(Bild: Jaguar Land Rover Limited)

Kompakt-SUVs von Range Rover mit bis zu 66 Kilometer rein elektrischer Reichweite:

Evoque und Discovery als Plug-in Hybrid

Land Rover setzt seine Elektrifizierungsstrategie fort: Der britische Autohersteller bringt seine beiden kompakten Premium-SUV Range Rover Evoque und Land Rover Discovery Sport auch als sparsame PHEV-Modelle mit Plug-in Hybrid-Antrieb auf den Markt. Die als P300e bezeichneten Varianten des britischen Duos kombinieren einen völlig neuen, 147 kW (200 PS) starken 1.5 Liter Ingenium Dreizylinder-Benzinmotor samt Achtgangautomatik mit einem 80 kW (109 PS) leistenden Elektromotor als Hinterachsantrieb – ein Paket, das für niedrige Verbrauchswerte, hervorragende Leistungsdaten und Land Rover-Qualitäten auf jedem Untergrund bürgt. Während die CO2-Emissionen der PHEV-Modelle bei 32 g/km beginnen, ist mit den Plug-in Varianten von Evoque und Discovery Sport eine rein elektrische Reichweite von bis zu 66 Kilometern möglich.

Nick Rogers, Jaguar Land Rover Vorstand Technik, sagt: „Die Ingenium Motorenfamilie wurde von Jaguar Land Rover konzipiert und entwickelt – die Triebwerke laufen in unseren eigenen Werken vom Band. Die Ingenium-Familie ist modular, skalierbar und flexibel, sie erlaubt uns deshalb als einem der ersten Hersteller, ein Plug-in Hybridsystem mit Dreizylinder auf den Markt zu bringen. Damit bekommen unsere Kunden noch mehr Möglichkeiten. Die Kombination aus Elektrifizierung, Downsizing und Gewichtsreduzierung bringt viele Vorteile – beim Verbrauch ebenso wie bei der elektrischen Reichweite und der Möglichkeit, emissionsfrei in der Stadt zu fahren. Ob auf langen Strecken, im Gelände oder innerorts: Unsere neuen Plug-in Hybride verfügen über das Leistungsvermögen und die Gelassenheit, für die Land Rover-Modelle bekannt sind – und dies kombiniert mit der Option emissionsfreier elektrischer Fortbewegung.

Die neuen PHEV-Modelle von Range Rover Evoque und Land Rover Discovery Sport überzeugen mit nachhaltiger Leistung. In dem System arbeiten ein neuer, 147 kW (200 PS) starker 1,5 Liter Dreizylinder-Benzinmotor aus der Ingenium-Reihe und ein in die Hinterachse integrierter Elektromotor mit 80 kW (109 PS) zusammen. Der E-Antrieb bezieht seine Energie aus einem unter den Rücksitzen platzierten Lithium-Ionen-Akku mit 15 kWh Kapazität. Das Duo aus Verbrenner und Elektromotor verschafft den britischen Kompakt-SUV zügige Beschleunigungswerte: Der Evoque sprintet in 6,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h, der Discovery Sport beschleunigt in 6,6 Sekunden auf 100 km/h. Damit sind die PHEV-Modelle sogar die drehmoment- und spurtstärksten Varianten beim Evoque und Discovery Sport. Rein elektrisch können Evoque P300e und Discovery Sport P300e bis zu 135 km/h schnell fahren.

Herausragend ist die Effizienz bei Verbrauch und Emissionen. Nach WLTP-Verfahren kommt der Range Rover Evoque P300e auf gerade einmal 32 g/km CO2-Emissionen und einen kombinierten Verbrauch von 1,4 Liter auf 100 Kilometer. Rein elektrisch und somit ohne lokale Emissionen kann der neue Evoque PHEV bis zu 66 Kilometer zurücklegen. Ähnlich ist die Datenlage beim Land Rover Discovery Sport P300e: Er fährt ausschließlich mit E-Antrieb bis zu 62 Kilometer weit, der kombinierte WLTP-Verbrauch liegt bei 1,6 Liter pro 100 Kilometer und die CO2-Emissionen bei 36 g/km.

