Nachhaltigkeit vom Lieferanten, über die Produktion bis hin zum Recycling. (Bild: BMW Group)

BMW verkaufte 2017 über 100.000 Elektrofahrzeuge europaweit

Die Suche nach Nachhaltigen Rohstoffen

BMW hat bei der Gestaltung nachhaltiger Mobilität im Jahr 2017 deutliche Fortschritte realisiert. Erstmals hat das Unternehmen in einem Jahr über 100.000 elektrifizierter Fahrzeuge verkauft. Obwohl der Anteil von Dieselfahrzeugen in Europa rückläufig war, wurde der Flottenverbrauch weiter gesenkt – auf durchschnittlich 122 Gramm pro Kilometer.

Im Sinne einer ganzheitlichen Dekarbonisierung konnte auch bei der Energieversorgung der Produktionsstandorte ein Durchbruch erzielt werden. 2017 stammte der eingekaufte Strom der BMW Group in Europa erstmals zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien. Beim Bezug relevanter Rohstoffe für die Elektromobilität hat die BMW Group im Jahr 2017 ihre Voreiterrolle ausgebaut und beispielsweise die Transparenz ihrer Kobalt-Lieferkette deutlich erhöht.

Eine ausführliche Übersicht über alle Daten und Fakten zeigt der neue „Sustainable Value Report 2017“, der gleichzeitig mit dem Geschäftsbericht am 21. März 2018 veröffentlicht wird. Die Botschaft ist klar: Die BMW Group gestaltet Mobilität nachhaltig – vom Lieferanten über die Produktion bis zum Ende des Lebenszyklus eines Fahrzeugs

Nachhaltigkeit heißt für uns Zukunftsfähigkeit – für die BMW Group und die Gesellschaft. Wir kennen die Herausforderungen und nehmen sie an. Wir entwickeln innovative Mobilitätslösungen und schaffen dadurch Mehrwert für Kunden, Unternehmen und Gesellschaft“, sagt Harald Krüger, Vorsitzender des Vorstands der BMW AG: „Die BMW Group kündigt Projekte nicht nur an, sondern setzt sie auch entschlossen um.

Durch die frühe Fokussierung auf Elektromobilität hat die BMW Group heute bereits eine führende Position im Markt elektrifizierter Fahrzeuge erreicht. Bei den Neuzulassungen vollelektrischer und Plug-In-Hybrid Fahrzeuge in Europa ist die BMW Group mit einem Anteil von 21 Prozent klarer Marktführer im erweiterten Wettbewerbsumfeld. Damit verfügt die BMW Group im elektrifizierten Fahrzeugsegment bereits über einen mehr als dreimal so hohen Marktanteil wie bei den traditionellen Modellen.

Dieser Erfolg beim Absatz elektrifizierter Fahrzeuge trägt auch dazu bei, dass die BMW Group 2017 bei der Dekarbonisierung ihres Produktportfolios weitere Fortschritte gemacht hat. Trotz des sinkenden Diesel-Anteils in Kernmärkten konnte der CO2-Ausstoß im europäischen Flottenmittel auf 122 Gramm/Kilometer (Vorjahr: 124g/km) reduziert werden. Damit verringerte sich der CO2-Ausstoß im Vergleich zum Jahr 1995 um 42 Prozent. Bis zum Jahr 2020 soll eine Reduktion um 50 Prozent erfolgen.

Im Sinne einer ganzheitlichen Nachhaltigkeitsstrategie fokussiert sich die BMW Group beim Klimaschutz nicht allein auf seine Produkte, sondern auch auf die Emissionen der Produktionsstandorte. Langfristig verfolgt die BMW Group das Ziel einer weltweit CO2-freien Produktion“, sagt Ursula Mathar, Leiterin Nachhaltigkeit und Umweltschutz bei der BMW Group. Im Jahr 2017 konnte diesbezüglich ein wesentlicher Meilenstein erreicht werden: Der komplette Strombezug in Europa konnte erstmalig zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien gedeckt werden. Bis zum Jahr 2020 sollen auch alle anderen Standorte weltweit folgen.

