In über 70 Jahren hat sich Honda einen exzellenten Ruf als Entwickler und Hersteller von Verbrennungsmotoren aufgebaut – für Autos und Motorräder weltweit führender Rennserien bis hin zu Stadtrollern, Kei-Cars, MPVs, SUVs und allem, was dazwischen liegt.
In über 70 Jahren hat sich Honda einen exzellenten Ruf als Entwickler und Hersteller von Verbrennungsmotoren aufgebaut – für Autos und Motorräder weltweit führender Rennserien bis hin zu Stadtrollern, Kei-Cars, MPVs, SUVs und allem, was dazwischen liegt.
Während die Automobilindustrie verschiedene Wege zur Emissionsreduzierung erkundet, entwickelt Honda seinen Ansatz weiter und prüft für seine verschiedenen Produktportfolios, wie neue Technologien mit bewährten Stärken kombiniert werden können, um den Kunden echte Vielfalt und Auswahl zu bieten. Honda strebt dabei nicht eine einzige Lösung an, sondern entwickelt eine Reihe von elektrifizierten Technologien sowohl im Motorrad- als auch im Automobilbereich, da die Mobilitätsbedürfnisse der Menschen je nach Lebensstil, geografischer Lage und Nutzungsgewohnheiten unterschiedlich sind.
Diese Reise begann vor über einem Vierteljahrhundert mit dem Honda Insight, Europas erstem serienmäßig erhältlichen Hybridfahrzeug, führte mit dem Clarity in den Bereich der Wasserstofftechnik und bildete die Grundlage für die Hybrid- und Plug-in-Hybrid-Optionen, die jedes aktuelle Pkw-Modell vom Jazz bis zum CR-V antreiben.
Mit dem Elektromotorrad WN7 schlägt Honda nun das nächste Kapitel auf. Die WN7 ist seit Juni 2026 bei den Händlern erhältlich und ergänzt in der Honda Palette batteriebetriebener Zweiräder die Roller EM1 e: und CUV e:. Das elektrische Zweirad-Trio spiegelt den Wandel im Denken darüber wider, wie zukünftige Mobilitätserlebnisse gestaltet werden können, und verkörpert – wie die aktuelle Pkw- und SUV-Palette von Honda – den von Forschung und Entwicklung geprägten Geist des Unternehmens.
Eine intensivere Verbindung zwischen Mensch und Maschine
Während die legendären Motorräder der Marke lange Zeit auf fein abgestimmte Verbrennungsmotoren setzten, verzichtet die Honda WN7 komplett auf einen Verbrenner. Die Grundlagen bleiben laut Entwicklungsleiter Masatsugu Tanaka gleichwohl unverändert: „Ein Motorrad fährt immer noch auf zwei Rädern. Beschleunigen, Bremsen und Kurvenfahren – diese zentralen Bestandteile der Fahrdynamik ändern sich nicht.“
Diese Philosophie ist die gleiche wie im Automobilbereich, wo Honda mit seinen Hybridplattformen weiterhin einen starken Fokus auf Fahrdynamik legt, um Fahrspaß zu bieten. Die WN7 folgt diesem Vorbild und wendet jahrzehntelanges Know-how in den Bereichen Fahrwerk und Steuerung auf ein neues Antriebskonzept an.
Von Anfang an war die WN7 nicht als direkter Ersatz für benzinbetriebene Motorräder konzipiert. Ähnlich wie beim e:HEV-Hybridantrieb wurde die WN7 vielmehr entwickelt, um die einzigartigen Möglichkeiten der Elektromobilität auszuloten. Das Fehlen von Motorgeräuschen und Vibrationen, die beide lange Zeit als wesentliche Faktoren für den Charakter eines Fahrzeugs erachtet wurden, wird so nicht zu einer Einschränkung, sondern zu einer Chance.
Ohne Verbrennungsprozess eröffnen sich neue Sinneserfahrungen. Wind, das Feedback der Fahrbahn und Umgebungsgeräusche treten stärker in den Vordergrund und schaffen eine intensivere Verbindung zwischen Fahrer und Umgebung. Auch die Gasannahme wird sanfter und linearer.
Neue Freiheiten für die Designer
Entsprechend hat sich auch das Design weiterentwickelt. Während es bei Motorrädern mit Verbrennungsmotor oft den Motor in den Mittelpunkt rückt, eröffnet die elektrische Architektur neue Freiheiten und Möglichkeiten und verlagert den Schwerpunkt auf die Integration der Batterie und die strukturelle Effizienz.
Die Honda Designer betrachteten Batterie und Motor als Kernelemente sowohl der Form als auch der Funktion und legten besonderes Augenmerk auf Farben, Materialien und Oberflächen. Auch darin spiegelt sich ein Ansatz wider, den Honda bei der Pkw-Modellpalette verfolgt. Dort wird das schlanke Grunddesign des Interieurs durch praktische Ergonomie, haptische Berührungspunkte und hochwertige Materialien aufgewertet.