Datenübersicht Range Rover Evoque P300e
  • Systemleistung: 227 kW (309 PS)
  • Drehmomentmaximum: 540 Nm*
  • Kombinierter Kraftstoffverbrauch nach WLTP-Verfahren: 1,4 l/100 km
  • Kombinierte CO2-Emissionen nach WLTP-Verfahren: 32 g/km
  • Elektrische Reichweite: 66 km
  • Schnellladung von 0 auf 80 %: in 30 Minuten**
Datenübersicht Land Rover Discovery Sport P300e
  • Systemleistung: 227 kW (309 PS)
  • Drehmomentmaximum: 540 Nm*
  • Kombinierter Kraftstoffverbrauch nach WLTP-Verfahren: 1,6 l/100 km
  • Kombinierte CO2-Emissionen nach WLTP-Verfahren: 36 g/km
  • Elektrische Reichweite: 62 km
  • Schnellladung von 0 auf 80 %: in 30 Minuten**

*  Benzin- und Elektromotor erreichen ihre Leistungsspitzen bei unterschiedlichen Drehzahlen

** an einer 32-kW-Schnellladesäule unter optimalen Bedingungen – Ladezeiten können variieren

Drei wählbare Fahrmodi
Bei den neuen PHEV-Modellen des Evoque und des Discovery Sport können drei verschiedene Fahrmodi gewählt werden – etwa für effizientes Fahren in der Stadt oder auf der Autobahn:

  1. Hybrid-Modus (Standard-Einstellung): Dabei findet die Steuerung automatisch die bestmögliche Kombination aus Benzin- und Elektroantrieb für die jeweilige Situation. Die Regelstrategie entscheidet dabei auf Basis von Faktoren wie Fahrbedingungen oder Energievorrat in den Akkus. Sobald ein Ziel in das Navigationssystem eingegeben wird, nutzt die Prädikative Energieoptimierungsfunktion PEO Navi- und GPS-Daten zur Maximierung von Effizienz und Komfort.
  2. EV-Modus (Electric Vehicle): Hier werden Evoque und Discovery Sport ausschließlich per E-Motor angetrieben, gespeist vom Energievorrat in den Akkus – für geräuscharmes und emissionsfreies Fahren.
  3. Save-Modus: In diesem Modus arbeitet nahezu ausschließlich der Benzinmotor (ausgenommen etwa bei einem Kickdown für volle Power während eines Überholvorgangs). Der Batterie-Ladestand wird auf dem Ist-Niveau gehalten für spätere Nutzung – etwa in urbanen Zonen.
Fortschrittliche PHEV-Technologie

Für die aktuellen Generationen des Range Rover Evoque und des Land Rover Discovery Sport bietet die moderne Premium-Transverse-Architecture (PTA) eine optimale Grundlage. Bereits bei der Konzeption der Architektur wurde die Integration von Plug-in und Mild-Hybridtechnologien eingeplant. So findet die Hardware der E-Antriebe unterhalb des Kabinenbodens Platz, ohne das Raumangebot für die Passagiere zu beeinträchtigen. Auch der Kraftstofftank ist mit 57 l deutlich großzügiger bemessen als bei anderen PHEVs – er ist damit nur 15% kleiner als bei den »normalen« Evoque- und Discovery Sport-Modellen.

Der elektrische Hinterachsantrieb (ERAD – Electric Rear Axle Drive) bezieht seine Energie aus einem Lithium-Ionen-Akku mit 15 kWh Kapazität. Die kompakt bauende Batterie besteht aus 84 prismatischen Zellen, die in sieben 50-Ah-Modulen mit je zwölf Zellen zusammengefasst sind. Ein sechs Millimeter dickes Stahlgehäuse schützt den Akku gegen äußere Einflüsse, so dass die Robustheit der Modelle in jedem Terrain uneingeschränkt erhalten bleibt.

