Straßenverkehr in einer Großstadt
Volkswagen fährt bereits vollautomatisiert mitten in Hamburg. (Bild: pixabay)

Zukunft der Elektromobilität:

So schätzen Deutsche die Chancen von E-Autos ein

Elektrofahrzeuge sollen die Entkopplung von fossilen Brennstoffen und die Reduzierung von Schadstoffen vorantreiben. Derzeit stehen dem Umstieg von benzin- und dieselbetriebenen Autos auf die emissionsfreie Variante jedoch noch viele kritisch gegenüber. Wie Deutsche die Zukunft der E-Mobilität sehen und wo ihrer Meinung noch Verbesserungsbedarf besteht, zeigt eine aktuelle forsa-Umfrage im Auftrag von CosmosDirekt, dem Direktversicherer der Generali in Deutschland.  Im Juli 2017 wurden dazu 1.206 Bundesbürger ab 18 Jahren in Deutschland befragt.

 

Junge Menschen sind besonders optimistisch

Das Auto von morgen? Ohne Abgase. Besonders junge Menschen zwischen 18 und 29 Jahren haben hohe Erwartungen an emissionsfreie Alternativantriebe. 80 Prozent von ihnen sind der Meinung, dass Elektromobilität in Zukunft zur Schadstoffreduktion beitragen wird. Dem stimmen unter den 30- bis 44-Jährigen nur etwa zwei Drittel (68 Prozent) zu. 66 Prozent der Befragten glauben außerdem, dass die Fortbewegung mit E-Fahrzeugen das Umweltbewusstsein der Verbraucher erhöht. Dabei sind Befragte über 60 Jahre mit 65 Prozent etwas skeptischer als die Generation zwischen 18 und 29 Jahren (73 Prozent).

 

Zukunftschancen trotz Defiziten

Fossile Brennstoffe sind begrenzt. In Zukunft sind Alternativen gefragt – doch wie lange wird es dauern, bis diese am Markt Erfolg haben? Immerhin jeder Fünfte (21 Prozent) rechnet damit, dass sich Elektromobilität schneller durchsetzt als gedacht. Unter den 18- bis 29-Jährigen ist davon sogar mehr als jeder Vierte (26 Prozent) überzeugt. Anfang 2017 hatten Elektro- und Hybridfahrzeuge allerdings noch weniger als einen Prozent Anteil am deutschen Pkw-Bestand. Die Autokäufer sind skeptisch: Nur etwa ein Drittel (34 Prozent) der Bundesbürger ist der Ansicht, dass die Strom-Flitzer die Erfordernisse erfüllen, die Verbraucher an ein Auto haben. Dabei zeigt sich die Generation 60 plus (32 Prozent) noch kritischer als die Befragten unter 30 Jahren (44 Prozent).

 

Mängel bei Infrastruktur und staatlicher Förderung

Viele sehen noch Verbesserungsbedarf: Laut Umfrage wünschen sich 88 Prozent der Befragten, dass Elektromobilität im öffentlichen Personennahverkehr stärker ausgebaut wird. Ein Hindernis für die Etablierung von Elektrofahrzeugen stellen außerdem fehlende Lademöglichkeiten in Mehrfamilienhäusern dar: Mehr als zwei Drittel (68 Prozent) der Befragten sind der Ansicht, dass die Verbreitung von E-Autos daran scheitern wird. Auch hier stehen Bürger über 60 Jahre (70 Prozent) dem Thema noch etwas kritischer gegenüber als Befragte unter 30 (60 Prozent). Um Autofahrer dennoch zum Umstieg auf emissionsfreie Modelle zu bewegen, stellt die Bundesregierung Anreize durch Kaufprämien. Doch nur 15 Prozent finden, dass diese den Absatz von E-Autos ausreichend fördern.

 

Weitere Informationen: www.cosmosdirekt.de

 


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