Dass das elektrische Zeitalter kommt, hat man nun auch bei VW erkannt.
VW setzt große Hoffnungen in die ID-Reihe. (Bild: Porsche Holding GmbH)

Die Transformation beschleunigen:

Wie VW die E-Mobilität vorantreibt

Volkswagen will nach einem soliden Geschäftsjahr 2018 die Transformation beschleunigen. Dieses Jahr stellt die Marke wichtige Weichen, um die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Dazu gehören der Start der Elektrooffensive, Effizienzmaßnahmen in der Produktion sowie zusätzliche Produktivitätsfortschritte und Margensteigerungen. Unter anderem geht es darum, die Komplexität zu reduzieren und Materialkosten zu optimieren. Darüber hinaus sollen durch stärker digitalisierte Prozesse Effizienzen in der Verwaltung gehoben werden.

Ralf Brandstätter, Chief Operating Officer der Marke Volkswagen, sagte: „Wir haben mit dem Zukunftspakt schon viel erreicht: Aber wir müssen noch deutlich mehr tun, um die anstehenden Herausforderungen auch in der Zeit nach 2020 zu bewältigen. Wir werden unser Transformationstempo noch einmal deutlich steigern, um Volkswagen fit zu machen für das elektrische und digitale Zeitalter. Volkswagen soll effizienter, agiler und gerade in der Verwaltung als Arbeitgeber attraktiver und moderner werden. Zur Umsetzung der geplanten Digitalisierungsroadmap in der Verwaltung gab es bereits erste konstruktive Gespräche mit dem Betriebsrat.“

Schlüsseljahr 2019: Zukunftsthemen im Fokus

Das laufende Jahr wird für die Transformation der Marke ein Schlüsseljahr. Insgesamt werden die Investitionen in Zukunftsthemen bis 2023 auf 19 Milliarden Euro hochgefahren. Das sind 8 Milliarden Euro mehr als ursprünglich für den Zeitraum 2019-2023 vorgesehen.

Das Ziel ist, diese Investitionen aus eigener Kraft tätigen zu können und zusätzliche Anforderungen wie die steigenden Kosten für die schärferen CO2– und Abgasvorschriften abzufedern. Dafür ist ab 2023 eine nachhaltige Ergebnisverbesserung von 5,9 Milliarden Euro pro Jahr notwendig. Zu diesem Zweck reduziert die Marke Volkswagen die Materialkosten und die Variantenvielfalt.

„Die Maßnahmen aus dem Ergebnisverbesserungsprogramm werden unserer Marke ein wettbewerbsfähiges Renditeniveau von sechs Prozent im Jahr 2022 ermöglichen. Diese Verbesserung ist die Grundlage, um die notwendigen Vorleistungen für unsere Transformation zu finanzieren und unserem strategischen Anspruch im Elektrozeitalter gerecht zu werden“, erklärte Finanzvorstand Dr. Arno Antlitz.

Das Unternehmen geht davon aus, dass bis 2023 durch Automatisierung von Routinearbeiten etwa 5.000 bis 7.000 Stellen wegfallen. Das lässt sich auffangen, indem Stellen beim altersbedingten Ausscheiden von Mitarbeitern nicht wiederbesetzt werden. Dabei gilt: Bei Volkswagen besteht bis mindestens 2025 eine Beschäftigungssicherung.

Zehn Millionen E-Autos in zehn Jahren

Bei der zweiten großen Transformation der Marke hin zu einer stärkeren Ausrichtung auf die E-Mobilität ist Volkswagen gut unterwegs. Die Marke will in den nächsten zehn Jahren über zehn Millionen E-Autos auf Basis des Modularen Elektrischen Baukastens herstellen. Den Anfang macht der ID.1, der zur IAA präsentiert werden soll. Ab dem 8. Mai können Kunden eine Launch-Edition des ID. vorbestellen. „Wenn ich das Interesse unserer Händler an der ID.-Familie sehe, halte ich es für möglich, dass wir mit der Launch-Edition ausverkauft sind, ehe wir den ID. im September enthüllen“, sagte Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann.

 

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