(Bild: Verband der Automobilindustrie e. V.)

Go-e auf der IAA:

Junges Unternehmen mischt die Ladeszene auf

(Bild: Verband der Automobilindustrie e. V.)

Das 2015 durch eine Kickstarteraktion gegründete Unternehmen präsentierte sich erstmals auf der IAA. Nach nur drei Jahren hat sich das kleine Start-up go-e aus Kärnten zu einem KMU mit einer innovativen Ladelösungen entwickelt. „Dabei fing alles mit einem Reibrollenantrieb für Fahrräder an“ erinnert sich Frank Fox, Gründer und ehemaliger Geschäftsführer. Doch schon ein Jahr nach Einführung der ersten Ladebox für Elektroautos hat sich das Geschäft gedreht und heute entwickeln, produzieren und vertreiben mittlerweile 28 Mitarbeiter in erster Linie high end Ladetechnik bis 22kW.

Europa weiter Vertrieb

Eine Erfolgsstory, dass dem jungen Unternehmen mittlerweile ein Europa weites Händlernetz von über 200 Partner beschert hat, worunter sich auch große Namen wie Reichelt Elektronik oder Alltron befinden. Was steckt also hinter dem Erfolgsgeheimnis, worin unterscheiden sich go-eCharger von den vielen anderen, die sich bereits auf dem Markt etablieren konnten? In erster Linie liegt es daran, dass go-e gesamtheitliche Konzepte anbietet und bei der Entwicklung von Anfang an sehr viel eigene Erfahrungen in der e-Mobilität eingebracht werden konnte. Dazu kommt, dass sich sehr schnell eine regelrechte Community bildete, welche in engem Kontakt zu dem jungen Entwickler und Mitgründer Peter Pötzi stehen und mit dafür sorgt, dass die Praxistauglichkeit ständig verbessert wird.

Hoher Funktionsumfang nicht nur für Elektronik Freaks

Und damit sind wir bereits bei den Besonderheiten der kleinen Funktionsriesen. Denn ähnlich wie bei Tesla profitieren auch die Besitzer bereits verkaufter Modelle, über die integrierte Updatefunktion, von den Weiterentwicklungen. Ermöglicht wird dies und viele weitere Funktionen durch die WLAN Funktion der go-eCharger und der damit verbundenen Möglichkeit das Gerät in das Smart Home Netzwerk zu integrieren. „Das öffnet Welten“ weiß Peter Pötzi zu berichten. „Stellen Sie sich vor, dass Gerät hackt sich in die Strompreisbörse, ermittelt die Preise der kommenden 24 Stunden und lädt genau dann, wenn der Strom am günstigsten ist“. Genau das ist eines der USPs des Ladegerätes. Möglich wird dies in Zusammenarbeit mit dem Wiener Partner aWATTar, das den Strompreis der Börse 1:1 an seine Kunden weitergibt. Aber auch andere Vorteile sind durch die Smart Home Nutzung möglich. So lässt sich Überschussstrom aus der PV Anlage besser verwerten und erhöht damit die Amortisierung deutlich. Start-, Stopp- und Timer Funktionen können von überall aus bedient werden und ein ganz entscheidender Punkt, der eine Ladebox überhaupt erst Zukunftsfähig macht, die Stromlast für das Gebäude kann gezielt gesteuert werden. Eine unverzichtbare Funktion, wenn ein zweites Elektroauto irgendwann dazu kommen soll. „Deshalb sollte einem bewusst sein, dass eine hohe Ausstattung keine Spielerei für Elektronik Enthusiasten ist“, so der neue Geschäftsführer Vincent Marbe.

Klarer Wachstumskurs

Wohin die Reise gehen soll zeigt das Unternehmen recht eindrucksvoll an den aktuellen Entwicklungen. Derzeit arbeitet man an der PRO Version, deren Funktionsprototyp erstmals auf der IAA vorgestellt wird. Während die seit zwei Jahren erhältliche HOME+ eher für den Heimanwender gedacht ist, der das Gerät ohne Installationskosten einfach an eine Drehstromdose anstecken und unterwegs mit Hilfe von Adaptern an allen gängigen Steckdosenformaten laden kann, ist die PRO Version in erster Linie für den Einsatz in Tiefgargen und Parkhäusern konzipiert. Folgen sollen in schneller Reihenfolge ein Lastmanagement Controller, um die Gesamtlast von Gebäude und PV Anlagen besser abbilden zu können, sowie eine Ladesäule für das Laden im öffentlichen Raum. Und zu guter Letzt gibt es ja auch noch den ONwheel, den Reibrollenmotor, mit dem das Unternehmen seinen ersten großen Erfolg feiern konnte und der 2020 in einer komplett überarbeiteten Version auf die Straßen kommen soll. Um das schnelle Wachstum abbilden zu können wurde mit dem Umzug in ein 7000m2 großes Verwaltungs- und Produktionsareal bereits zeitig die Weichen gestellt.

Quelle: Verband der Automobilindustrie e. V.


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