Die Photovoltaikanlage (3) erzeugt Strom – unkontrolliert je nach Sonneneinstrahlung. Die Haushaltsgeräte und das E-Fahrzeug (1) verbrauchen Strom. Der Verbrauch der Haushaltsgeräte (2) lässt sich nicht steuern, jedoch kann die Ladung des E-Fahrzeugs zeitlich variiert werden. Das intelligente Lademanagement EVlink regelt die Energieströme derart, dass das Elektroauto dann geladen wird, wenn genügend Photovoltaikstrom zur Verfügung steht. In Zukunft könnte diese Steuerung des Ladevorgangs vieler Fahrzeuge von Netzbetreibern (4) durchgeführt werden. So fungieren tausende E-Fahrzeuge im Netz als großer Batteriespeicher und dienen der Netzstabilisierung. (Bild: Schneider Electric)

Intelligentes Lademanagement:

Elektroautos smart laden

Zukunftsfähige Elektromobilität bedarf ausgereifter Ladeinfrastruktur. Gerade in Städten gibt es jedoch kaum Platz für öffentliche Ladesäulen und die teilweise veralteten Netze können dem hohen Bedarf nicht gerecht werden. Was also tun?

Ganzheitliche Lösungen sind gefragt

Der globale Energiespezialist Schneider Electric geht das Thema mit seinem Mobilitätsexperten Konstantin Elstermann ganzheitlich an: „Es geht nicht um mehr Stecker für Elektroautos. Wir betrachten die lokale Infrastruktur und beziehen beispielsweise Gebäude in das Lademanagement mit ein.“ Voraussetzung dafür ist digitale Vernetzung.

Autos, Ladesäulen und Gebäude werden nicht unabhängig voneinander gedacht, sondern sind innerhalb eines intelligenten Stromnetzes – eines Smart Grids – zu wechselseitiger Kommunikation befähigt. Sie können sich ganz eigenständig über ihren jeweiligen Energiebedarf verständigen und den Verbrauch effizient regeln. Keine Science Fiction, sondern längst digitale Realität.

Kostensparendes Lademanagement in einem digitalisierten Netz

Die meisten Elektroautos werden in der eigenen Garage oder bei der Arbeit geladen. Für Stromnetze und Geldbeutel ist das oft eine ziemliche Herausforderung. Glücklich schätzen kann sich, wer in einem Haus wohnt, das mitdenkt und spart.

Das sogenannte »Smart Building« ist ein volldigitalisiertes Gebäude, dessen sämtliche Funktionen – von der Heizung bis zur Nachttischlampe – digital steuerbar sind. Auch die Ladesäule in der Garage ist in das Netz integriert. Wenn das Auto abends eingeparkt und digital verbunden ist, speist es das intelligente Lastmanagement mit der dringend benötigten Energie. In Spitzenlastzeiten dagegen können auch andere Prioritäten gesetzt werden. Der Vorteil smarter Automatisierung: Eingebettet in die Gebäudetechnik und Smart Grids wird der elektrische Fuhrpark dann geladen, wenn viel erneuerbare Energie zur Verfügung steht – sprich wenig kostet – oder die Netzauslastung gering ist.

Mehrwert aus Daten

Rückgrat eines intelligenten Lastmanagements sind präzise Messungen in Echtzeit. Jederzeit muss klar sein, welche Verbraucher wann und wie viel Strom benötigen. Dazu sollte die Software den IQ-Test bestehen: Smarte Lademanagement-Systeme wie EVlink produzieren keine unkontrollierte Datenmenge, sondern leiten aus erhobenen Daten sinnvolle Erkenntnisse ab. Damit können Energieströme intelligent gesteuert werden – sogar über das Smartphone.

Für Konstantin Elstermann ist all das längst keine Utopie mehr. Draußen auf dem Parkplatz vor seinem Bürofenster laden seine Kollegen schon heute ihre Elektroautos per EVlink. Dank smarter Ladeinfrastruktur kommen bis 2021 noch 750 weitere dazu.

Weitere Informationen unter www.se.com/at

Quelle: Schneider Electric


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