(Bild: Reed Exhibitions / Faber photography)

E-Mobilität, Innovationen und neue Verkehrskonzepte standen im Fokus der Besuche der zwei Spitzenpolitiker:

Enthüllungen auf der Vienna Autoshow

Hoher Besuch zur Eröffnung der Vienna Autoshow: Gleich zwei Spitzenpolitiker der neuen türkis-grünen Bundesregierung nahmen den ersten Tag der wichtigsten Mobilitätsmesse Österreichs wahr, um sich von den Neuheiten und Innovation zu überzeugen und sich mit den Vertreterinnen und Vertretern der Automobilbranche auszutauschen.

Wir freuen uns, dass wir auf der Vienna Autoshow nicht nur die wichtigsten Vertreter der gesamten Autobranche, sondern auch zentrale Figuren der Verkehrs- und Mobilitätspolitik bei der Autoshow begrüßen dürfen“, betonte Benedikt Binder-Krieglstein, CEO von Messeveranstalter Reed Exhibitions Österreich.

Ein gemeinsamer Rundgang über die Vienna Autoshow führte Bundesministerin Gewessler und Reed-CEO Binder-Krieglstein zur offiziellen Eröffnung der E-Mobility Area. Diese Sonderschau ist heuer achtmal größer als noch im Vorjahr und zeigt noch bis Sonntag (19. Jänner) verschiedene E-Autos.

Andreas Ottenschlager unterstrich bei der Eröffnungspressekonferenz das mit dem neuen Koalitionspartner gesetzte Ziel „Ökonomie und Ökologie im Einklang weiterzuentwickeln“ und das „große Interesse daran, dass Arbeitsplätze, Forschung, Entwicklung und Wertschöpfung in Österreich erhalten bleiben.

Die Vienna Autoshow ist landesweit der einzige Event, der von den österreichischen Automobilimporteuren direkt beschickt wird und bildet traditionell die erste Kfz-Neuheitenschau des neuen Jahres. Heuer präsentieren sich 40 Marken mit rund 330 Neuwagenmodellen – darunter einer Welt-, einer Europa- und mehr als zwei Dutzend Österreich-Premieren.

Von E-Mobilität bis 4×4 Action

Neben all den glänzenden Neuwagen besticht die 14. Edition mit zwei Schwerpunktbereichen. In der ausgebauten E-Mobility Area erfahren die Besucher auf rund 3.500 m² alles rund um Elektromobilität. Was 4×4-Fahrzeuge können und wie man deren Geländegängigkeit richtig zügelt, wird im Bereich für SUV Experience demonstriert. Ein Highlight für alle Speedaffinen: Der #unraceable Fahrsimulator macht Beschleunigung spürbar.

Plädoyer für effektives Miteinander von Ökonomie und Ökologie

Am Preview Day, dem Presse- und Händlertag (Mittwoch, 15. Jänner 2020), luden Vienna Autoshow-Veranstalter Reed Exhibitions, der Verband der österreichischen Automobilimporteure, das Bundesgremium des Fahrzeughandels und die österreichische Bundesanstalt für Statistik zu einer gemeinsamen Pressekonferenz. Politischer Vertreter am Podium war ÖVP Verkehrssprecher Abg.z.NR Andreas Ottenschläger.

Vienna Autoshow ist Kaufimpuls für Neuwagen

Benedikt Binder-Krieglstein, CEO von Reed Exhibitions Österreich, sieht die Vienna Autoshow als zusätzlichen Motor für den Neuwagenabsatz: „Messen sind Plattformen, für Menschen, die eine gemeinsame Leidenschaft verbindet. Keine zeigt das besser als die Vienna Autoshow. Sehen, staunen, anfassen, live erleben und pure Emotion, das sind die Erfolgsparameter dieser Messe. Der Effekt für die Automobilbranche ist der direkt aus der Messe ableitbare Kaufimpuls für Neuwagen in Österreich. Das ist gut so und sehr wichtig. Denn 450.000 Arbeitsplätze hängen an der österreichischen Automobilbranche und ein Großteil der heimischen Industrie lebt direkt oder indirekt von ihr. Messen sind, so auch die Vienna Autoshow, aber auch ein Spiegel der Zeit. Der Spirit und die Stimmen der jugendlichen Klimaschützer auf den Straßen sind hör- und erkennbar. Mehr als bisher dominieren alternative und damit nachhaltige Antriebe. Elektromobilität hält Einzug in unsere Messehallen wie etwa bei der E-Mobility Area. Es kommt Bewegung in unser Denken und Handeln – auch das ist gut so.

