Bosch Engineering und Ligier Automotive schließen strategische Entwicklungspartnerschaft:

Hochleistungsfahrzeuge mit Wasserstoffmotor

von Siawasch Aeenechi
Foto: © Bosch Engineering

Bosch Engineering und Ligier Automotive sind eine strategische Partnerschaft für die Entwicklung von Hochleistungsfahrzeugen mit Wasserstoffmotor eingegangen. Erster Schritt der gemeinsamen Aktivitäten ist der Aufbau eines Demonstrators auf Basis des Ligier JS2 R. Im Unterschied zum Serienfahrzeug wird der wasserstoffbetriebene Ligier JS2 RH2 mit einem neuartigen Carbon-Monocoque ausgestattet, in das drei Wasserstofftanks integriert sind.

Als Antrieb kommt ein umgebauter Serien-V6-Benzinmotor zum Einsatz. In enger Zusammenarbeit werden beide Unternehmen die Technik des Innovationsträgers in den kommenden Monaten weiter anpassen, sodass das Fahrzeug bereits in diesem Sommer auf Teststrecken bewegt werden kann.

Mit mehr als 20 Jahren Erfahrung als spezialisierter Entwicklungspartner unter anderem für Supersportwagen, Sonderprojekte und den Motorsport verantwortet Bosch Engineering das Gesamtfahrzeugkonzept. Dazu gehören insbesondere der Motor, der Wasserstoffspeicher sowie ein umfassendes Wasserstoff-Sicherheitskonzept.

Als Spezialist für den Rennsport bringt Ligier Automotive langjähriges Know-how in der Fahrzeugtechnik, der Motorkonstruktion und der Erprobung ein. Im gemeinsamen Projekt ist Ligier Automotive für die Fahrzeugarchitektur sowie die Fahrzeugintegration des H2-Systems und die Kühlung verantwortlich.

Ziel des Projekts ist es, ein Hochleistungsfahrzeug mit Wasserstoffmotor aufzubauen, dessen Antriebsdynamik auf dem Niveau konventioneller Sportwagen mit Benzinmotor liegt, und so die Potenziale spezifischer Fahrzeugentwicklungen in den Bereichen Motorsteuerung und Wasserstoffspeicherung zu demonstrieren. Darüber hinaus zeigt das Projekt die gemeinsame Expertise von Bosch Engineering und Ligier Automotive beim Transfer der komplexen Wasserstofftechnik ins Fahrzeug. Der Ligier JS2 RH2 wird im Rahmen des 100. Jubiläums der 24 Stunden von Le Mans im Juni 2023 offiziell vorgestellt.

„Als Ingenieurdienstleister sind wir technologieoffen und sehen es als unsere Aufgabe an, die verschiedenen technischen Optionen auf dem Weg zu einer klimaneutralen Mobilität parallel zu verfolgen und für alle Anforderungen unserer weltweiten Kunden die jeweils beste Lösung zu entwickeln. In diesem Zusammenhang bieten Wasserstoffantriebe gerade im Motorsport und bei Hochleistungs-Sportwagen ein großes Potenzial“, sagt Dr. Johannes-Jörg Rüger, Geschäftsführer der Bosch Engineering GmbH.

„Als Hersteller von Renn- und Spezialfahrzeugen müssen wir uns mit Innovationen den Herausforderungen von morgen stellen, um dem Motorsport und den Hochleistungsfahrzeugen einen neuen Entwicklungsweg zu bieten. Dieses Projekt ist Teil der Strategie von Ligier Automotive, ein bevorzugter Partner der Automobilhersteller für die Integration neuer Energien und neuer Technologien zu werden“, kommentiert Jacques Nicolet, Geschäftsführer von Ligier Automotive.

Weitere Informationen: www.bosch-engineering.com

Quelle: Bosch Engineering GmbH

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