Wolkenverhangener Himmel, nass - die Elektromobilisten waren trotzdem da.
453 Elektrofahrzeuge waren laut Rock den Ring beim Konvoi dabei. (Bild: Instadrive)

»On A Mission For No Emission«:

Das war Rock den Ring 2019

Die Wiener Ringstraße ohne Abgase und Lärm? Unvorstellbar. – Oder?

Am 7. September 2019 hat »Rock den Ring« genau das geschafft. Aus ganz Österreich und vielen Nachbarländern sind hunderte E-Mobilitätsbegeisterte mit ihren Elektrofahrzeugen in Wien zusammengekommen, um unter dem Motto »On A Mission For No Emission« ein Zeichen für saubere Mobilität zu setzen. Auch eCarandBike nahm an dem E-Autokonvoi teil.

Initiiert von Instadrive, wurde diese Veranstaltung unter anderem vom Verkehrs- und vom Nachhaltigkeitsministerium sowie von zahlreichen Verbänden, Organisationen und Unternehmen, darunter ÖAMTC, Wien Energie, Wiener Linien, Bosch, TÜV und Vertical unterstützt.

Ab 10 Uhr vormittags gab es in der Gänsbachergasse 1 in Wien-Simmering für Groß und Klein ein volles Programm: Neben spannenden Vorträgen zu aktuellen Themen der Elektromobilität konnten auch die unterschiedlichsten Fahrzeuge – vom Audi-Elektro-Sportwagen über den 2A-Elektrobus der Wiener Linien bis hin zur elektrischen Müllabfuhr – vor Ort bestaunt werden. Um 15 Uhr startete schließlich die große E-Mobility-Parade durch Wien, um den Menschen zu zeigen, wie die Mobilität der Zukunft heute schon funktioniert; und auch, dass ein lokal emissionsfreier Verkehr schon bald Realität sein könnte.

Trotz des starken Regens fuhren 453 Elektrofahrzeuge um den Wiener Ring. Aufgrund der Wetterlage konnten nicht alle erwarteten einspurigen Elektrofahrzeuge die Fahrt antreten; so erreichte der Konvoi trotz der Anmeldungen von über 600 Fahrzeugen die erhoffte Teilnehmerzahl von 576 knapp nicht, um den Weltrekord für die größte Elektrofahrzeugparade zu brechen. „Besonderen Dank an alle tapferen TeilnehmerInnen, die doch noch mit ihren E-Mopeds, E-Fahrrädern und E-Motorrädern den Wetterbedingungen trotzten und mitgefahren sind. Gemeinsam mit hunderten begeisterten Elektromobilisten machten sie die Wiener Ringstraße zu einem Schauplatz für abgasfreien und geräuschlosen Verkehr“, hob Philipp Halla, Mitgründer von Instadrive und Initiator von Rock den Ring, die anwesenden Besitzer der einspurigen Fahrzeuge hervor.

Der Ausklang der Demo fand schließlich am Heldenplatz statt. Einer der Höhepunkte war die Übergabe einer Petition der Veranstalter an Nachhaltigkeitsministerin DI Maria Patek. Diese Petition fordert gesetzliche Rahmenbedingungen für das Errichten von Ladestationen in Mehrparteienhäusern, Steuererleichterungen bzw. andere Anreize und verpflichtende Preisauszeichnung beim Laden gefordert wurden. Danach wurden außerdem Firmen, die ein besonders hohes Engagement im Klimaschutz zeigen, von DI Patek persönlich (im Namen von klimaaktiv mobil) ausgezeichnet.

„Viele Unternehmen und Organisationen wollten gemeinsam mit uns ein Statement setzen und emissionsfreie, effiziente Mobilität fördern. Jeder soll spüren, wie angenehm ruhig und geruchlos der Verkehr sein kann“, sagte Philipp Halla. Auch Wolfgang Vallant von Ecario hielt eine inspirierende Ansprache, in der er darauf aufmerksam machte, dass Elektromobilität allein nicht genug ist, und vor allem dann etwas verändern wird, wenn man in allen Lebensbereichen auf Nachhaltigkeit achtet.

Weltrekord oder nicht – Mit der E-Parade wurde ein Zeichen gesetzt, auf das alle Beteiligten stolz sein können. Für 2020 hätten die Veranstalter bereits Sonnenschein vorbestellt, heißt es – und zwar am 13. September. Spätestens dann soll der Weltrekord fallen.

www.rockdenring.info


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