Zur Ertragssteigerung der Photovoltaikanlage kam es zu einer Aufteilung der Module – 48 der 300 WPeak-PV-Module des Stuttgarter Herstellers Luxor wurden vom Montageteam von Salzach Sonne auf der Westseite des Gebäudes montiert.

Am Großvenediger ist die Sonne eine Bank:

Ferien samt Laden inklusive

Standesgemäß fuhren wir vor – die Zoe von Christian Markl brachte uns nach Bramberg am Wildkogel, den Ort des Geschehens. Ein ausgedehntes Gespräch und zahlreiche Fotos später, wussten wir, dass wir die Zukunft gesehen hatten. Unser Dank geht an Sonepar: Den Tipp für den Trip am Fuße des Großvenedigers bekamen wir von den Experten des Elektrogroßhandelsunternehmens.

Das ist die perfekte Kombination. Häuser wie diese werden wir künftig als normal betrachten. Heute sind sie jedoch noch die Ausnahme von der Regel; etwas Besonderes. Zum einen weil der Bauherr den Mut hatte, in ein bestehendes altes Gebäude derart massiv einzugreifen und vor allem auch deswegen, weil wir mit dem 78-jährigen Konrad Seifriedsberger auf einen Gesprächspartner trafen, der trotz seines Alters für Veränderung steht. Seifriedsberger versteht nicht, warum wir unserer Natur Kohlekraftwerke und Ähnliches noch länger antun. Er ist überzeugt davon, dass die Elektromobilität in Kombination mit der Photovoltaik die Zukunft ist. Seifriedsberger ist trotz seines fortgeschrittenen Alters noch immer mit Leib und Seele Bergsteiger und Schifahrer – er genießt jeden Augenblick seines Daseins. Kein Wunder, in dieser Umgebung sind auch die besten Voraussetzungen gegeben, ein derartig erfülltes Leben zu führen. Sein Haus im Zentrum von Bramberg am Wildkogel – in unmittelbarer Nähe des Großvenedigers – das er mit seiner Frau Sophie bewohnt, zählte zum Altbestand des Ortskerns bevor es seine Tochter Claudia und ihr Mann Werner Ausserbichler mit dem Einverständnis ihres Vaters zu dem machen ließen, was es heute repräsentiert: Ein schickes Apartmenthaus für Urlaubsgäste im traditionellen Stil mit einem chilligen Café im Erdgeschoss in unmittelbarer Nähe zur Talstation der Wildkogel-Arena, an einem Urlaubsort, der immer mehr Gäste aus ganz Europa anzieht. Im Jahr 2009 wurde der Umbau von einem traditionellen Wohnhaus zu einem Appartementgebäude erfolgreich umgesetzt. Seither ist die Wohnung von Sophie und Konrad Seifriedsberger, drei Appartements und ein Doppelzimmer zur Vermietung an Touristen im Haus untergebracht.

Bramberg – eingerahmt vom prächtige Bergpanorama der Hohen Tauern – liegt auf 820 m Seehöhe und bringt nicht zuletzt auch deswegen beste Voraussetzungen dafür mit, um Strom aus Sonnenenergie zu gewinnen. Dessen waren sich auch die Verantwortlichen bewusst, als sie mit Salzach Sonne ein Unternehmen gründeten, das man an dieser Stelle im ersten Augenblick nicht erwarten würde. Ein derart spezialisierter Handwerksbetrieb an einem Ort wie Neukirchen, so fernab von den Ballungsräumen und damit auch von den großen Projekten? Von wegen »fehlende Projekte« – die Baubranche und damit auch die Unternehmen aus der Baunebenbranche erleben hier einen regelrechten Boom. Der Fremdenverkehr hat für rege Investitionen gesorgt. Die Einheimischen verfolgen die Entwicklung durchaus mit gemischten Gefühlen – schließlich kommen die Mittel für die gerade entstehenden Apartmenthäuser und Chaletdörfer, die hier regelrecht aus dem Boden zu schießen scheinen, nur zum Teil aus den Reihen der ansässigen Bevölkerung. Investoren aus dem Ausland betrachten die Anlage in derartige Immobilien als besonders zukunftssichere Investition. Das Resultat ist erkennbar: Die verbaute Fläche wächst zunehmend und damit hält auch die Technologie des 21. Jahrhunderts in Neukirchen und Bramberg merkbar Einzug.

