Ute Teufelberger
Ute Teufelberger sieht E-Mobilität aus erneuerbaren Energien als Eckpfeiler, um aus der Krise zu kommen. (Bild: EVN/Gabriele Moser)

Bundesverband Elektromobilität zur Corona-Krise:

„Klimaschutz und E-Mobilität dürfen nicht auf der Strecke bleiben“

Wien – Vor der Krise zählte Österreich zu den Vorzeigeländern für Elektromobilität in Europa: Die Neuzulassungen von E-Fahrzeugen stiegen kontinuierlich an und die Ladeinfrastruktur wuchs auf über 5.000 Ladepunkte. Anfang April meldete die Statistik Austria erstmals leicht rückläufige Zahlen bei den Neuzulassungen: So wurden im 1. Quartal 2.428 vollelektrische Elektroautos neu angemeldet; das waren um 4,5 Prozent weniger als im Vergleichsquartal des Vorjahrs. Doch insgesamt stieg der Anteil der Fahrzeuge mit Elektroantrieb auf 4,4 Prozent aller Neuzulassungen an. Der Bestand der reinen E-Autos in Österreich beträgt knapp 32.000.

Ladenetz weniger genutzt

Im Zuge des vierwöchigen Lockdowns kam es zu einem deutlichen Rückgang der Mobilität insgesamt. Die Menschen blieben zu Hause, arbeiteten von zuhause und reduzierten ihre (E-)Autofahrten. „In dieser Zeit war Österreichs größtes und dichtestes Ladenetz uneingeschränkt in Betrieb, auch wenn die Nutzung je nach Region um 40 Prozent, zum Teil sogar bis zu 70 Prozent, zurück ging“, sagt Ute Teufelberger, Vorsitzende des Bundesverbandes Elektromobilität Österreich (BEÖ). Das ergab eine im April durchgeführte Blitzumfrage unter den Partnerunternehmen des BEÖ.

Klimafreundlich aus der Krise

Die österreichischen Energieunternehmen haben in den letzten Jahren massiv in den Ausbau der Ladeinfrastruktur investiert. „Wir sehen Elektromobilität aus erneuerbarer Energie als einen wichtigen Baustein, um gestärkt aus der Krise zu gehen“, ist BEÖ-Vorsitzende Ute Teufelberger überzeugt. „Klimaschutz und nachhaltige Mobilität müssen auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen.“ Mit seinem 5-Punkte-Programm »Für mehr E-Mobilität in Österreich« bekennt sich der BEÖ zu den österreichischen Klima- und Energiezielen 2030. Es enthält konkrete Vorschläge, wie zum Beispiel notwendige rechtliche Anpassungen im Miet- und Wohnrecht. „Jetzt geht es darum, die Weichen zu stellen, um den erfolgreichen Weg der Elektromobilität in Österreich fortzuführen“, so Ute Teufelberger abschließend.

Der Bundesverband Elektromobilität Österreich (BEÖ) vertritt die Interessen von elf Energieunternehmen in Österreich und setzt sich für den flächendeckenden Ausbau mit Elektromobilität unter Verwendung von Erneuerbarer Energie in Österreich ein. Zu den Aufgaben des BEÖ gehört die Verbesserung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für den
Ausbau der E-Mobilität in Österreich als nachhaltiges und zukunftsweisendes Mobilitätskonzept.

www.beoe.at

Quelle: APA


Kommentar verfassen