(Bild: Heraeus Holding GmbH)

Neue Platinesensoren auf der Sensor+Test 2018 vorgestellt

Fortschritt für die Elektromobilität

Neue Platinesensoren, die das Temperaturmanagement in Elektrofahrzeugen regulieren, auf der Sensor+Test 2018 (26.06.2018-28.06.2018) in Nürnberg von Heraeus präsentiert. Mit neuen Technologiekonzepten ermöglichen die Sensoren, Temperaturgrenzen zu überwinden und sorgen mit driftstabiler Dünnschichttechnik für präzise Messdaten und das in relevanten Applikationen der Elektromobilität, wie Elektromotor, Leistungselektronik, Ladesteckdose und Batterie.

Um weltweit die Akzeptanz für Elektrofahrzeuge beim Kunden zu finden, müssen die Automobilhersteller Kriterien wie zufriedenstellende Reichweite und Langlebigkeit sicherstellen. Hohe Reichweite und schnelle Ladezeiten bedingen allerdings hohe Lastströme, die wiederum die Gefahr erhöhen, dass sich relevante Komponenten wie Batterie oder Ladestecker überhitzen.

Bauweise schafft driftstabilen Langzeiteinsatz

Angesichts dieser technischen Herausforderungen sorgen Sensoren auf Platin-Dünnschicht-Basis für zuverlässige Temperaturkontrolle und garantieren hohe Langzeitstabilität in Messbereichen von bis zu 300°C. Temperturmessdaten werden über die zu erwartende Lebensdauer präzise ermittelt. Die SMD-Bauweise schafft dabei Vorteile in punkto Performanz und Lebensdauer. „Platintemperatursensoren sind aus Sicht von Heraeus eine Schlüsselkomponente, um die Potentiale technischer Neuerungen voll ausnutzen zu können und der E-Mobilität damit letztlich zum Durchbruch zu verhelfen“, sagt Dr. Gerold Kerkhoff, Leiter Heraeus Emerging Business-Sensors.

Batterien – Leistungsgrenzen überspringen

Je ungenauer die Temperaturkontrolle bei Batterien, desto größere Sicherheitspuffer sind nötig, um die Batterie vor Überlastung zu schützen. Das wiederum geht zu Lasten von Reichweite und Leistungseffizienz. Sensoren auf Platin-Dünnschicht-Basis sorgen aufgrund ihrer materialbedingten hohen Temperaturstabilität bei hoher Präzision für genaue Messdaten über die Lebensdauer. Zusammen mit einer optimierten Ankopplung bei angepasster Gehäusewahl werden kritische Temperaturen frühzeitig detektiert. Dadurch können Batterien nahe an ihren Spezifikationsgrenzen schadlos betrieben werden. Das schafft größere Sicherheit, mehr Performance und eine längere Lebensdauer.

Ladestecker – hohe Ladeleistung für kurze Ladezeiten

Diese Anforderung bedeutet wiederum hohe Lastströme. Um das Risiko der Überhitzung zu verhindern und Schädigungen im Kontaktbereich zu vermeiden, messen integrierte Platinsensoren in Echtzeit die Wärmeentwicklung und werten die Daten aus. Um die Ladeleistung optimal zu steuern, sorgen Platinsensoren auch in diesem Anwendungssegment für hohe Sicherheit.

Mehr Power bei weniger Energieverbrauch

Leistungselektronik-Module verantworten die Energieverteilung und das Energiemanagement im Elektrofahrzeug. Die Langzeitstabilität und Präzision von Platinsensoren bei hohen Temperaturen ermöglicht es, nah an Belastungsgrenzen der Leistungschips zu arbeiten. Dies bewirkt eine deutliche Leistungssteigerung bei geringerem Energieverbrauch. Gleichzeitig öffnen die hohen Einsatztemperaturen neue Möglichkeiten für die Verwendung zukunftsweisender Materialsysteme auf Siliziumcarbid (SiC)- und Galliumnitrid (GaN)- Basis. Speziell entwickelte sinterbare Temperatursensoren im SMD-Format unterstützen darüber hinaus innovative Fertigungsmethoden und kompaktere Designs.

Bei Elektromotoren sitzt die Leistungselektronik sehr nahe am Motor und dadurch werden alle Komponenten mit aufgeheizt. Um diese entscheidende und zudem sehr hochwertige Baugruppe optimal über ihre gesamte Lebensdauer zu schützen, ermöglichen Pt-Sensoren mit ihrem stabilen Driftverhalten optimale Bedingungen durch hohe Genauigkeit bei der Temperaturmessung.

Platintemperatursensoren von Heraeus sorgen in der E-Mobility für präzise und stabile Temperaturkontrolle und schaffen damit Potenziale, die Leistungseffizienz besser auszuschöpfen.

Quelle: Heraeus Holding GmbH


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