Modularer E-Antriebsbaukasten schafft Synergien und großes Raumangebot

Produktionsstart für den Audi Q4 e-tron

von David Lodahl

Audi kehrt »zurück zu den Wurzeln«: Im sächsischen Zwickau, der Geburtsstätte des deutschen Traditionsunternehmens, ist nun die Produktion des Audi Q4 e-tron angelaufen. Das vollelektrische Kompaktmodell ist das erste Elektro-SUV, das Audi an einem deutschen Standort fertigt. Der Q4 e-tron basiert auf dem Modularen E-Antriebsbaukasten (MEB) des Volkswagen-Konzerns, der eine höchst vielseitige und variable Plattform für zahlreiche vollelektrische Modelle darstellt und so große Synergien erschließt.

Der Audi Q4 e-tron fährt im Mehrmarkenwerk Zwickau von der selben Fertigungslinie wie der Volkswagen ID.4 sowie zukünftig ein weiteres Volkswagen-Modell. 1.400 Mitarbeiter von Volkswagen Sachsen fertigen hier nun in der Montage auch das kompakte Elektro-SUV, das dank der MEB-Architektur im Interieur Platz auf Oberklasse-Niveau bietet. Mehr als hundert Audi Mitarbeitende haben gemeinsam mit ihren Volkswagen-Kollegen den Produktionsanlauf vorbereitet – von der Fertigungsplanung über die Technische Entwicklung bis hin zur Qualitätssicherung. Die Presswerkzeuge zur Herstellung der Karosserieteile kommen allesamt aus dem Audi Werkzeugbau – mit seinem expressiven Design stellt der Audi Q4 e-tron große Herausforderungen an höchste Präzision und perfekte Oberflächen. Ab der frühen Entwicklungsphase haben Audi Werkzeugbauer aus Ingolstadt und Neckarsulm mitgearbeitet, auch die Einarbeitung der viele Tonnen schweren Presswerkzeuge erfolgte in den Audi-Werken.

Peter Kössler, Vorstand der Audi AG für Produktion und Logistik: „Die markenübergreifende Zusammenarbeit in Zwickau zeigt einmal mehr, welche mächtigen Synergiepotenziale uns der Volkswagen Konzern bietet. Der termingerechte Start des Audi Q4 e-tron zeugt von einer großartigen Mannschaftsleistung – von Volkswagen- und Audi Kollegen gleichermaßen. Unser elektrischer Kompakt-SUV ist eindeutig ein echter Audi und wird unsere Kunden mit höchster Qualität und Alltagstauglichkeit überzeugen.

Dr. Stefan Loth, Vorsitzender der Geschäftsführung von Volkswagen Sachsen: „Mit dem Produktionsstart des Audi Q4 e-tron wird das Volkswagen Werk in Zwickau zu einem Mehrmarken-Standort. Wir schreiben so die lange Automobilhistorie Sachsens fort. Danke an die Kolleginnen und Kollegen von Audi, die derzeit mithelfen, die Fahrzeuge in höchster Qualität, vereinbarter Stückzahl und im Zeitplan zu fertigen.

Zwickau und die Marke Audi verbindet eine lange Tradition: Im Jahr 1909 wurden hier die Audi Automobilwerke gegründet. Der dortige Volkswagen Standort wurde zu einem reinen Elektro-Werk umgerüstet und ist Teil der umfassenden Elektro-Offensive des Konzerns. Bereits seit November 2020 wechselten mehr als zweihundert Audi Mitarbeiter temporär zu VW Sachsen – unter ihnen vor allem Nachwuchskräfte, die nach erfolgreichem Abschluss ihrer Berufsausbildung für zwölf Monate in Zwickau im Einsatz sind. Im Rahmen einer Personaldrehscheibe qualifizieren sie sich weiter im Zukunftsfeld Elektromobilität.

Der Audi Q4 e-tron wird Mitte April der Weltöffentlichkeit vorgestellt und startet im Sommer 2021 in die europäischen Märkte. Die Elektro-Offensive der Marke Audi nimmt damit weiter Fahrt auf: Bis zum Jahr 2025 sind mehr als 20 vollelektrische Modelle sowie ein weiterer Ausbau des PHEV-Angebots geplant. Auch die beiden Audi Stammwerke in Ingolstadt und Neckarsulm werden zukünftig vollelektrische Fahrzeuge fertigen: So fährt in Ingolstadt ab 2022 das erste E-Modell vom Band, das auf der gemeinsam mit Porsche entwickelten Premium Platform Electric (PPE) basiert.

Der Audi Q4 e-tron startet in einem besonders attraktiven und wachsenden Marktsegment, der Klasse der kompakten SUV. Für Audi-Kunden bietet er einen preislich attraktiven Einstieg in die Welt der elektrischen Premium-Mobilität. Das Kompaktmodell bietet im Innenraum annähernd so viel Platz wie ein Oberklasse-SUV – auch das Anzeigenkonzept mit dem optionalen Augmented Reality Head-up-Display ist in seiner Klasse wegweisend.

Die Produktion des Q4 e-tron erfolgt vom Start an bilanziell CO2-neutral. Der Standort Zwickau nutzt zu 100% Strom aus erneuerbaren Energien und verfügt über ein hocheffizientes Blockheizkraftwerk. Zudem arbeitet Audi daran, CO2-Emissionen in der Wertschöpfungskette weiter zu minimieren. Wenn der Audi Q4 e-tron das Ende seines Lebenszyklus erreicht hat, soll seine Batterie perspektivisch in Second-Life-Konzepten weiterverwendet oder per Recycling als Rohstoffquelle genutzt werden.

(Bild: Porsche Holding GmbH)
(Bild: Porsche Holding GmbH)
(Bild: Porsche Holding GmbH)

Quelle: Porsche Holding GmbH

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