Was bringt Elektroautos auf die Straße? (Bild: Pexels)

Sharing-Dienst für Elektroroller setzt auf Crowdfunding um zu expandieren

Elektroflitzer wollen Luftqualität verbessern

München ist die Stadt mit der höchsten Stickstoffdioxid-Belastung in Deutschland. Mögliche Diesel-Fahrverbote und Dauerstau schreien förmlich nach Alternativen für den überlasteten Straßenverkehr. Nachdem das Berliner Start-up “emmy” und die Green City Energy AG im Sommer 2017 im Rahmen eines gemeinsamen Joint Ventures die ersten 50 roten E-Schwalben im Sharing-System auf die Münchner Straße gebracht haben, soll Ende März die Flotte um 400 E-Roller erweitert und das Geschäftsgebiet vergrößert werden. Damit werden die emmy-Roller zu einer platzsparenden, sauberen und attraktiven Mobilitätsalternative in der Stadt.

Im August 2017 waren sie in aller Munde: die ersten 50 roten, geräuschlosen E-Roller des gemeinsamen Sharing-Dienstes von “emmy” und der Green City Energy AG. Bereits 2.000 Münchnerinnen und Münchner haben in den ersten Monaten vor der Winterpause die roten E-Flitzer getestet. “Wir sind begeistert von der positiven Resonanz in München. Jetzt ist es an der Zeit, das Geschäftsgebiet soweit auszuweiten, dass unsere E-Roller eine echte Alternative zum konventionellen Stadtverkehr bieten“, so emmy-Co-Founder Valerian Seither. “Unsere emmy-Roller sind ein Paradebeispiel dafür, wie die Verkehrswende funktionieren kann – abgasfrei, platzsparend und betankt mit 100 Prozent Ökostrom, der bis zu 30 Prozent aus unseren eigenen Erneuerbare-Energien-Kraftwerken stammt.“, erklärt Green City Energy-Vorstand Jens Mühlhaus die Idee hinter des Joint Ventures mit “emmy”. Um die stickstoffdioxid-gebeutelte Metropole zu entlasten, sollen ab Ende März 450 E-Schwalben über die Münchner Straßen fliegen. Dies würde eine emmy-Dichte von etwa sechs Rollern pro Quadratkilometer im Bereich des Mittleren Rings bedeuten. Ein Kraftakt für München, der Unterstützer braucht.

Eine Crowd für emmy

Während die Politik über Fahrverbote und blaue Plaketten diskutiert, ergreift Green City Energy die Initiative und ruft zu einem Crowdinvesting auf: für mehr rote E-Flitzer in der Stadt. “Jetzt heißt es: Kräfte bündeln und gemeinsam für eine lebenswertere Stadt kämpfen”, appelliert Mühlhaus. “Nur so lassen wir die Negativrekorde für die Luftreinhaltung endlich hinter uns.” Ab 250 Euro hat jeder unter www.greencity-crowd.de die Möglichkeit, für knapp fünf Jahre im Rahmen eines Nachrangdarlehens bei einer Verzinsung von bis zu 4,25 Prozent in das Münchner Sharing-Konzept zu investieren. Maximal werden über dieses Crowdinvesting 1,5 Millionen Euro eingeworben, um die 400 Roller auf die Straße zu bringen. Für die ersten 50 Anleger winkt ein kleines Dankeschön. Sie werden emmy-Pate, erhalten von dem Elektroroller-Betreiber 50 Freiminuten und dürfen einer E-Schwalbe einen eigenen Namen geben, der dann in der App angezeigt wird.

Green City Energy und emmy e-mobilisieren München

Wie schon im vergangenen Jahr werden in München nur neue Elektro-Schwalbe für den Sharing-Dienst eingesetzt. Das Remake des DDR-Kultrollers beschleunigt mit einem 4 kW Elektromotor von 0 auf 45 km/h in 5 Sekunden. Die beiden Lithium-Ionen-Akkus sorgen für mehr als 100 km Reichweite – mehr als genug um im Stadtgebiet grenzenlos mobil zu sein. Doch “abgasfrei” bedeutet noch lange nicht “emissionsfrei”. In diesem Fall schon: Deswegen werden die Elektro-Schwalben mit 100 Prozent Ökostrom von Green City betankt. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.greencity-crowd.de

Quelle: Presseportal.de


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