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Stromnetze in Deutschland auf Belastung der Elektromobilität getestet

Klimafreundliche Fortbewegung

Mehr als 80 Fachbesucher aus Politik und Wirtschaft folgten am 23. April 2018 der Einladung des Verbands der Schleswig-Holsteinischen Energie- und Wasserwirtschaft (VSHEW) zum “2. Stadtwerkeforum Elektromobilität” in Neumünster. Mit dieser Veranstaltung wollten die kommunalen Versorger dazu beitragen, die Elektromobilität Im Norden flächendeckend voranzutreiben.

Ziel ist, Schleswig-Holstein zur europäischen Vorbildregion für eine klimafreundliche Fortbewegung auf Straßen und Schienen zu machen. “Kein Bundesland besitzt mehr Strom aus Erneuerbaren Energien als wir. Die Stadtwerke werden wesentlich dazu beitragen, diesen Ökostrom sinnvoll zu nutzen und die Energiewende in Schleswig-Holstein zu forcieren“, sagt Helge Spehr, VSHEW-Vorstandsvorsitzender und Geschäftsführer der Stadtwerke Rendsburg.

Die Entwicklung befinde sich bereits auf gutem Weg. Die Teilnehmer begrüßten die Bestätigung von Monika Heinold, Finanzministerin von Schleswig-Holstein, bei 20 Prozent aller Neuanschaffungen für Fahrzeuge des öffentlichen Fuhrparks auf Elektroantriebe zu setzen und noch in diesem Jahr bis zu 100 Ladesäulen an öffentlichen Liegenschaften zu installieren. “Schleswig-Holstein besitzt bereits einen Kompetenzvorsprung in Sachen Elektromobilität. Den werden wir jetzt weiter ausbauen“, sagte Dr. Andreas Tietze, Vorsitzender des Wirtschafts- und Verkehrsausschusses der schleswig-holsteinischen Landesregierung. Die Energiewende erfordere dringend auch eine Mobilitätswende auf den Straßen, Schienen und zu Wasser, so Tietze. “Die Koalition steht in diesem Punkt geschlossen zusammen”, ergänzt Andreas Hein, energiepolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion. “Wir werden gemeinsam alles versuchen, unser Bundesland zu einem Sinnbild für klimafreundliche Antriebsformen zu machen.

Deutlich wurde auf dem Stadtwerkeforum, dass die bestehenden Stromnetze eine E-Mobilitäts-Offensive aushalten würden: “In den Kommunen Schleswig-Holsteins wird auf absehbare Zeit höchstens jedes zweite Auto einen Elektroantrieb besitzen. Dafür könnten die Netze hinreichend aufgerüstet werden. Ausfälle oder Qualitätseinbußen sind dann nicht zu befürchten“, versichert Dr. Jens Zeidler, Geschäftsführer des Erfurter Beratungsunternehmens NEW-Grid Management Consult.

Quelle: Presseportal.de


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