Die Salzach Sonne GmbH wurde in Neukirchen im Oberpinzgau im Jahr 2011 gegründet und bezeichnet sich als Spezialist für hochwertige Photovoltaikanlagen. Das Team besteht aus zertifizierten Photovoltaik-Errichtern, die durch Schulungen laufend auf dem neuesten Stand der Technik sind. „Ganz egal ob PV, Regeltechnik, Speichertechnologie oder Elektromobilität – die Experten von Salzach Sonne haben es drauf“, ließ uns Christopher Koschler, Produktmanager Erneuerbare Energie beim Elektrogroßhandelsunternehmen Sonepar wissen, als er uns den Tipp gab, die Reise an den Fuß des Großvenedigers anzutreten. Dass man es mit Profis auf ihrem Gebiet zu tun hat, waren sich auch Claudia und Werner Ausserbichler im Klaren, als sie vor rund drei Jahren mit der Überlegung, eine Photovoltaikanlage am Dach des Hauses Seifriedsberger installieren zu lassen, mit den Technikern von Salzach Sonne Kontakt aufnahmen und über die Möglichkeiten einer Förderung sprachen. Die West-Ost-Ausrichtung des Tales bietet optimale Bedingungen für die Gewinnung von Strom aus Sonnenenergie: „Die Sonne steht über den gesamten Tagesverlauf im Tal, wodurch alles für die Nutzung einer PV-Anlage spricht“, weiß Christian Markl, zuständig für Technik und Vertrieb bei Salzach Sonne, zu berichten. So kam es schließlich dazu, dass sich die Protagonisten für das OeMAG-Fördermodell entschieden – David Brunner, Techniker bei Salzach Sonne, zog bei der Planung und der Antragstellung der Förderung die Fäden: „Im Jänner 2017 stellten wir den Antrag, im darauffolgenden März bekamen wir dann auch schon die Zusage und im April setzten wir das Projekt mit 20 kWpeak um.“ Zum Einsatz kam eine moduloptimierte dreiphasige Anlage mit einem Wechselrichter von solaredge, die der Herausforderung der Verschattung und der West-Ost-Ausrichtung des Daches optimal begegnet. Am Dach des Hauses Seifriedsberger sorgen monokristalline 300 WPeak-PV-Module des Stuttgarter Herstellers Luxor für ertragreiche Stromproduktion über das gesamte Jahr. 48 der insgesamt 66 Photovoltaikmodule wurden von Paul Hyde und Kollegen – dem Montageteam der Salzach-Sonne – auf der Westseite und 18 auf der Ostseite des Daches montiert. „Der Grund für die ungleiche Aufteilung ist, dass die Westseite des Daches der Familie Seifriedsberger dem Süden näher ist, wodurch der Ertrag gesteigert werden kann“, so Markl.

Die Ausserbichlers haben über ein Webportal am PC jederzeit die Möglichkeit, festzustellen, wie die Anlage gerade performt. Aber nicht nur das – im Zeitalter des Smartphones ist es beinahe »sonnenklar«, das Monitoring auch am Handy anzubieten: „7.100 kWh elektrische Energie hat die Anlage seit ihrer Inbetriebnahme am 7. Juli 2017 produziert. Strom, der über die OeMAG eingespeist wird“, zeigt uns Martin Scharler, der für die Baustellenleitung verantwortliche Techniker bei Salzach Sonne, die Leistungsdaten der Anlage auf seinem Smartphone.

