Wasserstofferzeugung
Wichtige Rolle für Österreichs Regierung. (Bild: Fotolia)

Kleinwasserkraft Österreich unterstützt Europaweite Aktion

#Gofor35

Ein zentrales Problem für die Kleinwasserkraft und andere Erneuerbare bleiben weiterhin  Subventionen für atomare und fossile Stromproduktion. Dadurch kommt es zu großen Fehlentwicklungen, welche sowohl das Klima als auch die Kleinwasserkraftbetreiberinnen und -betreiber bedrohen. Die massiven Kosten, welche die konventionelle Stromproduktion für die Allgemeinheit verursacht, werden durch Subventionen für fossile Energien zusätzlich verstärkt.

Gleichzeitig leidet insbesondere die Kleinwasserkraft unter den dadurch verursachten außerordentlich niedrigen Strompreisen. Auch der Bedarf für Ausgleichsmaßnahmen für einen nicht funktionalen Markt steigt dadurch und macht das gesamte System teurer. „Je höher der Anteil der Erneuerbaren Energien im Europäischen-Stromsystem ist, desto besser wird auch die Situation für die Kleinwasserkraft!“ zeigt sich daher Kleinwasserkraft Österreich Präsident Christoph Wagner überzeugt: „Aus diesem Grund unterstützen wir die europaweite Aktion ‚Go for 35 %‘ (#gofor35), mit dem Ziel die europäischen Regierungen zu einem Erneuerbaren Anteil von mindestens 35 % bis 2030 zu bewegen! Die Bedeutung von fossiler und atomarer Erzeugung geht dann zurück und somit auch deren Relevanz für den Markt. Sukzessive werden dann hoffentlich auch die Subventionen und andere Begünstigungen dafür zurückgefahren.“ In diesem Zusammenhang ist besonders die österreichische Regierung als kommende Ratsvorsitzende gefordert! Gerade Österreich würde stark von höheren Erneuerbaren Anteilen in den Nachbarstaaten profitieren.

Starke österreichische Vertretung bei EREF

Für die Erreichung der Verpflichtungen aus dem Pariser Klimaabkommen wäre dabei bis 2030 zumindest ein Anteil von 45 % Erneuerbare in Europa notwendig. Die Aktion #gofor35 fordert daher ein absolutes Minimalziel und wird von einer Vielzahl von Erneuerbaren-Verbänden in Europa unterstützt, die sich von ihren jeweiligen Regierungen die Unterstützung zumindest eines 35 % Ziels erwarten.

Getragen wird die Aktion aber auch von der European Renewable Energies Federation (EREF), dem europäischen Dachverband nationaler Verbände aus dem Erneuerbaren Energien Bereich.

Rechtzeitig vor Beginn des österreichischen EU-Ratsvorsitzes wurde mit Paul Ablinger der oberösterreichische Landessprecher von Kleinwasserkraft Österreich (KÖ) in den Vorstand (Board) der EREF gewählt. Durch Ablinger, der hauptamtlich als Geschäftsführer von KÖ tätig ist, soll somit auch die Stimme der Kleinwasserkraft, innerhalb der EREF und damit auch darüber hinaus gestärkt werden. Mit der Wahl von EEÖ Geschäftsführer Florian Maringer (Board) und IG Windkraft Vertreter Stefan Hantsch (Vize-Präsident) ermöglicht dies aber auch eine fokussierte Zusammenarbeit insbesondere im Hinblick auf die Österreichische Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2018 und das dann zum Abschluss kommende Winterpaket innerhalb der EREF.

Das Winterpaket soll den gesamten Strombereich auf europäischer Ebene neu regeln und ist daher auch für die heimischen Erneuerbaren, wie die Kleinwasserkraft, sehr wichtig. Insbesondere wird es aber die Europäische Energiepolitik für ein Jahrzehnt prägen, was seine große Bedeutung im Hinblick auf Klimawandel und rechtzeitige Energiewende verdeutlicht.

Quelle: APA


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