Ökonomie und Ökologie im Einklang weiterentwickeln

Andreas Ottenschläger berichtete in seinem Statement u.a. von den Ergebnissen aus den jüngsten Koalitionsverhandlungen der Regierungsparteien: „Wir haben uns mit unserem neuen Koalitionspartner das klare Ziel gesetzt, Ökonomie und Ökologie im Einklang weiterzuentwickeln. Für die Herausforderungen der Auto- und Autozulieferindustrie möchten wir in einem Dialog zwischen Politik und Wirtschaft entsprechende Rahmenbedingungen schaffen. Dabei haben wir natürlich ein großes Interesse daran, dass Arbeitsplätze, Forschung, Entwicklung und Wertschöpfung in Österreich erhalten bleiben.“​

Neuzulassungen alternativ betriebener Pkw nahmen um 56,8 % zu

Dr. Peter Laimer, verantwortlich für die Kfz-Statistik bei Statistik Austria, präsentierte die Zulassungszahlen für das Jahr 2019. „Wie bereits 2018 entwickelte sich die Zahl der Pkw-Neuzulassungen 2019 rückläufig“, so Laimer. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 329.363 Pkw neu zugelassen, was einem Rückgang von 3,4% gegenüber 2018 entspricht. „Die Zulassungszahlen dieselbetriebener Pkw liegen wieder deutlich unter jenen der benzinbetriebenen Pkw, wobei der Anteil von Diesel-Pkw-Neuzulassungen erstmals seit 1994 wieder unter die 40%-Marke fiel“, erläuterte Peter Laimer weiter. Neuzulassungen alternativ betriebener Pkw nahmen um mehr als die Hälfte (+56,8%) auf 26.346 Fahrzeuge zu, was zum überwiegenden Teil auf Benzin-Hybrid-Pkw zurückzuführen ist (+47,8% auf 12.348 Fahrzeuge). Ausschließlich elektrisch betriebene Pkw verzeichneten einen Zuwachs von 36,8% auf 9.242 Fahrzeuge. Neuzulassungen einspuriger Kfz lagen im Jahr 2019 mit 40.660 Fahrzeugen um 6,6% über dem Vorjahreswert. „Lkw-Neuzulassungen blieben mit 48.042 oder einem Anstieg von 0,2% im Vergleich zu 2018 weitgehend unverändert.

Gravierender Wandel in der Branche auch in Österreich spürbar

Mit 2019 haben wir ein herausforderndes Jahr hinter uns und auch 2020 wird ein schwieriges Autojahr werden“, so Günther Kerle, Sprecher der österreichischen Automobilimporteure. Sowohl die neue Berechnung der NoVA, die bereits 2019 für große Verunsicherung sorgte, als auch die strengen EU-CO2-Flottenziele von 95 g/km werden 2020 schlagend. „In der Automobilbranche findet derzeit ein gravierender Wandel statt – leider mit spürbar negativen Auswirkungen“, warnte Kerle. „Eine neue Studie bestätigt, dass in der heimischen Automobilwirtschaft in den vergangenen fünf Jahren über 140.000 Arbeitsplätze verloren gegangen sind. Es besteht die große Gefahr, dass sich dieser negative Trend noch weiter fortsetzt. Darüber hinaus ist auch die Wirtschaftsleistung zurückgegangen, von rund 30 Milliarden Euro im Jahr 2013 auf 26,2 Milliarden Euro im Jahr 2018. Wir hoffen daher stark, dass unsere neue Regierung die Wichtigkeit unseres Wirtschaftszweiges erkennt und die notwendigen Maßnahme zur Begrenzung des Klimawandels mit entsprechendem Augenmaß einleitet“, so Kerle.

Fahrzeughandel betont Bedeutung als Mobilitätspartner und Berater

KommR Ing. Klaus Edelsbrunner, Obmann des Bundesgremiums des Fahrzeughandels:  „Vergessen wir nicht, dass die individuelle Mobilität sowohl beruflich als auch privat ein wichtiger Pfeiler unseres Wohlstands ist. Damit steigt auch die Bedeutung des Fahrzeughandels als Mobilitätspartner und Berater unserer Kunden. Für das Jahr 2020 erwarte ich mir jedoch einen Rückgang der Neuwagenzulassungen auf 310.000 Pkws. Die NoVA wurde am 29.10.2019 im Zuge des Steuerreformgesetzes 2020 weiter ökologisiert und ich sehe daher für eine weitere Erhöhung keine Notwendigkeit“.

Öffnungszeiten

Die Vienna Autoshow in der Messe Wien ist von Donnerstag,16., bis Sonntag, 19. Jänner, täglich von 09.00 bis 18.00 Uhr geöffnet, die Ferien-Messe Wien von 10.00 bis 18.00 Uhr.

Quelle: Reed Exhibitions


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