Die Photovoltaikmodule am Dach des Hauses waren den Eigentümern nicht genug – sie hatten großes Interesse den nächsten Schritt zu machen und energieautark zu werden – d.h. den Strom, den sie selbst erzeugen auch selbst verbrauchen zu können. Bei Salzach Sonne waren die Eigentümer auch in diesem Punkt an genau der richtigen Adresse: „Ein derartiges Vorhaben gelingt insbesondere dann, wenn man zusätzlich zur Photovoltaikanlage einen Stromspeicher installiert. Die Sonnenbatterie ist die ideale Lösung für einen derartigen Einsatz. Sie ist modular aufgebaut, sodass eine Erweiterung der Kapazität auch Jahre später noch möglich ist“, argumentiert Markl.

Die Sonnenbatterie kann mehr als das: Während sich ihr Innenleben zwischen 2 und 16 kWh Kapazität jederzeit »tunen« lässt und die Sonnenbatterie damit zu den flexibelsten und modernsten Systemen ihrer Art zählt, setzt der deutsche Hersteller von Stromspeicher im Gegensatz zu den Fahrzeugproduzenten der Elektromobilitätbranche, die vorwiegend auf die Lithium-NMC- und -NCA-Technologie bauen, auf die seit vielen Jahren bewährte Lithium-Eisenphosphat-Technologie von Sony. Mit ihr im Gepäck schafft die Sonnenbatterie nicht nur den Faktor Sicherheit hinaufzuschrauben, sondern mit der höheren Energiedichte der Technologie die Anzahl der Ladezyklen auf 10.000 klettern zu lassen. „Unsere Akkus arbeiten mit keinen giftigen Schwermetallen wie Nickel, Kobalt oder auch Blei und zeichnen sich darüber hinaus, durch die geringere Gefahr des thermischen Durchgehens im Vergleich zu anderen bekannten Systemen aus“, hören wir, als wir uns bei Sonnenbatterie schlau machten. Und so ganz nebenbei ist die Sonnenbatterie auch noch Smart Home-ready.

Alles Argumente, die bei genauerem Hinsehen für Vertrauen sorgen – so auch bei den Ausserbichlers, die sich nach Anraten von Salzach Sonne für eine 6 kWh-Variante vom Modell Eco mit der Option auf mehr entschieden.

Geheizt wird im Haus Seifriedsberger mit Warmwasser – das Brauchwasser dazu kommt vom nahegelegenen Hackschnitzel-Fernwärmeheizwerk, das den Großteil der Region mit warmem Wasser versorgt. Zu günstig sei die Variante, die Fußbodenheizung mit Wasser aus dem Heizwerk zu speisen. Die Alternative, das Warmwasser elektrisch auf Temperatur zu bringen, besteht allerdings jederzeit – der Strom dafür könnte auch in diesem Fall von der hauseigenen Photovoltaikanlage bzw. über den Stromspeicher kommen.

Urlaub inklusive Autoladen

In der letzten Zeit häuften sich die Anfragen von Urlaubsgästen nach einer Lademöglichkeit für Elektrofahrzeuge“, so Werner Ausserbichler, der daraufhin die Spezialisten von Salzach Sonne auch zu diesem Thema befragte und im Nu eine vernünftige Lösung präsentiert bekam: Eine Wallbox vom oberösterreichischen Anbieter Keba, am speziell dafür vorgesehenen Parkplatz vor dem Haus, ziert nun seit einigen Wochen das Haus Seifriedsberger. „Die Familie stellt jedem Gast des Hauses, der Bedarf hat, sein Elektrofahrzeug zu laden, eine RFID-Karte zur Verfügung. Einmal kurz an der Wallbox anhalten und schon beginnt der Ladevorgang“, schildert Markl. Für die Familie war klar: Das ist eine Serviceleistung am Kunden und soll kostenfrei sein!


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