großartig, sieht super aus, Mazel tov!

                                                                         Antoine Basseville über e-cars in Israel

Dennoch sieht der gebürtige Franzose Entwicklungspotential: “Also ich bin ziemlich sicher, dass sich dieses Land Schritt für Schritt wie die anderen Länder in Richtung E-Mobilität entwickeln wird und noch dazu hast du hier jede Menge Sonne. Also wenn du ein Auto mit Solarkomponenten leasen möchtest, kannst du das hier ganz einfach machen.”

Den Beitrag in voller Länge gibt es hier.

www.alliance-2022.com

www.ecario.info

 


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