Technische Herausforderungen, insbesondere Batterie-Packaging, Wärmemanagement und Gewichtsverteilung, wurden ganzheitlich angegangen. Durch die Zentralisierung der Fahrzeugmasse und die Optimierung des Fahrwerks zielt die WN7 darauf ab, sowohl Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten als auch Agilität bei niedrigen Geschwindigkeiten zu bieten. Wie bei den elektrisch unterstützten Automobilen ist die Platzierung der Batterie entscheidend für ein Fahrverhalten, das Spaß macht.
Ein weiterer wichtiger Aspekt war die Ladeinfrastruktur. Die WN7 nutzt dieselben Standards wie Elektro- und Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge wie der CR-V e:PHEV und unterstützt das AC-Typ-2-Laden sowie das CCS2-Schnellladen. Dies ermöglicht die Nutzung bestehender öffentlicher Ladenetze und macht die WN7 bereit für längere Wochenendausflüge.
Es geht um die Qualität des Fahrgefühls
Die WN7 ist das erste Elektromotorrad von Honda mit einer fest eingebauten Batterie. Auch dies weist Parallelen zu Elektroautos auf: Die Batterie ist tief und zentral im Motorrad montiert, um den Schwerpunkt zu senken und das Fahrverhalten zu verbessern.
Doch es gibt auch andere technische Lösungen. Honda selbst hat mit den Elektrorollern EM1 e: und CUV e: einen weiteren Ansatz eingeführt. Sie basieren auf dem einzigartigen „Mobile Power Pack e:“- System (MPP) von Honda: einem herausnehmbaren und austauschbaren Akku, der darauf ausgelegt ist, die zentralen Herausforderungen von elektrisch betriebenen Fahrzeugen anzugehen, nämlich Ladezeiten, Reichweite und Akkukosten.
Ein Bereich, in dem die WN7 ihren elektrischen Schwestermodellen überlegen ist, ist die Leistung. Wobei sich auch hier die Prioritäten verschoben haben: Anstatt sich ausschließlich auf Beschleunigungswerte zu konzentrieren, legte Honda den Schwerpunkt auf die Qualität der Gasannahme – ganz ähnlich wie bei Civic und Prelude e:HEV, die ein müheloses, sanftes Fahrerlebnis bieten. Das sofort verfügbare elektrische Drehmoment ist auf Laufruhe und Kontrolle abgestimmt, während die regenerative Bremsfunktion in mehrere Fahrmodi – Standard, Sport, Rain und Econ – integriert ist, die jeweils unterschiedliche Fahreigenschaften bieten.
Diese Anpassungsfähigkeit zeigt einen weiterreichenden Vorteil der Elektrifizierung: Beständigkeit. „Das Ansprechverhalten des Gasgriffs ist jedes Mal genau so, wie man es erwartet“, erklärt Tanaka. Diese Berechenbarkeit ermöglicht es den Nutzern, sich mehr auf die Kontrolle zu konzentrieren und weniger darauf, mechanische Schwankungen auszugleichen.
Pragmatische Vielfalt – an den Bedürfnissen moderner Nutzer ausgerichtet
Die WN7 ist Teil eines umfassenderen Wandels. Honda hat sich verpflichtet, bis 2050 bei allen Unternehmensaktivitäten – von Motorrädern über Autos bis hin zu Power Products – CO₂-Neutralität zu erreichen. Im kommenden Jahrzehnt werden Hybridsysteme und vollelektrische Fahrzeuge nebeneinander bestehen und den Kunden vielfältige Wege zur Elektrifizierung bieten – durch Antriebsstränge, die sich nahtlos in den Alltag integrieren lassen.
Für diejenigen, die der elektrifizierten Mobilität skeptisch gegenüberstehen, ist die Botschaft von Honda pragmatisch: Es geht bei diesem Wandel nicht darum, ein Fahrerlebnis durch ein anderes zu ersetzen, sondern darum, die Möglichkeiten zu erweitern. Laufruhe, sanfte Drehmomententfaltung und Umweltbewusstsein bieten ein ganz neues Fahrerlebnis. Eines, das den allgemeinen Erwartungen der Gesellschaft an moderne Mobilität entspricht.
In diesem Zusammenhang hat die WN7 eine Bedeutung, die über ihren Status als erstes vollelektrisches Motorrad von Honda hinausgeht. Sie ist Teil einer umfassenderen Strategie, die die Tradition der Marke im Bereich technischer Spitzenleistungen mit ihrer Zukunft im Bereich der elektrifizierten Mobilität verbindet.
Quelle: www.honda.at