Herzstück von ERAD ist ein kompakter und effizienter Permanentmagnet-Synchronmotor. Um den Bauraum optimal zu nutzen, hat der Motor konzentrische Antriebswellen und ein Eingang- Getriebe, wobei der Inverter ebenfalls in das ERAD-Gehäuse integriert ist. Das gesamte Modul passt anstelle des Differentials in die Integral-Hinterachse.

Bei Geschwindigkeiten über 135 km/h wird der Elektromotor entkoppelt, um die Effizienz zu steigern. Fahren Evoque oder Discovery Sport wieder langsamer als 135 km/h, ist der E-Motor übergangslos erneut am Antrieb beteiligt.

Eine weitere technische Innovation verbirgt sich unter den Vordersitzen: die kompakte Hochvolt- Verteilerbox. Sie besteht zum einen aus dem DC/DC-Wandler zur Umwandlung von Energie aus der Hochvoltbatterie in das 12-Volt-Bordnetz – und zum anderen aus dem 7-kW-Onboard- Ladegerät, mit dessen Hilfe die PHEV-Modelle über ein Ladekabel Energie aus dem Stromnetz beziehen können.

Zur Konfiguration zählt weiters ein Riemen-Starter-Generator-Inverter. Intelligentes Strommanagement sorgt dafür, dass rekuperierte Energie zur Hochvoltbatterie gelangt.

Anstelle des herkömmlichen Hydraulik-Bremssystems verfügen Evoque und Discovery Sport als PHEV über ein neu entwickeltes Brake-by-Wire-System. Es wechselt nahtlos zwischen regenerativem Bremsen und konventioneller Reibungsbremse – und erzeugt so ein gleichmäßiges und präzises Pedalgefühl. Brake-by-Wire stellt hier beim regenerativen Bremsen bis zu 0,2 g Verzögerung bereit. Dabei bürgt das System für Energieeffizienz, denn im Schiebebetrieb nutzt es die kinetische Energie des Fahrzeugs zum Laden des Hochvolt-Akkus.

Insgesamt wurden die einzelnen Komponenten des PHEV-Systems durchdacht innerhalb der Fahrzeugstruktur verteilt. Dies senkt den Fahrzeugschwerpunkt um sechs Prozent und optimiert die Gewichtsverteilung.

Bequemes und schnelles Laden

Land Rover bestückt Evoque P300e und Discovery Sport P300e mit einem Typ 2/Mode-3- Ladekabel. Es passt zu 7-kW-Wallboxen mit Wechselstrom oder öffentlichen Wechselstrom- Ladesäulen. Auf diese Weise lässt sich der Akku in einer Stunde und 24 Minuten von 0 auf 80% seiner Kapazität aufladen. Erhältlich ist auch ein Schukostecker/Mode-2-Ladekabel. Damit können die PHEV-Modelle an einer gewöhnlichen Haushaltssteckdose in 6 Stunden 42 Minuten komplett aufgeladen werden: ideal für die Energiespeicherung über Nacht.

Noch schnelleres Laden ist am ständig wachsenden Netz öffentlicher Gleichstrom-Ladesäulen möglich: mit bis zu 32 kW sind in knappen 30 Minuten wieder 80 Prozent Energie in einem zuvor leeren Akku. Damit sind Evoque P300e und Discovery Sport P300e an der Spitze aller Plug-in Hybride beim Schnellladen. Was im Alltag bedeutet, dass auch kurzes Anstecken bei einem schnellen Supermarkt-Stopp Sinn macht und viel Energie in den Akku fließt.

Zugang zum Stromanschluss finden die Nutzer des Evoque PHEV oder Discovery Sport PHEV über eine Klappe im linken hinteren Kotflügel – genau gegenüber der Tankklappe.

Kontakt zu ihren Fahrzeugen können die Besitzerinnen und Besitzer der neuen Plug-in Hybridmodelle über die Land Rover InControl Remote Smartphone-App halten. Ob daheim oder unterwegs: Mithilfe der App lässt sich der Ladestatus des Akkus überwachen und der Wagen für die nächste Fahrt vorbereiten. Auch ein Ladetimer zählt zum Funktionsumfang der App: Dank der Möglichkeit zeitgesteuerten Aufladens können günstige Stromtarife in Schwachlastzeiten genutzt werden.

