Schutz von Stromleitungen
Damit Hochvolt-Leitungen in E-Fahrzeugen abgeschirmt und vor mechanischen Schäden geschützt sind, werden sie mit einem besonderen Geflecht umhüllt. „Wir haben jetzt Maschinen entwickelt, die bis zu 30 % schneller arbeiten als die bisher üblichen“, so Peter Khu, Geschäftsführer der Firma KHU. (Bild: pixabay)

Erfindung aus Niederösterreich:

Produkt zur Sicherheit von Stromleitungen in E-Autos

Die Firma KHU Sondermaschinen mit Sitz in Hagenbrunn im Bezirk Korneuburg hat ein neues Produkt zur Sicherheit von Stromleitungen in Elektro-Autos entwickelt. Damit die Hochvolt-Leitungen in solchen Fahrzeugen abgeschirmt und vor mechanischen Schäden geschützt sind, werden sie mit einem besonderen Geflecht umhüllt. Diese Umhüllungen verrichten Flechtmaschinen, die sehr langsam arbeiten. „Wir haben jetzt Maschinen entwickelt, die bis zu 30 Prozent schneller arbeiten als die bisher üblichen“, teilte Firmenchef Peter Khu dem NÖ Wirtschaftspressedienst mit.

Weil man Flechtmaschinen nicht nur für E-Autos, sondern auch für Datenschutz-Leitungen braucht, hofft der Hagenbrunner Unternehmer, mit seinen schnellen Maschinen auf einem expandierenden Markt punkten zu können. Als zweite Neuheit nennt Peter Khu die Entwicklung einer Transformator-Wickelmaschine, die Spulen bis zu einem Gewicht von 50 Tonnen herstellen kann. Die erste Maschine hat eine Siemens-Tochterfirma in Österreich erworben.

Kerngebiet der Firma ist das Entwickeln und Konstruieren von neuen Sondermaschinen und Anlagen für nahezu alle Branchen, von der Automobilindustrie, Luftfahrt, Blech-, Seil- und Kabelproduktion bis zur Lebensmittelindustrie und zum Laborbedarf. „Dank unserer großen Streubreite sind wir in der Lage, gezielt jene Sondermaschinen und Anlagen zu bauen, die unseren Kunden den entscheidenden Wettbewerbsvorteil bringen“, sagt Firmenchef Khu selbstbewusst.

Mit 32 Mitarbeitern erwirtschaftet das Unternehmen heuer rund vier Millionen Euro. Davon entfallen rund 70 Prozent auf den Export nach Deutschland, Osteuropa und Südamerika. Trotz der vielen Aufgaben ist Peter Khu mit den heurigen Einnahmen nicht ganz zufrieden: „Es war mehr ein Erfindungs- und Entwicklungsjahr. Im nächsten Jahr wird wieder der Verkauf im Mittelpunkt stehen.“

2018 ist auch von der Auslagerung des Stahlbaues mit Schweißen, Zuschneiden etc. geprägt. „Wir wollen den Maschinenpark vergrößern und deshalb den Stahlbau auf ein anderes Grundstück verlagern, aber in Hagenbrunn bleiben“, versichert Peter Khu.

 

Weitere Informationen: khu.at


Kommentar verfassen