Zahlreiche Projekte haben 2017 dazu beigetragen, den Energiehaushalt der BMW Group effizienter zu gestalten und den CO2-Footprint des Unternehmens weiter zu reduzieren: Beispielsweise tragen Windkraftanlagen am Standort Leipzig dazu bei, den BMW i3 zu 100 Prozent mit CO2-freiem Strom zu produzieren. Am gleichen Standort trägt eine neue Batteriefarm dazu bei, die Energie der Windräder auf dem Werksgelände in das Stromnetz zu integrieren. Hierbei werden bis zu 700 ausrangierte BMW i3 Hochvoltspeicher einer „Second Life“-Nutzung zugeführt, was die Einsatzdauer der Speicher über den Fahrzeug-Lebenszyklus hinaus ressourcenschonend verlängert.

Der zunehmende Einsatz von Hochvoltspeichern bei elektrifizierten Fahrzeugen und „Second Life“-Nutzungskonzepten erhöht auch die Anforderungen an eine saubere und transparente Lieferkette. Dies gilt zum Beispiel für den Rohstoff Kobalt. Als erster Automobilhersteller weltweit hat die BMW Group 2017 Informationen zu Schmelzen und Herkunftsländern des Rohstoffs öffentlich zugänglich gemacht. Darüber hinaus prüft die BMW Group derzeit gemeinsam mit einem unabhängigen Partner, inwiefern die soziale und ökologische Situation in einer Modellmine als Pilot in der Demokratischen Republik Kongo nachhaltig verbessert werden kann.

Diese und zahlreiche weitere Daten und Fakten zur ganzheitlichen Umsetzung der BMW Group Nachhaltigkeitsstrategie in den Bereichen „Produkte und Dienstleistungen“, „Produktion und Wertschöpfung“ sowie „Mitarbeiter und Gesellschaft“ finden sich im neuen Sustainable Value Report 2017.

Die Substanz nachhaltigen Wirtschaftens sowie die Transparenz der Berichterstattung werden auch von internationalen Experten anerkannt: In dem von der RobecoSAM AG veröffentlichten Rating für die Dow Jones Sustainability Indizes (DJSI) gehört die BMW Group als einziges Unternehmen der Automobilindustrie seit 1999 ununterbrochen zu den gelisteten Herstellern. Im Rating des Carbon Disclosure Projects (CDP) erzielte die BMW Group hinsichtlich Transparenz und Maßnahmen zum Klimaschutz erneut die Bestbewertung A. Das Unternehmen ist damit zum achten Mal in Folge in der A-List vertreten. Darüber hinaus erzielte die BMW Group auch im CDP-Wasser-Rating, in dem der verantwortungsvolle Umgang mit Wasser bewertet wird, die Bestwertung A. Im letztmals 2016 durchgeführten Ranking des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und der Unternehmensvereinigung future wurde der Sustainable Value Report der BMW Group als bester Nachhaltigkeitsbericht großer deutscher Unternehmen ausgezeichnet.

Die BMW Group veröffentlicht Nachhaltigkeitsberichte seit dem Jahr 2001 – ab 2013 ausschließlich als interaktives PDF. Der Bericht 2017 wurde in Übereinstimmung mit den Guidelines der Global Reporting Initiative (GRI Standards; umfassende Option) erstellt und erfüllt vollständig die Anforderungen der CSR-Berichtspflicht in Deutschland. Alle quantitativen und qualitativen Aussagen des Berichts 2017 wurden von einem externen Wirtschaftsprüfer (PricewaterhouseCoopers) auf u.a. folgende Kriterien geprüft: Wesentlichkeit, Einbezug von Stakeholdern, Klarheit, Vollständigkeit, Genauigkeit, Zuverlässigkeit, Vergleichbarkeit. Die betriebswirtschaftliche Prüfung wurde auf der Grundlage des ISAE 3000 Standards (International Standard of Assurance Engagements) durchgeführt.
Quelle: BMW Group


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