Weiters haben die Nutzer die Option der automatischen Vorkonditionierung von Akku und Innenraumtemperatur vor Fahrtbeginn. Die Nutzung von Netzstrom beim angeschlossenen Fahrzeug, statt dem Akku nach dem Start Energie zu entziehen, bringt viele Vorteile – nicht zuletzt eine größere Reichweite und mehr Komfort für die Passagiere.

Neuer 1.5 Liter Dreizylinder-Benzinmotor

In den neuen PHEV-Modellen des Evoque und Discovery Sport schlagen zwei moderne Herzen: neben dem E-Aggregat an der Hinterachse ein neuer, 1,5 Liter-3-Zylinder Benzinmotor. Er ist das jüngste Mitglied der modular aufgebauten Ingenium-Motorenfamilie, die nun aus Varianten mit drei, vier und sechs Zylindern besteht.

Der Vollaluminium-Dreizylinder ist 37 Kilo leichter als sein Pendant mit vier Zylindern, er bringt außerdem viel Leistung mit Laufruhe und außerordentlicher Effizienz in Einklang.

Das Triebwerk weist besonders wenig Reibung auf – ein entscheidender Beitrag zur Effizienz. Der Abgaskrümmer ist in den Aluminium-Zylinderkopf integriert, was nicht nur die Aufwärmzeiten verkürzt. Der minimierte Abstand zwischen Auslassöffnungen und dem Turbinenrad des Laders ermöglicht ein rasches Ansprechen. Die Konfiguration mit drei Zylindern sorgt weiters für ein verbessertes Abgas-Strömungsverhalten, sodass das Turbinenrad praktisch ohne Verzögerung Ladedruck aufbaut. Ein effizienter Ladeluftkühler mit Wasserkühlung gewährleistet eine gleichbleibend hohe Luftdichte in den Brennräumen und damit reichlich Leistung und Effizienz über den gesamten Drehzahlbereich.

Ebenso wie die bereits bekannten Mild-Hybrid-Vierzylindermotoren ist auch der neue Ingenium- Dreizylinder mit einem integrierten riemengetriebenen Starter-Generator bestückt. Er gewinnt parallel zum ERAD-System Energie beim Bremsen und im Schiebebetrieb zurück und leitet diese zum Akku weiter. Darüber hinaus erlaubt der Starter-Generator einen leiseren und schnelleren Stopp-Start-Betrieb als konventionelle Anlasser.

Neues Achtgang-Automatikgetriebe

Die Land Rover Entwickler entschieden sich beim Evoque PHEV und Discovery Sport PHEV jeweils für ein neues Automatikgetriebe mit acht Gängen. Es passt ideal zu Leistungscharakteristik und Drehmomentabgabe des Dreizylinder-Benzinmotors und harmoniert mit dem elektrischen Hinterachsantrieb. Die neue Achtgangautomatik ist fünf Kilogramm leichter als das bekannte Neunganggetriebe und überzeugt mit seidenweichen Schaltvorgängen.

In Österreich besonders attraktiv gepreist

Mit der hohen rein elektrischen Reichweite sind die beiden PHEV-Modelle sowohl für Privatkunden als auch als Firmenfahrzeuge besonders interessant. Evoque P300e und Discovery Sport P300e sind in Österreich jeweils günstiger als ihre vergleichbar starken reinen Diesel- oder Benzin-Modelle im Angebot.

Bei regelmäßiger Nutzung der Plug-in Hybrid-Vorteile (Akku zumindest jeden Abend aufladen) ergeben sich günstigere Betriebskosten, zudem ist bei der motorbezogenen Versicherungssteuer nur der Verbrenner-Anteil (147 kW/200 PS) der Gesamtleistung zu bezahlen.

Schließlich müssen Evoque P300e und Discovery Sport P300e beim Einsatz als Firmenfahrzeug den geldwerten Vorteil für die Privatnutzung nur mit 1,5% statt 2,0% des Neuwagenwertes versteuern.

Quelle: Jaguar Land Rover Limited


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