Der Ford Mustang Mach-E musste Waschstraßen, Roboterhintern und Schotter ertragen. (Bild: Ford)

Roboter, Waschstraßen und Schotterpisten:

Ford foltert seinen Mustang Mach-E

Köln – Ford testet Fahrzeuge seit 118 Jahren und hat dieses Know-how nun eingesetzt, um die Langlebigkeit und Alltagstauglichkeit des vollelektrischen Mustang Mach-E unter Beweis zu stellen. Von extremen Autowäschen über Belastungstests mit Sitz-Robotern bis hin zu schonungslosen Fahrten auf Schotterpisten – Ingenieure von Ford testeten das Elektrofahrzeug weit über die gewöhnlichen Alltagspraxis hinaus. Die Tests, welche der Mustang Mach-E sowohl innen als auch außen durchlaufen hat, entsprachen jenem harten Testprofil, das normalerweise Pick-ups von Ford bestehen müssen. „Wir haben große Anstrengungen unternommen, um den Mustang Mach-E extremen Tests zu unterziehen. Dabei haben wir bewusst das Beanspruchungsprofil einer typischen PKW-Nutzung weit überschritten“, sagt Donna Dickson, Chief Programme Engineer, Ford Mustang Mach-E.

Darf ein E-Auto bei Regen überhaupt fahren?

Einer Umfrage aus dem Jahr 2019 zufolge sind sich rund 13 Prozent der Europäer nicht sicher, ob Elektrofahrzeuge bei Regen überhaupt bewegt werden dürfen – geschweige denn, ob man sie durch eine Waschanlage fahren darf.

Ford unterzog den Mustang Mach-E insgesamt 60 aufeinander folgenden Durchgängen in einer Autowaschanlage mit Sprühdüsen, Bürsten und Trocknern – dies entspricht einer Fahrzeugwäsche alle zwei Wochen über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren. Um das vollelektrische Auto auf etwaige Undichtigkeiten und Schäden zu testen, die theoretisch durch harte Wasserstrahlen aus Düsen verursacht werden könnten, hat das Team die Türrahmen, die Verkleidung, die Motorhaube, die Scheinwerfer, die Rückleuchten und äußere Klebeverbindungen des Ford Mustang Mach-E entsprechend malträtiert. Der Sprühdruck betrug dabei bis zu 1.700 psi (117 bar) bei einer Temperatur von 60 Grad Celsius und einem Abstand von etwa einem Meter. Eine solche Hochdruckreinigung könnte in Verbindung mit chemischen Lösemitteln sogar hartnäckige Ölflecken von Garageneinfahrten entfernen. Übrigens: Ja, selbstverständlich darf ein E-Auto bei Regen fahren.

Roboterhintern für die Ford-Sitze

Bereits bei der Entwicklung neuer Baureihen kommt ein spezieller Testroboter mit dem Spitznamen »Robutt« zum Einsatz. Er simuliert wiederholtes Ein- und Aussteigen, weil die Materialien, die Ford für die Autositze verwendet, einem jahrelangen mechanischen Verschleiß standhalten müssen. Hierfür nimmt der Roboter bis zu 25.000-mal auf dem Fahrzeugsitz Platz.

Auch die Sitze des Mustang Mach-E wurde entsprechend per Roboter belastet, um alltäglichen Dauergebrauch zu simulieren. In diesem Zusammenhang wurden auch chemische Tests realisiert, um sicherzustellen, dass Produkte wie Handdesinfektionsmittel das Material nicht beschädigen. Zusätzliche Abriebtests zeigten überdies, dass das Finish nach einem 10-jährigen Einsatzzyklus nicht beschädigt wird. Zur Beurteilung der Rissfestigkeit wurde das Sitzmaterial außerdem 100.000-mal getestet.

Robust gebaut für den täglichen Gebrauch

Ein Riss am Handydisplay ist ärgerlich genug, aber ein beschädigter Touchscreen im Auto ist schlicht inakzeptabel. Der 15,5-Zoll-Touchscreen, mit dem der Mustang Mach-E ab dem Modelljahr 2021 ausgestattet ist, besteht daher aus speziellem Dragontrail-Glas, um die größtmögliche Haltbarkeit zu gewährleisten. Das Spezialglas sitzt auf einem stabilen Magnesiumrahmen, der Zug- und Stoßbelastungen standhält.

„Der Bildschirm im Mustang Mach-E ist wichtig für das Fahrerlebnis. Er ist das Herzstück des Innenraums und zieht die Blicke der Insassen auf sich“, meint Dickson. „Wir wollten daher sicherstellen, dass der Touchscreen so langlebig ist, dass er den täglichen Interaktionen dauerhaft und vor allem unbeschädigt standhält – denken Sie zum Beispiel an Geldbörsen oder Taschen, die dagegen stoßen könnten.“

Schotterstraßen? Kein Problem

Um die Lackqualität zu testen, musste sich der Mustang Mach-E unter anderem auf rauen Schotterpisten mit unterschiedlichen Streckenprofilen bewähren. Dabei wurden zwei verschiedene Schotterkörnungen verwendet. Gefahren wurde mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 km/h. Anschließend wurde der Lack auf etwaige Steinschlagschäden untersucht.

„Das Einsatzspektrum von Elektrofahrzeugen sollte nicht auf sauber asphaltierte Straßen beschränkt sein“, fügt Dickson hinzu. „Wir haben den Mustang Mach-E unter erschwerten und auch unter schweren Bedingungen getestet, damit sich die Kunden zum Beispiel auch auf Schotterstraßen keine Sorge um Lackschäden machen müssen.“

www.ford.at

Quelle: Presseportal


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